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EADS und BAE Diskussion über Fusion könnte noch Wochen dauern

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EADS ist gegen eine Staatsbeteiligung

EADS und BAE hatten Mitte September bekanntgegeben, über eine Fusion zu verhandeln. Bis kommenden Mittwoch wollten sie gemäß britischer Börsenregeln das Zustandekommen oder Scheitern des Geschäfts verkünden – oder doch noch eine Fristverlängerung beantragen. Der Streit um eine staatliche Beteiligung an dem neuen Konzern ist das größte Hindernis und könnte zu einem Scheitern der Fusion führen.

Der französische Staat hält derzeit knapp 15 Prozent an EADS, weitere 7,5 Prozent der französische Konzern Lagardère. Es gilt als ausgemacht, dass sich Lagardère mittelfristig von Anteilen trennen will. Auf deutscher Seite hält Daimler 22,35 Prozent; 7,5 Prozent sind im Besitz eines Konsortiums, die Stimmrechte hält ebenfalls Daimler.


EADS-Chef Enders ist gegen eine Staatsbeteiligung in dem neuen Unternehmen. Deutschland, Frankreich und Großbritannien sollen aber über eine sogenannte goldene Aktie ein Vetorecht gegen feindliche Übernahmen bekommen. Auch die britische Regierung war bislang gegen eine Staatsbeteiligung.

Die beiden Konzernchefs Enders und Ian King hatten jüngst an die Regierungen appelliert, die Chancen der Fusion nicht zu verspielen. „Wenn sich die Gelegenheit ergibt, etwas noch Größeres und Besseres zu schaffen, dann müssen wir zugreifen“, mahnten beide in einem Zeitungsbeitrag. Bisher verfügen Frankreich und Deutschland direkt und indirekt über jeweils gut 22 Prozent der EADS-Anteile, die deutschen Interessen nimmt dabei der Autokonzern Daimler wahr. Das Konstrukt EADS ist auch deswegen hochpolitisch und wird stark von Interessen der deutschen und französischen Seite beeinflusst.

  • rtr
  • afp
  • dpa
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5 Kommentare zu "EADS und BAE: Diskussion über Fusion könnte noch Wochen dauern"

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  • Bisher bietet Enders und EADS Deutschland ja nur eine Jobgarantie, die nicht über den Deutschen Kündigungsschutz hinaus geht. Die Enders Standortgarantie bedeutet nur, dass EADS an den Standort mindestens mit einen Hausmeister vertreten sein muss. Das ist das letzte Wort von EADS. Mit den Bedingungen ist die Fusion von Deutschland eben nicht Zustimmungsfähig. Scheinbar hat Enders bei der Fusion auf das Prinzip Hoffnung gesetzt, und damit wohl Millionen an Lobby- und Beraterhonoraren verbrannt.

  • Der Hintze ist fleißig. Hat 'ne ziemlich solide Widerstandsfront gegen den Deal gezimmert, Gott sei Dank.

    In Berlin tun sie sich ja allesamt recht schwer damit, offen zu sagen, dass WIR DAS FÜR UND WEGEN DEUTSCHLAND nicht wollen.

    Aber immerhin üben sie derzeit 'n bischen, sich für DEUTSCHLANDS Interessen stark zu machen - und somit den umgebenden Egozentrikern Europaweit mal langsam die Stirn zu bieten.

    Ein Weltmarktführer im Rüstungsgeschäft MUSSSSSSSSSS in Staatshand bleiben. Alles andere ist ein Verbrechen an der Welt.

  • Die Fusion würde Europa schwächen und die wichtige EADS würde ohne Not in die Hände von den USA und England gegeben werden.
    Der neue Konzern erhielte nur noch Rüstungsaufträge von den USA, wenn dort eine Tochtergesellschaft mit amerikanischem Management gegründet wird, wie viele Medien berichtet haben.
    Mit England haben wir bisher innerhalb der EU nur schlechte Erfahrungen gemacht. Warum sollte England mit den USA den Zugriff auf die in Deutschland und Frankreich entwickelte Technik bekommen?

    Ausserdem verbauen wir uns die Chance, einmal ein vereintes Europa inklusive Osteuropa zu haben. Das geht nur mit gemeinsamer Militärpolitik und die USA werden alles tun, damit das nicht möglich wird.

    Hier sind wieder Bilderberger Strategen aktiv, wie Herr Enders, die für die USA arbeiten und Europa nachhaltig schwächen.

    Niemals darf es zu dieser Fusion kommen!

  • @Freie_Waehler!!

    Genauso ist es ... hier wird wieder nur die "Deutsche Gans" geschlachtet. "Unsere Freunde am Kanal" sind sich wieder mal einig ...laut anderen Medien...soll Merkel auf den Anruf von Hollande warten, falls nötig, meint Hollande! Es kann einem nur noch überl werden, ob dieser Machenschaften. England kann es auch nichts ein, sie sind nur der Wurmfortsatz von Onkel Sam und Kassierer in Europa!

    Wir lassen uns in der Kotau-Arena am Nasenring durch die Manege führen und Merkel merkt absolut nichts!! Oder ist es Absicht? Fällt sie diesmal wieder um ist es SYSTEM!

    Wo ist Hinze?

  • Das sagt alles und bestätigt alle Bedenken und Entwicklungen mit französischen Kooperationen:
    "Nach Angaben aus informierten Kreisen vom Freitag würde Großbritannien eine Beteiligung Deutschlands und Frankreichs von jeweils neun Prozent an dem neuen Konzern akzeptieren. London verlangt demnach aber im Gegenzug, dass sich Paris schriftlich verpflichtet, darüber hinaus keine Anteile vom französischen Lagardère-Konzern zu kaufen. Das wiederum lehnt die französische Regierung ab"

    Frankreich hat nur ein Interesse:
    über Fusionen groß werden, dann über interne Machenschaften
    Führung übernehmen, um dann nachträglich die Mehrheit zu übernehmen. Die Tendenzen und Einschätzungen aus England sind bei EADS mehr als sichtbar und sollte Alarmsignal sein!
    Deutschland sollte zukünftige Kooperationen mit Skandinavien, England oder Polen/Russland forcieren.

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