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Einigung nach Kündigung Audi einigt sich mit Ingenieur im Dieselgate-Streit

Zunächst hatte Audi Ulrich Weiß wegen Täuschungsvorwürfen gefeuert. Damit wollte sich der frühere Chef der Dieselmotorenentwicklung nicht abfinden. Jetzt gibt es eine Einigung – die für Audi kostspielig sein könnte.
01.10.2017 - 14:45 Uhr Kommentieren
Durch die Einigung mit dem Ingenieur bleibt Audi eine gerichtliche Auseinandersetzung erspart. Quelle: dpa
Ulrich Weiß

Durch die Einigung mit dem Ingenieur bleibt Audi eine gerichtliche Auseinandersetzung erspart.

(Foto: dpa)

Berlin Audi hat sich mit einem im Dieselskandal gefeuerten Ingenieur geeinigt. „Das Arbeitsverhältnis wurde einvernehmlich beendet“, sagte ein Sprecher der Volkswagen-Tochter. Er lehnte einen Kommentar dazu ab, ob Abfindungszahlungen an den früheren Chef der Dieselmotorenentwicklung, Ulrich Weiß, geleistet und wann die Einigung erzielt wurde. Der Anwalt von Weiß konnte für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.

Audi hatte dem Ingenieur gekündigt und dies damit begründet, dass Weiß den Vorstand und ein Expertengremium über die Manipulation von Dieselabgaswerten getäuscht habe. Der Ingenieur wies das zurück. Er hatte von Audi eine Abfindung von sechs Millionen Euro verlangt. Im August hatte das Arbeitsgericht in Heilbronn Termine in dem Verfahren auf Wunsch der Beteiligten abgesagt, das Verfahren ruhte.

Durch die jetzige Einigung bleibt Audi eine gerichtliche Auseinandersetzung erspart, bei der weitere Details zur Abgasaffäre ans Licht kommen könnten. Wegen der von Volkswagen und Audi zugegebenen millionenfachen Manipulation von Dieselmotoren zur Schönung von Abgaswerten ermitteln Staatsanwaltschaften im In- und Ausland.

Seit Donnerstag sitzt der frühere Entwicklungsvorstand des Sportwagenbauers Porsche, Wolfgang Hatz, wegen der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München bei der Schwestermarke Audi in Untersuchungshaft. Hatz, der zeitweise auch die Motorenentwicklung bei Audi und im Volkswagen-Konzern leitete, war aufgrund des Abgasskandals zunächst beurlaubt worden und hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr verlassen.

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