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Elektroauto für Aston Martin Fährt James Bond bald chinesisch?

Der britische Sportwagenbauer Aston Martin kooperiert mit dem chinesischen Technologiekonzern Le Eco, um einen elektrischen Sportwagen zu bauen. Ein Tabubruch, der zum Vorbild für andere werden könnte.
Aston-Martin-Chef Andy Palmer und Lei Ding, Automann des chinesischen Technologiekonzerns Le Eco, enthüllen den Aston Martin Rapide S - der ab 2018 auch elektrisch fahren soll. Quelle: ap
Duo für einen elektrischen Briten

Aston-Martin-Chef Andy Palmer und Lei Ding, Automann des chinesischen Technologiekonzerns Le Eco, enthüllen den Aston Martin Rapide S - der ab 2018 auch elektrisch fahren soll.

(Foto: ap)

FrankfurtNiemals, so tönte der damalige Aston-Martin-Chef Ulrich Bez noch im Jahr 2013, werde James Bond elektrisch fahren. Der satte Motorensound gehört immerhin zur DNA der britischen Sportwagenmarke. Und ein lautloser Geheimagent schien damals undenkbar. „Das Letzte, was ein Sportwagen braucht, ist ein Elektromotor“, erklärte Bez.

Mittlerweile hat Aston Martin mit Andy Palmer einen neuen Chef. Und auch die Einstellung zum Thema Elektroauto hat sich gewandelt. Der Haus- und Hoflieferant von James Bond verkündete am Mittwoch in Frankfurt, bis 2018 einen elektrischen Sportwagen auf der Basis des Rapide S auf die Straße zu bringen. Damit sich die Entwicklungskosten für den kleinen Autobauer stemmen lassen, setzen die Briten auf Hilfe aus Fernost.

Der taiwanische Technologiekonzern Le Eco soll Aston Martin bei der Entwicklung unterstützen. Ein entsprechendes Abkommen sei bereits unterzeichnet, teilten beide Unternehmen mit. Le Eco ist in Europa weitgehend unbekannt, gehört in China aber zu den Größen der Internetwirtschaft. Wie stark die finanzielle Partnerschaft ausfällt, verraten die Unternehmen nicht.

Wie sich Faraday die Zukunft vorstellt
Pinke Bühne auf der Consumer Electronics Show
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Kurz vor Eröffnung der Technologieschau CES in Las Vegas präsentierte Faraday Future sein erstes Konzeptauto. Über den Hersteller war bislang wenig bekannt, außer, dass er Elektroautos bauen will. Und wie Tesla kommt das Unternehmen von außerhalb der Autobranche und agiert von Kalifornien aus ...

(Foto: ap)
Futuristisch, aber auch die Zukunft?
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Der weiße Rennanzug der „Fahrerin“ sollte wohl das saubere Image betonen, das sich der neue E-Autobauer geben will. Faraday Future mit Sitz im Silicon Valley plant nach eigenen Angaben Autos „besser, sauberer und intelligenter“.

(Foto: ap)
Wo ist Bruce Wayne?
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Fehlt eigentlich nur Batman als Fahrer: Das FF Zero1 genannte Konzeptauto wirkt wie ein Fahrzeug aus einem Comic- oder Science-Fiction-Film. Auf öffentlichen Straßen wird der Elektroflitzer in dieser Form wohl kaum rollen.

Typisch Concept Car eben. Wie auch die Abwesenheit ordentlicher Türen. Dafür ist das lächelnde Leuchtband vorne wirklich mal was anderes.

(Foto: ap)
Einstieg, siehe oben
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Wer im FF Zero1 auf dem mittig angeordneten Einzelsitz Platz nehmen will, muss gelenkig sein. Der Einstieg ist nur über das transparente, hier hochgeklappte Cockpitdach möglich. Ob man dabei den Fuß auf den Seitenschweller aufsetzen darf, bleibt ein Geheimnis des Herstellers.

(Foto: Reuters)
Blick ins Cockpit
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Nicht nur die Form des Sitzes ist der Raumfahrt entlehnt – am Steuer sitzt es sich auch wie in einer Raumkapsel. Und so dürfte die Übersicht übers Fahrzeug ausfallen: Ein Ende ist nicht absehbar. Zumindest nicht konventionell.

Laut Faraday sitzt der Solo-Fahrer in einem 45-Grad-Winkel im Schalensitz. Vor dem Start platziert er sein Smartphone im Lenkrad und verbindet es mit dem Auto - über das Mobilgerät kann er das Auto personalisieren.

Außerdem kann er sich auf dem Bildschirm Informationen über das Auto anzeigen lassen - zusätzlich zu denen auf den virtuellen Instrumenten und denen im Head-up-Display.

(Foto: Reuters)
Das Heck kann sich sehen lassen
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Futuristisch: Am Heck hätte nicht nur Batman seinen Spaß, sondern auch Racong-Fans. Man erkennt die typische Push-Rod-Federung und den rot gekennzeichneten Abschlepphaken aus dem professionellen Rennsport. Außerdem sind profillose Slicks aufgezogen. Spoiler und Diffusoren sind bis zum Abwinlen vorhanden, und die Blink-Bremsleuchten sind spektakulär integriert.

Mit dem FF Zero 01 will Faraday Future offensichtlich diejenigen ansprechen, die sich sonst einen McLaren 675LT, einen Koenigsegg Regera oder einen Rimac Concept One kaufen würden.

(Foto: dpa)
Neben den beiden Rücklichtern links und recht leuchtet es beim FF Zero1 auch in der Mitte.
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Das Auto wird von vier Elektromotoren angetrieben, die zusammen eine Leistung von rund 1.000 PS haben. Sie beschleunigen den FF Zero 01 in weniger als 3 Sekunden auf knapp 100 km/h (60 Meilen pro Stunde). Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 320 km/h, sagt der Hersteller.

(Foto: ap)

Doch beide Partner setzen große Ambitionen in das Projekt. „Das Joint Venture ist eine partnerschaftliche Plattform, auf der wir in Zukunft Elektroautos für beide Unternehmen entwickeln wollen“, erklärte Lei Ding, Chef der Automobilsparte von Le Eco. Ding selbst hat Erfahrung in der Kooperation mit westlichen Autokonzernen, arbeitete unter anderem für Joint Ventures von VW und General Motors in China.

Das britisch-chinesische Duo könnte damit zum Vorbild für andere werden. Denn bisher scheitert der Umstieg auf die elektrische Mobilität bei kleinen Autobauern oft an den Entwicklungskosten. Die Chinesen investieren derzeit massiv, um das Elektroauto massentauglich zu machen. Neben Aston Martin will Le Eco auch mit dem taiwanischen Start-up Faraday Future kooperieren. Vor zwei Wochen wechselte der Entwickler des BMW i8, Carsten Breitfeld, zu einem taiwanesischen Joint-Venture.

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