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Ehemaliger Renault-Chef Verhaftung von Ghosn: Frankreichs Außenminister schaltet sich ein

Der ehemalige Renault-Chef appelliert an die französische Regierung, ihn zu verteidigen – die Regierung wolle aber die japanische Unabhängigkeit achten.
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Der französische Außenminister betont, es gebe die Unschuldsvermutung für Ghosn. Quelle: AP
Jean-Yves Le Drian

Der französische Außenminister betont, es gebe die Unschuldsvermutung für Ghosn.

(Foto: AP)

DinardNach der erneuten Verhaftung des Automanagers Carlos Ghosn in Japan hat sich der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian eingeschaltet. Er habe seinem japanischen Amtskollegen Taro Kono am Rande des G7-Treffens gesagt, dass Frankreich die Unabhängigkeit der japanischen Justiz achte, sagte Le Drian an diesem Samstag im bretonischen Küstenort Dinard nach Abschluss zweitägiger Beratungen. Gleichzeitig gelte die Unschuldsvermutung für Ghosn. „Diese Frage wurde erörtert“, resümierte Le Drian.

Die japanische Staatsanwaltschaft hatte Mitte der Woche den 65-Jährigen wieder in Untersuchungshaft genommen. Sie wirft ihm nun Missbrauch von Geldern des Autoherstellers Nissan zugunsten eines Vertriebspartners im arabischen Oman vor. Vor seiner erneuten Festnahme hatte der einstige Renault-Chef dem französischen Sender LCI gesagt, er appelliere an die französische Regierung, ihn zu verteidigen. Er sei als Bürger im Ausland in ein „unglaubliches Räderwerk“ geraten.

Ghosn war am bereits 19. November in Tokio wegen angeblichen Verstoßes gegen Börsenauflagen in Untersuchungshaft genommen worden. Zudem soll er private Investitionsverluste auf Nissan übertragen haben. Er wurde angeklagt und erst nach wochenlanger Haft gegen Kaution entlassen.

Unterdessen ist Ghosns Ehefrau Carole nach einem Bericht der „Financial Times“ nach Frankreich gereist, um sich dort ins Verfahren einzuschalten. Sie appellierte an die französische Regierung, sich mehr für ihren Mann einzusetzen. „Ich glaube nicht, dass er genug Hilfe erhalten hat und er ruft nach Unterstützung“, sagte sie der britischen Zeitung. In der französischen Sonntagszeitung „Journal du Dimanche“ äußerte sie sich schockiert über die Reaktionen in Frankreich - „alle“ hätten ihren Mann fallengelassen. „In den Medien ist Carlos schon schuldig. Man vergisst, was er für Renault und Nissan getan hat: Er hat diese Unternehmen wieder aufgerichtet, hat Arbeitsplätze gerettet und zur Größe Frankreichs beigetragen.“

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  • dpa
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