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EADS und BAE Megafusion wackelt, aber fällt (noch) nicht

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Hauptstreitpunkt sind die Staatsbeteiligungen


Kernstreitpunkt zwischen den Regierungen ist weiterhin die Höhe der Staatsbeteiligungen. Insbesondere sorgt das deutsche Vorhaben für Probleme, am neuen Unternehmen einen gleich hohen Anteil wie Frankreich von voraussichtlich neun Prozent zu halten. Aus dem Umkreis der Verhandlungen gibt es widersprüchliche Informationen darüber, ob London bereit ist, dies zu akzeptieren.

Ein weiterer Konfliktpunkt ist laut verhandlungsnahen Kreisen, dass Frankreich sich die Möglichkeit offenhalten will, seinen Anteil durch den Zukauf weiterer Aktien aufzustocken. Dabei gehe es um den EADS-Anteil des französischen Unternehmers Lagardere. Auch an der Forderung der Bundesregierung, dass Deutschland Sitz eines wichtigen Konzernteils, womöglich gar der Firmenzentrale wird, hätten sich die Gespräche festgefahren. "Es ist wohl wie in einer Tarifrunde", sagte eine Person, die mit den Verhandlungen vertraut ist.

Mit der Fusion würde das weltweit größte Unternehmen der Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungstechnik entstehen. EADS verfügt in Deutschland über 29 Standorte mit fast 50.000 Beschäftigten. Im Falle eines Zusammenschlusses mit BAE Systems entstünde ein Branchenprimus mit einem Umsatz von rund 72 Milliarden Euro und weltweit gut 220.000 Beschäftigten.

  • rtr
  • afp
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20 Kommentare zu "EADS und BAE: Megafusion wackelt, aber fällt (noch) nicht"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @Els
    Frankreich hat seine Zustimmung zu Fusion schon gegeben, bloß die Zustimmung aus Deutschland fehlt noch. Der Verlierer der Fusion ist entweder Deutschland oder GB. Frankreich kann mit der Fusion nur gewinnen. Jetzt wollen FR und GB DE in die Verliererolle treiben.

  • Fakten ? Welche ?
    Mit diesem Link, schneiden Sie sich ja eigentlich selbst in den Finger...
    Die Fusion von Sarkozy organisiert ?
    Wohl befürwortet, das reicht eigentlich.
    Ich glaube aber kaum, dass Deutschland sich gegen eine Transaktion hinstellen würde, die einem deutschen großen Unternehmen profitieren würde...
    Aventis, trotz seiner Größe, wog an der Börse kaum mehr als Sanofi.
    "AREVA, Siemens-Alstom, Eurotunnel, ICE Seoul, Rafale"
    Ja und ?

  • Entschuldigung, aber Sie sind so was von naiv. Es gab da eine Firma des Konzerns ca 100 km vom Standort Frankfurt entfernt, die war über Jahrzehnte fast für das gesamte Ergebnis zuständig. Die wurde erst einmal in ein JV mit Rhône Poulenc eingebracht zu eigenartigen Konditionen. Dann wurde der Rest zum Abschuss freigegeben. Fragen Sie doch mal welche Bank bei dem Deal Pate gestanden und viel Geld verdient hat. Immer der Spur des Geldes folgen!

  • Fakten statt Märchen:
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/uebernahmekampf-milliardengewinn-staerkt-aventis-1.817141

    Hier sehen sie schwarz auf weiss das Ergebnis.

    Sie werden doch wohl nicht ernsthaft bestreiten wollen, dass die feindliche Übernahme nicht vom damaligen Wirtschaftsminister Sarkozy organisiert wurde? Dank dem (zinsbilligen) Euro konnten Frankreichs Banken das Kapital ohne Probleme bei der EZB ausleihen und somit die Übernahme für Sanofi finanzieren. Ein Geniestreich, zumal Sanofi bilianztechnisch nur 1/3 der Größe von Aventis besass.
    Noch Fragen zur ehrlichen französischen Politik?
    AREVA, Siemens-Alstom, Eurotunnel, ICE Seoul, Rafale????

  • Enders wird bestimmt eine maga 'Verguetung' von Frankreich bekommen, wenn er Deutschland in die zweite Reihe draengen kann.
    Enders hatte schon vor kurzer Zeit das Management von Eurocopter von Muenchen nach Frankreich verlegt.
    Alles Management wird langsam aber sicher nach Frankreich verlagert! Natuerlich unter Federfuehrung von Enders.

  • Das kann man so nicht behaupten, auch wenn man als Elsässer "näher" bei Paris ist.
    Frankreich hat mit EADS bereits seine (gewollte) Arbeitsteilung mit den Deutschen gefunden (vergleichen sie die 4 Tochterunternehmen mit den Hauptsitzen). Es gilt nun für Frankreich dieses zu erhalten und zu sichern, daher der Streit um die Lagarde-Anteile nach der Fusion (welche FR gerne kaufen würde).
    Ich als ehm. Mitarbeiter einer FR-DE Kooperation sage es ganz ehrlich: NIE WIEDER MIT FR
    Mit England, etc. funktioniert so was aber nicht mit FR.

  • Sie scheinen es nicht gemerkt zu haben, aber Frankreich ist viel weniger an dieser Fusion interessiert als Deutschland.
    Dieses Enders-Vorhaben, und er ist kein Franzose, stößt hier auf regen Widerstand.

  • Ach die armen, armen Deutschen...
    Alle haben was gegen sie...

  • Sie mögen wohl Märchen...
    Hoechst war ein Konzern mit großen Schwächen, genau wie Rhône-Poulenc auch.
    Keiner der Beiden hatte ein Zukunft allein.
    Der Fehler war halt zu denken, dass der Zusammenwurf zweier Firmen mit vergleichbaren Problemen, auf Anhieb etwas lösen könnte.
    Schauen Sie doch mal weiter und Sie werden sehen, dass schon vor der Fusion, sowohl in Deutschland, wie auch in Frankreich, keiner glaubte, dass es funktionieren könnte.

  • Scheinbar hat Deutschland die Gespräche schon am Freitag für gescheitert erklärt. Das wollten FR und GB nicht akzeptieren. Die haben jetzt ohne Deutschland weiter verhandelt. Die IG Metall hat die EADS Garantien als Enttäuschend bezeichnet. Irgendwas handfestes mit Synergien oder neue Märkte wurde bisher auch nicht geliefert. Ob sich die Zusammen oder getrennt auf schrumpfende Märkte einstellen müssen, macht doch kein Unterschied. Ich frage mich, warum man diesen Zirkus noch so in die Länge ziehen muss. Eine Zustimmung wird sich Merkel wohl nicht mehr leisten können.

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