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Elektroauto-Studie Deutschland wird abgehängt

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China fährt voran
Die größten Premium-Autobauer der Welt
Platz 14: Tesla
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Der Elektrofahrzeughersteller konnte seine Absatzzahlen im vergangenen Jahr um satte 75 Prozent steigern auf 50.500 Autos. Allerdings sind die Absatzzahlen teuer erkauft. Denn Tesla verdient an seinen Fahrzeugen bisher keinen einzigen Cent. Doch die Erwartungen sind umso höher. Bereits jetzt wird Tesla an der Börse mit einer halb so hohen Marktkapitalisierung wie BMW gehandelt. Mit dem Unterschied, dass BMW bereits jetzt knapp zwei Millionen Autos allein im Premiumsegment absetzt.

(Foto: AFP)
Platz 13: Jaguar
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Die traditionelle englische Nobelmarke hat ihren seniorenhaften Stil abgelegt. Die neuen Fahrzeuge von Jaguar sind modern, laut und sportlich. Der Strategieschwenk lohnt sich. 2015 verkaufte der Autokonzern 84.000 Fahrzeuge. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von drei Prozent.

(Foto: Reuters)
Platz 12: Lincoln
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Die amerikanische Luxusautomarke produzierte für zahlreiche US-Präsidenten die Staatskarosse. Roosevelt, Truman, Eisenhower, Kennedy und Bush Senior ließen sich mit den Limousinen von Lincoln kutschieren. 2015 stieg der Absatz um 7,1 Prozent auf 101.000 Fahrzeuge.

(Foto: AFP)
Platz 11: Cadillac
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In Europa hat Cadillac einen schweren Stand. In den 1990er-Jahren zog sich die Marke fast komplett aus dem europäischen Markt zurück. Mittlerweile fahren Cadillacs wieder über die Straßen des alten Kontinents. Auch in Deutschland begegnet man hin und wieder den auffällig designten Fahrzeugen. Allerdings hält sich der Erfolg in Grenzen. 2015 sank der Absatz um 0,9 Prozent auf 175.000.

(Foto: Reuters)
Platz 10: Acura
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Hondas Sport- und Premiumableger Acura wird mit derselben Strategie vertrieben, wie die Nobelableger von Toyota (Lexus) und Nissan (Infiniti). Seit 2006 verkauft Acura seine Autos auch in China. Der Absatz lag im vergangenen Jahr bei 177.000 Fahrzeugen.

(Foto: dpa)
Platz 9: Infiniti
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Der Hauptsponsor des Formel-1-Teams von Red Bull versucht den etablierten Premiummarken Audi, BMW und Mercedes Marktanteile abzuknöpfen und will vor allem in Europa Fuß zu fassen – mit durchwachsenem Erfolg. 2015 wurden gerade einmal 215.000 Fahrzeuge verkauft. Immerhin lässt die Wachstumsrate hoffen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Absatz um 16 Prozent.

(Foto: AFP)
Platz 8: Porsche
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Satte 19 Prozent mehr Fahrzeuge wurde Porsche im Jahr 2015 los. Insgesamt verkaufte der Hersteller von Supersportwagen 225.000 Fahrzeuge. Vor allem die SUVs Cayenne und Macan peppen die Bilanz der Stuttgarter auf.

(Foto: dpa)

Innerhalb eines Jahres haben sich die Zulassungszahlen von Elektroautos auf dem chinesischen Markt verdreifacht. Öffentliche Subventionen und eine bevorzugte Behandlung bei der Zulassung, machen den elektrischen Antrieb für die Chinesen immer attraktiver. Die Zahl der Ladestationen wird sukzessive ausgebaut. So wurden im Jahr 2015 rund 188.000 Elektrofahrzeuge in China zugelassen – damit hat das Land auch die USA als Leitmarkt der elektrischen Mobilität überholt.

Anders als im Volumenmarkt verkaufen sich in China vor allem einheimische Elektroautos. Marktführer ist der Autobauer BYD mit seinen Plug-in-Hybriden Qin und Tang, die zusammen 50.000 Mal verkauft wurden – also mehr als doppelt so oft wie alle Elektroautos in Deutschland zusammen. Das meistverkaufte reine Elektroauto in China ist der Kundi EV von Geely.

Erst auf Platz 15 landet in der elektrischen Verkaufsstatistik der erste ausländische Autobauer. Es ist der US-Pionier Tesla mit rund 4.500 verkauften Model S. Denza, das deutsch-chinesische Joint Venture von BYD und Daimler, liefert mit 2.900 verkauften Autos dagegen eine eher enttäuschende Bilanz ab.

Nach Ansicht von Autoprofessor Bratzel sollte die Entwicklung in Fernost die deutschen Hersteller alarmieren. „China ist bereits ein gutes Stück vorangekommen, um neben dem Leitmarkt künftig auch zum globalen Leitanbieter für Elektromobilität zu werden“, sagt er. Künftig könnten die Chinesen ihre Autos auch auf den Weltmarkt bringen.

Dabei scheint die Gefahr für die angestammten Autobauer bei den derzeitigen Marktanteilen der Elektroautos noch überschaubar. Alleine VW verkauft in einem Monat doppelt so viele Verbrenner wie alle Elektroauto-Hersteller weltweit zusammen im Jahr. Doch in den kommenden Jahrzehnten sollen die elektrischen Alternativen immer wichtiger werden, prognostiziert das CAM. Ab 2020 soll der Absatz der Elektroautos deutlich an Fahrt gewinnen. Mit neuen Batterien dürften die Modelle deutlich günstiger werden und mehr Reichweite als bisher bieten.

Im Jahr 2025 soll der Anteil bereits auf 7,5 Prozent (konservative Schätzung) beziehungsweise 15 Prozent (optimistische Schätzung) steigen. Ab dem Jahr 2030 soll der Anteil auf bis zu 30 Prozent steigen, sagen die Wissenschaftler voraus.

Kein Wunder, dass auch die deutschen Autobauer verhindern wollen, dass das Geschäft vollständig an ihnen vorbei geht. Die bayrische Initiative kommt spät – doch womöglich noch rechtzeitig.

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