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Einigung mit Gewerkschaft Airbus will beim Stellenabbau ohne Kündigungen auskommen

Der Flugzeugbauer will mehr als 15.000 Arbeitsplätze streichen. Nun hat sich Airbus mit den Arbeitnehmern auf ein Vorgehen ohne Kündigungen geeignet.
04.03.2021 Update: 04.03.2021 - 12:59 Uhr Kommentieren
Der Konzern leidet schwer unter der einbrechenden Nachfrage nach Flugzeugen in der Coronakrise. Quelle: dpa
Airbus-Werk in Hamburg

Der Konzern leidet schwer unter der einbrechenden Nachfrage nach Flugzeugen in der Coronakrise.

(Foto: dpa)

München Der europäische Flugzeugbauer Airbus kommt bei seinem geplanten Stellenabbau in der Coronakrise in Deutschland vorerst ohne betriebsbedingte Kündigungen aus. 2300 Mitarbeiter seien zwischen November und Februar auf Basis freiwilliger Vereinbarungen gegangen, sagte Konzern-Betriebsratschef Holger Junge am Donnerstag.

Den Rest des im Raum stehenden Abbaus von bis zu 6000 Arbeitsplätzen in Deutschland sollen die Fortsetzung der Kurzarbeit in diesem Jahr und eine Arbeitszeitverkürzung bis auf 28 Stunden ab 2022 verhindern. „Die angedrohten Entlassungen sind vom Tisch“, sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich. „Im Fall der Fälle reduzieren wir Stunden, statt Menschen zu entlassen.“ Airbus beschäftigt in Deutschland rund 55.000 Menschen.

Airbus hatte unter dem Eindruck des Nachfrage-Einbruchs in der Corona-Krise angekündigt, in Europa rund 15.000 Stellen zu streichen, und Kündigungen nicht ausgeschlossen. Ein Sprecher sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag, Maßnahmen wie Abfindungsprogramme, Frührenten oder Versetzungen hätten sich als wirksam erwiesen. Kündigungen seien daher auch in Frankreich und Großbritannien derzeit nicht nötig. In Spanien habe der Verhandlungsprozess später begonnen.

Laut IG Metall wurden 1300 Stellen bei Airbus in Hamburg selbst und 1000 bei der Zuliefer-Tochter Premium Aerotec abgebaut. Nach Angaben des Betriebsrats wurden auch Leiharbeiter gekündigt und 40-Stunden-Arbeitsverträge gekürzt.

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    Der französisch-deutsche Konzern hatte die Produktion im vergangenen Jahr um bis zu 40 Prozent gedrosselt, weil viele seiner Kunden in finanziellen Nöten sind und der Flugverkehr sich in den nächsten Jahren nur langsam erholen dürfte. „Die Produktionszahlen haben sich stabilisiert“, berichtete Junge. „Aber wir haben die Krise nicht überwunden.“

    Es gelte weiter wachsam zu sein, zumal sich Airbus weiter im Umbruch befinden werde. Der Flugzeugbauer arbeitet etwa am emissionsfreien Fliegen. Die Arbeitnehmervertreter befürchten, dass Airbus im Zuge dessen Produktion auf andere Kontinente verlagern könnte. „Wir werden weiter dafür streiten müssen, dass die Arbeit auch künftig in Europa gemacht wird“, sagte Friedrich.

    Die Vereinbarung mit der IG Metall und dem Betriebsrat in Deutschland gilt bis Ende 2023. In diesem Jahr will Airbus noch die verlängerte Kurzarbeit nutzen, danach soll die Arbeitszeit wenn nötig auf bis zu 28 Stunden verringert werden. Zwei Drittel der Kosten dafür trage das Unternehmen, betonte Carsten Bremer, der die Verhandlungen für die IG Metall führte.

    Mehr: Airbus will Produktion hochfahren – und wappnet sich für Konkurrenz aus China

    • rtr
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