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Einigung im Atomstreit Deutsche Firmen hoffen auf Milliardengeschäft im Iran

Die Einigung mit dem Iran ist da – und die Industrie sitzt bereits in den Startlöchern. Der DIHK hofft auf blühende Geschäfte mit der Islamischen Republik. Die Forderung: Jetzt muss die Einigung schnell umgesetzt werden.
14.07.2015 - 12:43 Uhr 1 Kommentar

Deutsche Unternehmen wittern Milliardengeschäft mit Iran

Berlin/Düsseldorf/Teheran Nach der Einigung im Atomstreit mit dem Iran hofft die deutsche Wirtschaft auf Milliardengeschäfte in dem ölreichen Staat. Der Außenwirtschaftschef des Spitzenverbandes DIHK, Volker Treier, weilte am Dienstag in Teheran und sagte: „Wenn alles gut läuft, könnten wir in drei, vier Jahren die Zehn-Milliarden-Marke beim Export knacken.“ Voraussetzung dafür sei aber, dass neben dem Wegfall der Sanktionen auch die Finanzierung von Geschäften erleichtert werde.

Im vergangenen Jahr hatten deutsche Firmen Waren und Dienstleistungen für 2,39 Milliarden Euro in den Iran geliefert – viele Geschäfte kamen wegen der westlichen Sanktionen aber nicht zustande. Bereits in zwei Jahren könnten sich die Ausfuhren auf gut fünf Milliarden Euro mehr als verdoppeln, schätzt Treier. „Das Land hat einen Riesennachholbedarf. Es gibt eine potenziell große Nachfrage nach deutschen Produkten, etwa bei der Erdöl- und Erdgas-Exploration, Chemie, Konsumgüter, Textil und Nahrungsmitteln.“

Der Iran und die fünf Uno-Vetomächte sowie Deutschland hatten am Dienstag eine Einigung in dem seit Jahren schwelenden Konflikt um das Atomprogramm der Islamischen Republik erzielt. Damit soll verhindert werden, dass der Iran eine Atomwaffe entwickeln kann.

Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages sind im Iran 80 deutsche Firmen mit eigenem Geschäft tätig, dazu kommen etwa 1000 Repräsentanten und Vertriebsleute. „Das Land will sich modernisieren“, sagte Treier. „Deshalb gibt es eine starke Nachfrage nach deutschem Know-how.“ Der Iran sei wegen der vielen hoch qualifizierten Arbeitnehmer für deutsche Unternehmen auch als industrieller Fertigungsstandort interessant.

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    Die deutschen Maschinenbauer halten sich dagegen trotz der angestrebten Aufhebung der Sanktionen mit Euphorie zurück. Es gebe nach der Einigung im Atomstreit mit dem lange von westlichen Exporten abgeschnittenen Land noch viele ungeklärte Fragen, blieb VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann vorsichtig. Die Einigung müsse erst rechtlich umgesetzt werden. „Und das wird wohl noch etwas dauern“.

    „Kein Eldorado“
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    1 Kommentar zu "Einigung im Atomstreit: Deutsche Firmen hoffen auf Milliardengeschäft im Iran"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich glaube, wenn wir unser Potenzial nutzen würden, um mit dem IRAN noch mehr in Handel und Austausch zu kommen, wäre es 100 mal besser als mit den Griechen. Denn der IRAN ist ein Land, wo wir ausgesprochen sehr geschätzt werden.

      Es sind Freunde.

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