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Einvernehmen mit den Regierungen Siemens müht sich um Russland- und Mexikopräsenz

Im Frühjahr war die Übernahme einer Mehrheit am größten russischen Turbinenbauer Silowyje Maschiny (Power Machines) durch den Siemens-Konzern gescheitert. Doch das Münchener Unternehmen bekundet weiterhin Interesse an einer höheren Beteiligung.

HB MOSKAU/MÜNCHEN. „Wir wollen das im Einvernehmen mit der Regierung erreichen“, sagte ein Sprecher am Freitag in München. Er dementierte aber einen Zeitungsbericht, wonach Siemens die Regierung Russlands um die Genehmigung ersucht habe, eine Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie des Konzerns zu übernehmen. „Das ist falsch“, sagte er. Die Moskauer Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ hatte sich in dem Bericht vom Freitag auf den Siemens-Chef in Russland, Henryk Frystacki, berufen.

Auch in Mexiko bemüht sich Siemens um seine Präsenz. Dort hatte die Regierung ein Siemens-Tochterunternehmen für drei Jahre und neun Monate von der Teilnahme an Ausschreibungen für öffentliche Projekte ausgeschlossen. Zur Begründung hieß es, bei der Bewerbung um einen Auftrag habe Siemens falsche Informationen eingereicht. „Diese Entscheidung ist nicht nachvollziehbar“, sagte der Siemens-Sprecher in München. Vermutlich habe es ein Missverständnis gegeben. Siemens werde sich bemühen, dieses aufzuklären.

In Russland war Siemens Mitte April mit seiner geplanten Übernahme von Power Machines gescheitert. Die Militär- und die Zivilsparte bei Power Machines ließen sich kaum entflechten, lautete die Begründung. Im Juni bewilligte das russische Kartellamt den Verkauf des Turbinenbauers an den russischen Konkurrenten Basic Element. Siemens hält bislang 4,4 Prozent der Anteile an Power Machines.

Power Machines verzeichnete im Vorjahr einen Umsatz von knapp 500 Millionen Euro (2003: 270 Mio Euro). Der Gewinn belief sich 2004 auf knapp 12 Millionen Euro (2003: 2,5 Mio Euro).

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