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Elektroautobauer Elon Musk legt in China Grundstein für erste Tesla-Fabrik außerhalb der USA

Nach vier Jahren Planung beginnt Tesla mit dem Bau einer Fabrik in China. Doch der Zeitpunkt für die Grundsteinlegung könnte kaum ungünstiger sein.
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Tesla-CEO Elon Musk bei der Eröffnungszeremonie in Schanghai. Quelle: Reuters
Tesla

Tesla-CEO Elon Musk bei der Eröffnungszeremonie in Schanghai.

(Foto: Reuters)

Schanghai Der Elektroautohersteller Tesla hat den Grundstein für seine erste Fabrik außerhalb der USA gelegt. Vorstandschef Elon Musk veröffentlichte am Montag auf Twitter Fotos der Zeremonie. Bereits im Sommer sollen die ersten Fabrikwände hochgezogen werden, heißt es im Tweet von Musk, für Ende des Jahres plant er den dort Produktionsstart des Model 3.

Die Grundsteinlegung in China ist das Resultat jahrelanger Verhandlungen mit chinesischen Behörden. Tesla hat sich mit der Lokalregierung in Schanghai auf einen Vorvertrag geeinigt, der vorsieht, eine Fabrik zu bauen, in der bis zu 500.000 Fahrzeuge pro Jahr gebaut werden können.

Für die Gigafactory 3 hat sich Tesla in der Region Schanghai ein 81 Hektar großes Areal für 140 Millionen Dollar gesichert. Im ersten Jahr sollen aus der Fabrik in China 250.000 Fahrzeuge des Typs Model 3 und des geplanten Model Y rollen.

Mit der Grundsteinlegung in China eröffnet Tesla ein neues Kapitel in seiner Geschichte als Autounternehmen. Allerdings ist der Zeitpunkt denkbar schlecht gewählt. Denn der Handelskonflikt zwischen China und den USA belastet das politische und wirtschaftliche Verhältnis zwischen den beiden Ländern. Außerdem deuten viele Kennzahlen auf ein schwächeres Wirtschaftswachstum in China hin. Der Konjunkturknick macht sich bei den Autokäufen bemerkbar.

So schrumpfte Chinas Automarkt im vergangenen Jahr erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten, was sich auch in den Bilanzen der deutschen Autobauer niederschlägt. Daimler und BMW mussten ihre Prognosen für die kommenden Jahre teils deutlich nach unten korrigieren.

Dennoch dürfte die Fabrik in China außerordentlich wichtig für Tesla werden. Denn in den USA – bislang Teslas größter Absatzmarkt – muss das Unternehmen mit einer schrumpfenden Nachfrage rechnen, nachdem dort die steuerlichen Vergünstigungen für Elektroautos deutlich reduziert wurden. Um dem entgegenzuwirken, hat der Autobauer bereits die Preise aller Modelle in den USA um 2000 Dollar reduziert.

Musk könnte mit einer chinesischen Produktion zudem Strafzöllen aus dem Weg gehen, die die USA und China im Zuge des Handelskrieges gegeneinander verhängt haben. So ließen Strafzölle auf Autos aus US-Produktion die Verkäufe von Tesla in China einbrechen. Im Oktober 2018 verkaufte der US-Autobauer lediglich 211 Fahrzeuge in China, im November 393. Im Juni waren es noch mehr als 3500.

  • Bloomberg
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