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Eklat um Farnborough Russland will Luftfahrtmesse boykottieren

Großbritannien soll jedem zweiten Mitglied der russischen Delegation zur Luftfahrtmesse Farnborough die Einreise verweigert haben. Russland ruft zum Boykott auf – und spricht von einem „politischen Akt“.
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Kampjet SU-35 des russischen Herstellers Sukhoi (Archivbild): „Zeichen der Schwäche Großbritanniens“. Quelle: Reuters

Kampjet SU-35 des russischen Herstellers Sukhoi (Archivbild): „Zeichen der Schwäche Großbritanniens“.

(Foto: Reuters)

Moskau Moskau hat als Reaktion auf das Einreiseverbot für die russische Delegation zu einem Boykott der internationalen Luft- und Raumfahrtmesse in Farnborough aufgerufen. Sämtliche Landsleute sollten der einwöchigen Messe fernbleiben und die Rückreise in ihre Heimat antreten, riet Vize-Ministerpräsident Dmitri Rogosin am Montag.

Der russische Spitzendiplomat Alexej Mechkow wertete die verweigerte Einreiseerlaubnis laut der Nachrichtenagentur Interfax als „eindeutig politischen Akt“. Russlands staatlicher Rüstungskonzern Rosoboronexport sprach von einem „Zeichen der Schwäche“ Großbritanniens, das „negative Folgen für das Ansehen des Gastgeberlands“ haben könne.

„Wegen des russischen Verhaltens in der Ukraine-Krise“ hatte die britische Regierung einem Großteil der russischen Messe-Delegation die Einreise verweigert. Betroffen sind nach russischen Angaben Vertreter der Ministerien für Industrie und Handel, der Raumfahrt- und Luftverkehrsbehörden sowie dutzende Firmen und Techniker, die für Flugschauen russischer Maschinen nach England reisen sollten. Laut Delegationschef Juri Sljussar wurde etwa jedem zweiten Mitglied der 350-köpfigen Abordnung das Visum verwehrt.

Was in Farnborough eingeflogen wurde
An Airbus A350 aircraft comes in to land at the 2014 Farnborough International Airshow in Farnborough, southern England
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Landung in Farnborough: Das kleine Städtchen im Süden Englands ist alle zwei Jahre Veranstaltungsort der zweitgrößten Luftfahrtschau Europas. Mehr als 200.000 Besucher werden erwartet, 1500 Aussteller sind Ort. Mit dabei ist auch der neue Airbus-Mittelstreckenjet A350 (Foto), der noch in diesem Jahr zum ersten Mal ausgeliefert wird.

(Foto: Reuters)
huGO-BildID: 38177197 Britain's Prime Minister David Cameron, background, sits in the co-pilots seat, in the cockpit as he is shown around an Ai
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Zur Eröffnung setzte sich der britische Premier David Cameron gleich einmal ins Cockpit der Maschine, die zum zweiten Verkaufsschlager von Airbus neben der A320 werden soll. Erstkunde ist Qatar Airways.

(Foto: ap)
huGO-BildID: 38177160 Britain's Prime Minister David Cameron second right, and Tom Enders, the chief executive of Airbus Group, walk by an Airbu
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Auch der Riesenflieger A380 durfte beim Messerundgang des Regierungschefs nicht fehlen: Airbus-Chef Tom Enders zeigte David Cameron das nicht ganz so erfolgreiche Modell.

(Foto: ap)
An Airbus Industrie A380 aircraft stands parked at the 2014 Farnborough International Airshow in Farnborough, southern England
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Besucher können sich freuen: Die A380 wird die gesamte Messewoche über in Farnborough zu sehen sein.

(Foto: Reuters)
huGO-BildID: 38175894 The Royal Air Force (RAF) Red Arrows aerobatic display team perform a fly past Farnborough Airport to open the International Ai
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Ein Hingucker war die Flugshow der „Red Arrows“ der Royal Air Force.

(Foto: ap)
Farnborough Airshow 2014
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Die Briten gelten als eine der weltweit besten Kunstflugstaffeln.

(Foto: dpa)
huGO-BildID: 38177193 Visitors look at a full-size replica model of a Lockheed Martin multirole fighter F35 during Farnborough International Air Show
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Auch auf dem Boden darf der militärische Bereich der Luftfahrt nicht fehlen. Hier ist ein Modell des Kampfjets F35 von Lockheed Martin ausgestellt. Im Original ein teures Stück: Der Flieger kostet komplett bewaffnet rund 90 Millionen Dollar.

(Foto: ap)

Die bis kommenden Sonntag laufende Farnborough International Airshow (FIA) ist ein Schlüsseltreffen der Luft- und Raumfahrtbranche und auch ein wichtiger Markt für Rüstungsgeschäfte. Russland ist bei der alle zwei Jahre stattfindenden Schau regelmäßig stark vertreten, um internationale Käufer zu werben.

Westliche Staaten werfen Moskau vor, prorussische Separatisten im Osten der Ukraine aktiv zu unterstützen. Die EU hat deshalb mehrere russische Vertreter mit Reise- und Kontensperren belegt. Im März hatte London wegen der Ukraine-Krise seinerseits die bilaterale Militärkooperation auf Eis gelegt und Waffenexporte nach Russland gestoppt.

  • afp
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1 Kommentar zu "Eklat um Farnborough: Russland will Luftfahrtmesse boykottieren"

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  • Schwachsinn...die Engländer werden merken was sie davon haben...der weltweit zweitgrößte Rüstungsexporteur!!!

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