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Elektroautobauer US-Börsenaufseher laden offenbar alle Tesla-Vorstände vor – Aktie knickt ein

Die US-Börsenaufsicht fordert von Elon Musk Berichten zufolge eine gerichtliche Auskunft. An der Wall Street knickt daraufhin die Aktie ein.
Update: 16.08.2018 - 07:34 Uhr Kommentieren
Tesla-Chef Elon Musk kann auf Milde der Börsenaufsicht SEC hoffen Quelle: AFP
Tesla

Die Finanzierung sei für das „Delisting“ gesichert, schrieb der 47-Jährige in der Aufsehen erregenden Kurzmitteilung.

(Foto: AFP)

Düsseldorf, San FranciscoElon Musk gerät weiter unter Druck: Nachdem der Tesla-Chef mit einem Tweet die Börsenabgangspläne für sein Unternehmen öffentlich gemacht hat, drohen nun Konsequenzen. Die US-Börsenaufsicht SEC hat dem Elektrowagenhersteller offenbar eine Vorladung geschickt. Das berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person.

Die SEC wolle von jedem der neun Vorstandsmitglieder Informationen über einen potenziellen Börsen-Rückzug, heißt es in dem Zeitungsbericht. Zunächst hatte der Sender Fox Business News über eine Vorladung berichtet. „Die SEC (US-Börsenaufsicht) setzt in seiner Untersuchung von Teslas Privatisierungsplänen einen drauf; lädt Tesla wegen der Privatisierungspläne und Musks Statement zur „gesicherten Finanzierung“ vor, schrieb Fox-Sprecher Charlie Gasparino. Die Vorladung signalisiere, die Untersuchungen habe ein „offizielles“ Level erreicht.

Einen Kommentar verweigerten am Mittwochabend sowohl das Unternehmen als auch die Behörde.

Nach Bekanntwerden der Meldung gab die Tesla-Aktie zwischenzeitlich um mehr als vier Prozent nach. Die Nachrichten der vergangenen Tage hatten Tesla-Investoren bereits eine Achterbahnfahrt beschert, was die Unsicherheit über den künftigen Kurs des Unternehmens laut Analysten erhöht.

Die SEC hatte eine Untersuchung eingeleitet, nachdem Musk am 7. August via Twitter Investoren mit Gedankenspielen über einen möglichen Börsenrückzug bei einem Aktienkurs von 420 Dollar überrascht hatte. Er habe bereits die Finanzierung gesichert, um sämtliche Tesla-Aktien von Teilhabern zu kaufen, die zum Abstoß der Papiere bereit wären.

Die SEC-Vorladung wurde als Zeichen gewertet, dass Aufseher nun formale Untersuchungen zum Wahrheitsgehalt von Musks Tweet gestartet haben.

Der Vorstand von Tesla hat noch keine Finanzierungsdetails bestätigt. Allerdings hatte Musk in einem Blog-Post zusätzliche Details veröffentlicht und angefügt, dass Investitionen aus dem saudi-arabischen Staatsfonds nahezu gesichert seien. Der Deal würde aus Sicht von Analysten zwischen 25 und 50 Milliarden Dollar erfordern.

Unterdessen hat Goldman Sachs in einer Mitteilung bekannt gegeben, nun als Finanzberater „in Verbindung mit einer für Tesla-Werte fundamentalen Angelegenheit“ tätig zu sein, berichtete Bloomberg News am Mittwoch. Zudem habe man die Bewertungen über den Autohersteller eingestellt.

Goldman Sachs werde weiterhin seine Gewinnschätzungen für Tesla bereitstellen. Ein Sprecher bestätigte die Ankündigung, lehnte eine weitere Stellungnahme aber ab. Zuvor hatten die Analysten von Goldman Sachs, allen voran David Tamberrino, zu den schärferen Kritikern Teslas an der Wall Street gehört.

Die Ankündigung des Geldinstituts kommt zwei Tage, nachdem Musk getwittert hat, dass er mit der Bank und der Private Equity Firma Silver Lake als Finanzberater an seinem Privatisierungsplan arbeite. Goldman Sachs hatte zum Zeitpunkt des Tweets noch nicht offiziell unterschrieben, hatte der Sender am Dienstag berichtet.

Die SEC untersucht, ob Musk Informationspflichten verletzt hat. Einige Investoren haben ihn wegen seiner überraschenden Ankündigung verklagt.

Unklar ist derzeit noch, in welcher Form Tesla bei der Börsenaufsicht vorstellig werden müsste. Der englische Begriff „Subpoena“ kann sowohl eine Vorladung zur mündlichen Anhörung bedeuten, als auch eine ausführliche schriftliche Stellungnahme. So oder so handelt es sich um eine rechtlich verbindliche und strafbewährte Anordnung. Im Kern geht es demnach allgemein um die Kommunikation der Delisting-Pläne, als auch speziell um Musks Äußerung zu einer „gesicherten Finanzierung“ dieses Schritts.

Mit Agenturmaterial

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