EEG-Umlage BDI fordert weniger Strom-Rabatte für Unternehmen

Deutsche Firmen im internationalen Wettbewerb und mit hohem Energieverbrauch sollen weiterhin von der EEG-Umlage profitieren. Doch allen anderen Unternehmen will auch der BDI strengere Auflagen auferlegen.
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In der Aluminium-Industrie, hier die Essener Trimet AG, werden laut BDI weiterhin Rabatte benötigt. Quelle: dpa

In der Aluminium-Industrie, hier die Essener Trimet AG, werden laut BDI weiterhin Rabatte benötigt.

(Foto: dpa)

BerlinDer Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) hat sich dafür ausgesprochen, dass weniger Unternehmen in den Genuss der Rabatte bei der Ökostrom-Umlage kommen. BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber sagte am Dienstag im Deutschlandfunk, die Rabatte sollten künftig nur noch Betriebe erhalten, die energieintensiv sind und im internationalen Wettbewerb stehen.

Entlastungen bräuchten weiterhin Papier-, Chemie-, Aluminium- und Elektroindustrie. Auch Kunststoff-, Zemenent-, Glas- und in einigen Teilen die Textilindustrie seien sehr stromintensiv. Branchen, auf die die genannten Kriterien nicht zutreffen, sollten dagegen nicht weiter begünstigt werden, forderte Kerber. Als Beispiel nannte er den Schienenverkehr.

Kerber äußerte sich zuversichtlich, dass die Bundesregierung und die EU-Kommission in ihrem Streit über das Thema zu einer Lösung finden, die auch den Interessen der deutschen Industrie gerecht wird.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia waren am Montag zusammengetroffen. Beide seien auf einem guten Weg, auch wenn noch nicht alle Kritik ausgeräumt sei, sagte Kerber.

Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen Deutschland eingeleitet, weil sie in den Rabatten bei der Ökostrom-Umlage Beihilfen sieht. Gabriel will den Kreis der Begünstigten nur begrenzt verringern. Inzwischen handelt es sich um knapp 2100 Unternehmen.

  • rtr
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4 Kommentare zu "EEG-Umlage: BDI fordert weniger Strom-Rabatte für Unternehmen"

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  • Die einen Firmen sollen soviel zahlen, aber nicht die anderen, und nicht die Privathaushalte, ausser den Armen, und ausserdem.... usw.... usw....

    So geht es, wenn der Staat soziale "Gerechtigkeit" schafft. Das Prinzip von Karl Marx "jedem nach seinen Bedürfnissen, jeden nach seinen Fähigkeiten" scheint dabei der Leitfaden zu sein.

  • Warum darf die Hausfrau nicht erfahren, wie teuer die ALU-Folie tatsächlich ist, die sie verschwenderisch in der Küche missbraucht ! Hat auch was mit Umweltschutz zu tun,oder !

    Und der Mitbewerber, der seine ALU-Folie hier verkaufen möchte, zahlt einen Umweltzuschlag !

    Manche Übertreibungen würden sich von (fast) selbst lösen, mit wirksamen REGELN !

  • So ein Heuchlerverein dieser BDI!
    Anstatt gegen diese industrie- und volkwirtschaftlich Vernichtende Energiewende auf Basis eines Zwangssubventionsgesetzes EEG sturm zu laufen, betreibt dieser verkommene Erneuerbare Energie BDI-Lobbyverein ein gemetzel unter den deutschen Unternehmen/Mittelstand.
    Schafft endlich diese perfide und asoziale EEG ab und beendet diese Energiewende endgültig. Bevor die deutsche Gesellschaft/Wirtschaft sich endgültig in ihre Bestandteile zerlegt. Danke!

  • Die Lösung wäre ganz einfach: Gar keine EEG-Rabatte mehr!
    Das wäre das sofortige Ende dieses asozialen EEG!
    Dann würde der ganze PV-Müll wieder von den Dächern entfernt, die Verspargelung der Landschaft durch Windmühlen rückgängig gemacht und die Faulgas-Anlage sofort abgestellt werden.

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