Einstweilige Verfügung Gericht stoppt Daimler-Werbung

Ein Gericht setzt die Werbung für die erneuerte S-Klasse von Daimler aus. Der Grund: Der Autobauer habe mit einer Effizienzklasse geworben, die die Modelle gar nicht erreichen können. Die Schwaben wehren die Kritik ab.
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Die neue S-Klasse bei der Weltpremiere. Das Flaggschiff des Autobauers soll neben einem geringen Verbrauch vor allem durch einen hohen Sicherheitsstandart mit verschiedenen Fahrerassistenzsystemen punkten. Quelle: dpa

Die neue S-Klasse bei der Weltpremiere. Das Flaggschiff des Autobauers soll neben einem geringen Verbrauch vor allem durch einen hohen Sicherheitsstandart mit verschiedenen Fahrerassistenzsystemen punkten.

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StuttgartDer Autobauer Daimler muss wegen irreführender Angaben die Werbung für seine runderneuerte S-Klasse stoppen. Das Landgericht Stuttgart erließ eine einstweilige Verfügung, wie ein Sprecher am Montag auf dpa-Anfrage sagte. Demnach darf der Konzern künftig nicht mehr mit geschönten Werten zu CO2-Ausstoß, Effizienzklassen und Spritverbrauch seines Flaggschiffs werben.

Die Deutsche Umwelthilfe hatte entsprechende Anzeigen für die neue S-Klasse beim Gericht moniert. Die Umweltschützer hatten unter anderem bemängelt, der Konzern werbe mit besseren Effizienzklassen als einzelne Modelle tatsächlich erreichten. Auch beim Kohlendioxidausstoß gebe es Abweichungen von Realität und Werbung.

Daimler verweist darauf, dass bei der Schaltung der monierten Anzeigen die kritisierten Motortypen noch gar nicht bekannt gewesen seien. Die Werbung sei entsprechend geändert worden.

Der Autohersteller ringt zudem in Frankreich mit der Justiz. Die französischen Behörden wollen Daimler mit dem Zulassungstopp zwingen, in neuen Modellen das moderne Kältemittel R1234yf einzusetzen. Sie werfen dem Autokonzern eine unzulässige Umgehung von EU-Umweltvorschriften vor.

Daimler verweist hingegen auf Ergebnisse von Sicherheitstests. Bei diesen hatte das neue Kältemittel R1234yf Feuer gefangen und ein giftiges Gas freigesetzt. Das deutsche Kraftfahrtbundesamt genehmigte Daimler daraufhin die Verwendung des alten Kältemittels R134a. Bis auf Frankreich erkannten alle EU-Staaten dies an.

Daimler auf Aufholjagd

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5 Kommentare zu "Einstweilige Verfügung: Gericht stoppt Daimler-Werbung"

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  • "Erkennt Gefahren, bevor sie entstehen" hat DA wohl nicht funktioniert? (o:)

  • Nun ja - erwischt!
    Solche gräßlichen Designsünden sind wohl nur mit falschen Angaben zu verkaufen.
    Top Zubehör vielleicht noch anbieten: Klorolle, gehäkelt mit Stern für die Hutablage!
    Ist CO2 frei!

  • Derzeit ist wohl der Wurm drin.

    Daimler sollte seinen Anteil an Tesla kräftig aufstocken.

    (Nur meine Meinung).

  • Das Auto wirkt von Innen ein wenig wie ein Sarg.

  • tja, Daimler war wohl nix, ne?

    Wie der Typ von Daimler (Herr Bernhard) mal sagte:

    "SHIT HAPPENS"

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