Elektroauto-Pionier Tesla verfehlt Absatzziele

Noch im Oktober hat Elon Musk sein Ziel bekräftigt, 2016 mindestens 80.000 Autos verkaufen zu wollen – geklappt hat es nicht. Die Umstellung auf eine neue Fahrassistenz-Hardware habe die Produktion gebremst.
Update: 04.01.2017 - 12:09 Uhr 1 Kommentar

Tesla durchbricht Garage – Wie weit ist das selbstfahrende Auto?

Palo AltoVerzögerungen in der Produktion bremsen den aufstrebenden Elektroauto-Pionier Tesla aus. Die vom Silicon-Valley- Unternehmer Elon Musk geführte Firma verfehlte im abgelaufenen Jahr ihr Absatzziel. Statt der angepeilten 80.000 bis 90.000 Fahrzeuge lieferte Tesla nur 76.230 aus. Am Aktienmarkt kam dies nicht gut an: Der Kurs sackte am Mittwoch im vorbörslichen Handel um fast zwei Prozent ab.

Das Management sprach von Problemen in der Fertigung im Zusammenhang mit dem Einbau eines neuen Autopiloten. Daher seien im Schlussquartal viele Wagen verspätet zu den Kunden gebracht worden. Mit Verzögerungen hatte der Autobauer schon in der ersten Jahreshälfte zu kämpfen. Finanziell lief es dagegen zuletzt unerwartet gut: Im dritten Quartal wurde zur Überraschung der Börsianer ein Gewinn erzielt.

Neue Bilder von Teslas Megabaustelle
Baustelle in der Wüste
1 von 13

Bei Teslas Gigafactory in der Wüste Nevadas geht der Bau zügig voran. Anfang Januar nahm der Elektroautobauer zusammen mit dem Kooperationspartner Panasonic in Teilen der Fabrik die Fertigung von Lithium-Ionen-Zellen auf. Diese Zellen eines neuen Typs sollen zunächst nur in den Powerwall-Heimspeichern verwendet werden. Die Batterieproduktion für das kommende Elektroauto Model 3 soll in den kommenden Monaten starten. (Stand: Januar 2017)

Foto: Tesla

Deutlicher Baufortschritt
2 von 13

Die im Januar veröffentlichten Luftbilder zeigen den Baufortschritt deutlich. In einigen der errichteten Gebäude wird schon gearbeitet, in anderen die Produktion vorbereitet. Auch der Bau der Gebäude selbst wird noch weitergehen.

(Foto: Tesla)

Die Baustelle vor einem Jahr
3 von 13

Zum Vergleich: So sah es vor einem Jahr in der Wüste bei Reno aus. Damals stand nur ein kleiner Teil der heutigen Anlagen.

Baustelle Gigafactory im Juli 2016
4 von 13

Im Juli 2016 hatte Tesla zur offiziellen Eröffnung erstmals Presse-Fotografen auf das Gelände gelassen. Die Gigafactory wird nach Fertigstellung zu den größten Produktionsstätten weltweit gehören.

Eröffnungsfeier vor der Fertigstellung
5 von 13

Im Juli waren erst 14 Prozent der Anlage in Betrieb. Dennoch hatte Tesla-Gründer Elon Musk Ende Juli zur Eröffnungsfeier geladen – einige Tage vorher durften sich bereits Journalisten und Fotografen auf dem Fabrikgelände umsehen. Voll in Betrieb soll die Anlage erst 2018 sein. Bis dahin wird an allen Ecken und Enden gebaut.

Vom Nischen- zum Massenhersteller
6 von 13

Auch wenn es noch nicht so aussieht: Diese Halle ist einer der Grundpfeiler der Strategie von Elon Musk, mit der er Tesla von einem Nischen- zu einem Massenhersteller machen und ganz nebenbei dem Elektroauto zum Durchbruch verhelfen will.

Eigene Batterien sind unerlässlich
7 von 13

Die eigenen Batterien sind unerlässlich, wenn Tesla mit dem Model 3 (im Bild ein ausgestellter Prototyp) in diesem Jahr die Massen mobilisieren soll. Zum einen, weil momentan gar nicht genügen Akkus für die angepeilten Stückzahlen des Model 3 zugekauft werden könnten. Zum anderen, weil sie schlichtweg zu teuer wären. Der angekündigte Preis von 35.000 Dollar für den Wagen wäre nicht zu halten.

Musk verfolgt mit Tesla sehr ehrgeizige Ziele und treibt damit die deutschen Autohersteller vor sich her. 2018 will das kalifornische Unternehmen eine halbe Million Fahrzeuge produzieren. Dazu rüstet es derzeit massiv auf. Im November gab es den Kauf der deutschen Firma Grohmann bekannt, die Anlagen für die automatisierte Fertigung herstellt. Zudem baut Tesla im US-Bundesstaat Nevada eine fünf Milliarden Dollar teure Batteriefabrik.

Der Konzern will alle neuen Modelle mit Geräten für die fahrerlose Steuerung ausrüsten. Er ringt mit zahlreichen Rivalen darum, als erster selbstfahrende Autos auf die Straßen zu bringen. Zuletzt gab es aber einen Rückschlag, nachdem in den USA und China zwei tödliche Unfälle mit dem bereits eingesetzten Tesla-Autopiloten bekanntgeworden waren.

1050 PS – Dieser Wagen soll Tesla in die Enge treiben

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Elektroauto-Pionier - Tesla verfehlt Absatzziele

1 Kommentar zu "Elektroauto-Pionier: Tesla verfehlt Absatzziele"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%