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Elektro-Start-up Nikola hält an Produktionsplänen fest – Aktie steigt um 15 Prozent

GM und Nikola haben die Unterzeichnung ihrer Partnerschaft verschoben. Die neue Führung des krisengeschüttelten E-Lkw-Herstellers hält aber weiter an seinen Zielen fest.
01.10.2020 - 10:19 Uhr 1 Kommentar
Der Aktienkurs des E-Lkw-Herstellers ist zuletzt stark eingebrochen. Quelle: Reuters
Nikola

Der Aktienkurs des E-Lkw-Herstellers ist zuletzt stark eingebrochen.

(Foto: Reuters)

Denver Die Achterbahnfahrt bei Nikola geht weiter: Eigentlich hätte der E-Lastwagenhersteller bis spätestens Mittwoch Zeit gehabt, die Anfang September verkündete Partnerschaft mit General Motors (GM) zu besiegeln. Doch die Verträge wurden am Mittwoch nicht unterschrieben. Stattdessen wird weiter verhandelt.

GM hätte eigentlich einen Anteil von elf Prozent an Nikola bekommen sollen, als Teil einer strategischen Partnerschaft. Amerikas größter Autohersteller wollte gemeinsam mit Nikola den elektrischen Pickup-Truck Badger produzieren. Doch die Angriffe des Shortsellers Hindenburg haben das Start-up aus Arizona in eine schwer Krise gestürzt. Der Aktienkurs brach ein. Gründer Trevor Milton verließ am 21. September das Unternehmen, um weiteren Schaden abzuwenden.

GM und Nikola haben sich nun bis zum 3. Dezember Zeit gegeben, ein neues Abkommen zu unterschreiben. Es sei durchaus möglich, dass GM dann mehr als elf Prozent an Nikola halten werde, wie der US-Börsensender CNBC berichtete. Das verhalf der Aktie am Mittwoch zu einem deutlichen Kurssprung. Das Papier schloss 15 Prozent im Plus.

Der höhere Anteil von GM an Nikola könnte damit zu tun haben, dass die Nikola-Aktie seit Bekanntgabe der strategischen Partnerschaft mehr als die Hälfte an Wert verloren hat. Ursprünglich wurde der Wert des Deals auf zwei Milliarden Dollar beziffert, die GM in Nikola-Aktien erhalten sollte.

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    Das Start-up wird seit Miltons Ausscheiden von dem früheren GM-Manager Stephen Girsky als Executive Chairman geführt, der in Nikola investiert hat und Milton zu einem frühen Börsengang gedrängt hatte. CEO ist weiterhin Mark Russell.

    Vertrauen muss wieder hergestellt werden

    Die beiden müssen nun das Vertrauen in das Start-up wieder herstellen. Nikola wolle trotz der Turbulenzen weiter am Produktionsplan festhalten, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Prototypen des Elektro-LKW Nikola Tre sollen in den kommenden Wochen „weitgehend fertiggestellt“ sein. Gefertigt wird das Modell in Ulm, gemeinsam mit Iveco. Danach sollen Tests im Labor und auf deutschen Straßen beginnen.

    Nikola hält auch weiter daran fest, die ersten Trucks Ende 2021 zu verkaufen, hieß es. Ein Jahr später soll dann auch ein Wasserstoff-Truck auf den Markt kommen. Bei beiden Modellen setzt Nikola unter anderem auf Technologie von Bosch.

    Nikola distanziert sich unterdessen weiter von Gründer Trevor Milton. Milton sei zwar nach wie vor der größte Aktionär des Start-ups aus Arizona, doch er sei von allen Entscheidungen ausgeschlossen. „Er ist kein Mitarbeiter mehr, er sitzt nicht mehr im Verwaltungsrat, daher wird er genauso behandelt wie jeder andere Aktionär“, sagte Nikola-Chef Russell im US-Börsensender CNBC.

    Milton ist in den vergangenen Wochen aus verschiedensten Seiten in die Kritik geraten. Hindenburg wirft ihm Wertpapierbetrug vor. Anfang der Woche reichten zwei Frauen eine Klage wegen sexuellen Übergriffen gegen ihn ein. Eine der Frauen ist Miltons Cousine. Die Anschuldigungen liegen jedoch 15 Jahre zurück, als die beiden Frauen 15 Jahre alt waren.

    Girsky und Russell müssen Investoren nun davon überzeugen, dass sie Milton ersetzen können. In einer Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC hatte Nikola im August noch mitgeteilt, dass das Unternehmen „stark abhängig“ von Milton sei. Sollte er das Unternehmen verlassen oder seinen Job nicht mehr ausüben können, „dann würden große Nachteile entstehen.“

    Das Analysehaus Wedbush Securities hatte die Nikola-Aktie nach Miltons Ausscheiden heruntergestuft. Girsky gilt in der Branche jedoch als erfahrener Automanager, was in diesen unsicheren Zeiten bei einigen Experten auch als Vorteil gesehen wird.

    Aufgrund der Pandemie und den längeren Verhandlungen mit GM verschiebt das Start-up seine „Nikola World Conference“, die für den 3. bis 5. Dezember geplant war. Dort wollte der Hersteller eigentlich den Badger Pickup-Truck vorstellen. Ein Ersatztermin wurde noch nicht verkündet.

    Mehr: Chef von Elektro-Lkw-Bauer Nikola tritt zurück – was Zweifel am Geschäftsgebaren der Firma nährt

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    1 Kommentar zu "Elektro-Start-up: Nikola hält an Produktionsplänen fest – Aktie steigt um 15 Prozent"

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    • "GM hätte eigentlich einen Anteil von elf Prozent an Nikola bekommen sollen, als Teil einer strategischen Partnerschaft. Amerikas größter Autohersteller wollte gemeinsam mit Nikola den elektrischen Pickup-Truck Badger produzieren." Die Versprechungen von NIKOLA sind nicht hohl - wenn man ein grosses Gebäude baut, sammelt man auch Geld ein, um die Pläne zu verwirklichen. Das dabei Rangeleien entstehen, ist normal und sollte weder von der Finanzaufsicht oder den Medien falsch bewertet werden. Wir sind es nur nicht gewohnt erstmalig einen Elektro-Truck wie diesen zu bauen und schon kommen die Miesmacher und wollen das Konzept ganz in Frage stellen und den Preis damit runter bringen. Wir brauchen aber JETZT DTINGEND SAUBERE ELEKTROMOBILITÄT und müssen Voranschreiten neueste Technologien, wie auch die Neutrino Technologie in den Markt zu lassen. Der einstige BundesVerkehrsminister a.D., Prof. KRAUSE veröffentlicht dazu aktuell: "Das ewige Licht - Der Beginn eines neuen Zeitalters" Weltbuch Verlag, 224 Seiten, ISBN 978-3-906212-56-2. Die günstigste und sauberste Variante der Energienutzung basiert auf Neutrino Technologie. Eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic kann jetzt möglich werden, denn sie wird die Photovoltaik ergänzen und ablösen, denn sie kann auch in vollkommener Dunkelheit Energie wandeln. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group sind bereit. Die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos ist jetzt machbar. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Sie sind in der Lage, sowohl Geräte als auch einzelne Haushalte und Elektroautos ohne Anschluss an eine zentrale Stromversorgung mit Strom zu speisen.

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