Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Elektroautobauer Lieferprobleme ins Ausland drücken Tesla-Absatz im ersten Quartal

Der Absatz aller Modelle ist im Vergleich zum Vorquartal um 31 Prozent zurückgegangen. Das liegt auch an stockenden Exporten. Die Aktie fällt stark.
Update: 04.04.2019 - 15:36 Uhr 1 Kommentar
Tesla liefert im ersten Quartal 31 Prozent weniger Autos aus Quelle: imago/ZUMA Press
Model 3

Das Model 3 ist der Hoffnungsträger von Musk.

(Foto: imago/ZUMA Press)

San Francisco, Düsseldorf Der Elektroautobauer Tesla verlässt eine Hölle und betritt die nächste. Hatte der Elektroautobauer in den vergangenen Jahren mit der Produktion zu kämpfen, die Tesla-Chef Elon Musk als „Produktionshölle“ bezeichnete, sieht sich das Unternehmen nun einer „Auslieferungshölle“ ausgeliefert.

So haben logistische Hürden beim Export des neuen Tesla-Modells nach Europa und China sowie eine schwindende Nachfrage nach den älteren Modellen dem US-Elektroautobauer einen Absatzrückgang eingebrockt. Im ersten Quartal rollten 63.000 Fahrzeuge zu den Kunden, wie Tesla in der Nacht zum Donnerstag mitteilte.

Das waren 31 Prozent weniger als im vierten Quartal. Mit 50.900 blieb die Zahl der an die Kunden gebrachten Model 3 deutlich hinter der Markterwartung zurück, die schon wegen der Einfuhrprobleme in den Häfen Zeebrugge in Belgien und Schanghai gedämpft war. Tesla zufolge hingen dort Ende März noch 10.600 verkaufte Fahrzeuge fest.

Zum Handelsstart am Donnerstag geriet die Aktien von Tesla stark unter Druck. Die Papiere rutschten an der New Yorker Börse um mehr als 9,4 Prozent ab.

Während das preisgünstige Volumenmodell der Kalifornier, Model 3, nicht richtig in Fahrt kam, schwand die Nachfrage nach den älteren Modellen, der Limousine Model S und dem SUV Model X. Davon schlug Tesla mit 12.100 Exemplaren weniger als halb so viele los wie im Schlussquartal 2018. Trotzdem bekräftigte der Elektroautopionier seine Absatzprognose von 360.000 bis 400.000 Fahrzeugen im Gesamtjahr.

Einige Analysten machen dahinter ein Fragezeichen, weil die Konkurrenten vor allem aus Deutschland aufgeholt haben. So kommt Mitte des Jahres das erste Elektro-SUV der neuen Daimler-Marke EQC auf den Markt. Im kommenden Jahr folgen BMW mit dem ix3 und als direkter Model-3-Konkurrent von Volkswagen der ID Neo, der ein Massenprodukt werden soll wie der VW Golf.

Für das erste Quartal hatte Tesla-Chef Elon Musk bereits einen Verlust angekündigt. „Wir haben nur die Hälfte der angepeilten Anzahl an Autos zum 21 März, also zehn Tage vor dem Ende des ersten Quartals, ausgeliefert“, heißt es in einer Pressemitteilung von Tesla. „Aus diesem Grund werde eine Hohe Anzahl an Auslieferungen in das zweite Quartal verschieben.“

Interne E-Mails von Elon Musk an seine Mitarbeiter, über die „Business Insider“ im März berichtete, zeigten, wie wichtig das erste Quartal für den Tesla-Chef ist. Demnach appellierte er an jeden Mitarbeiter, dass bis zum Ende des ersten Quartals am 31. März, die Auslieferung der Autos oberste Priorität haben solle.

Laut Musks Mail müsse Tesla im ersten Quartal eine der größten Herausforderungen der Unternehmensgeschichte stemmen und fügte hinzu, dass sich diese im zweiten Quartal nicht wiederholen würden.

Zur Vorstellung des neuen SUV-Autos Model Y Mitte März, hatte Musk zudem erklärt, dass sich Tesla von der selbstbezeichneten Produktionshölle in eine „Auslieferungshölle“ verwandelt habe.

Doch die aktuellen Zahlen zeigen, dass auch die Produktion in den ersten drei Monaten des Jahres zurückgegangen ist: Sie sank um 10,9 Prozent auf 77.100 Autos nach 86.555 im vorangegangen Vierteljahr. Vom Model 3 liefen mit 62.950 Stück etwas mehr vom Band als im Vorquartal.

Tesla schließt zudem einen großen Teil seiner Verkaufsräume, baut Stellen ab und erhöhte die Preise um drei Prozent, um das Model 3 wie versprochen zum Basispreis von 35.000 Dollar verkaufen zu können.

Der Tesla-Chef hat sich unterdessen neuen Ärger mit der US-Börsenaufsicht SEC eingehandelt. Ein Tweet von Musk mit einer neuen Jahresproduktionszahl ohne eine förmliche Veröffentlichung an die Börse war nach Auffassung der Behörde ein Verstoß gegen Auflagen.

Diese waren im vergangenen Jahr verhängt worden, weil Musk börsenrelevante Informationen über teils inhaltlich verwirrende Kurznachrichten verbreitete. Am Donnerstag sollen Musks Anwälte mit der SEC vor Gericht über den Fall verhandeln.

Mit Agenturmaterial

Startseite

Mehr zu: Elektroautobauer - Lieferprobleme ins Ausland drücken Tesla-Absatz im ersten Quartal

1 Kommentar zu "Elektroautobauer: Lieferprobleme ins Ausland drücken Tesla-Absatz im ersten Quartal"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Seit TESLA im Autosektor mitredet, kann man folgendes Fazit erkennen.:
    In Abänderung eines alten deutschen Werbespruchs: Er läuft und läuft,und läuft und läuft, und läufr, und läuft.............
    kann man bei TESLA schrieben Man (Er) verspricht, und verspricht, und verspricht......

Serviceangebote