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Elektro-Lastwagen Daimler will Schwerlaster mit E-Antrieb ab 2021 herstellen

Im Wettrennen gegen Tesla setzt der Stuttgarter Konzern auf einen neuen Lastwagen mit Elektroantrieb. Das Fahrzeug soll 2021 in die Produktion gehen.
Update: 07.06.2018 - 04:32 Uhr Kommentieren
Die Zugmaschine vom Typ eCascadia (links) soll 2021 in die Produktion gehen und eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern haben. Der kleinere eM2 ist etwa für die Lieferung von Nahrungsmitteln und Getränken vorgesehen. Quelle: Daimler
Neue E-Trucks von Daimler

Die Zugmaschine vom Typ eCascadia (links) soll 2021 in die Produktion gehen und eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern haben. Der kleinere eM2 ist etwa für die Lieferung von Nahrungsmitteln und Getränken vorgesehen.

(Foto: Daimler)

Frankfurt/PortlandDaimler setzt im Wettbewerb mit Tesla und anderen Herstellern auf einen schweren Lastwagen mit Elektroantrieb. Die am Mittwoch vorgestellte Zugmaschine vom Typ eCascadia werde 2021 in die Produktion gehen und habe eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern, teilte der Stuttgarter Konzern bei der Präsentation in Portland im US-Bundesstaat Oregon mit.

Einsatzgebiet ist demnach die regionale Verteilung von Gütern sowie der Transport von Hafenlieferungen. Zudem stellte Daimler den kleineren eM2 vor, der etwa für die Lieferung von Nahrungsmitteln und Getränken vorgesehen ist. Daimler will nach eigenen Angaben noch in diesem Jahr zu Testzwecken 30 Fahrzeuge an Kunden als „Innovationsflotte“ ausliefern.

Der US-Vorreiter Tesla hat angekündigt, seinen Lastwagen vom Typ Semi vom kommenden Jahr an vom Band rollen zu lassen. Andere Hersteller wie der Volkswagen-Partner Navistar entwickeln ähnliche Modelle. Experten zufolge dürfte der wichtigste Markt für die Fahrzeuge China sein. Angetrieben wird die Entwicklung von strengeren Abgasvorschriften und dem Wunsch, Treibstoff- und Unterhaltskosten zu senken.

Allerdings ist es wegen der Kosten, der Reichweite und der schweren Akkus unklar, ob sich die Technik bei Lastwagen durchsetzt. Daimler-Manager Roger Nielsen sagte, die Batterien schränkten die Zuladung ein. Der neue Lastwagen eigne sich für Kunden, die einen festgelegten Radius hätten und deren Geschäftsmodell Zeit für die Wiederaufladung lasse.

Daimler will nach eigenen Angaben bis 2019 mehr als 2,5 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung in der Lkw-Sparte ausgeben. Davon seien 500 Millionen Euro für elektrische Schwerlaster, Vernetzung und Selbstfahrtechnik vorgesehen. Im vergangenen Jahr erzielte Daimler mit Lkws und Bussen ein Umsatzplus von 8 Prozent auf 35,7 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern wuchs um 22 Prozent auf 2,38 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite betrug demnach 6,7 Prozent.

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  • rtr
  • dpa
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