Elektroautos Daimler will den elektrischen Smart in China bauen

Bis 2025 sollen in China sieben Millionen Elektroautos pro Jahr verkauft werden. Um den E-Smart konkurrenzfähiger zu machen, prüft Daimler nun den Bau vor Ort.
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Der Smart könnte schon bald auch in China vom Band laufen.
Elektrischer Smart

Der Smart könnte schon bald auch in China vom Band laufen.

DüsseldorfAuf den Straßen der chinesischen Mega-Metropolen staut sich der Verkehr, die Luft ist schlecht. Ein elektrischen Kleinstwagen wie der Smart könnte diese Probleme lösen.

Doch bislang hält sich die Nachfrage in China nach dem Auto in Grenzen. Denn der Preis für die importierten Elektro-Kleinwagen ist noch nicht konkurrenzfähig. Um die Nachfrage anzuschieben, denkt Daimler darüber nach, den elektrischen Smart in China zu bauen, berichtet nun die Finanzagentur Bloomberg unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Demnach sei Daimler bereits in Verhandlungen mit dem langjährigen chinesischen Partner BAIC, um ein gemeinsames Joint-Venture zur Smart-Produktion aufzubauen. Bereits im März hatte Daimler sich mit vier Prozent an der BAIC-Tochter Beiijng Electric Vehicle (BJEV) beteiligt, um weitere Kooperationsmöglichkeiten auszuloten.

Der Konzern weist die Verkäufe der Marke für den chinesischen Markt zwar nicht separat aus, doch allzu hoch dürften sie nicht ausgefallen sein. Weltweit hatte Smart im vergangenen Jahr 135.000 Fahrzeuge verkauft – rund sieben Prozent weniger als im Vorjahr.

Bisher wurden alle Autos von Smart in China importiert. Die neue China-Kooperation soll die Modelle nicht nur günstiger machen, sondern die Daimler-Marke auch vor den Risiken möglicher Handelskonflikte schützen.

Bisherige Elektro-Kooperationen von Daimler in China waren allerdings nur bedingt erfolgreich: Gemeinsam mit dem chinesischen Autokonzern BYD baut Daimler seit 2012 die Submarke Denza für den chinesischen Markt. Von 2014 bis 2017 konnte die Marke im Millionenmarkt aber nur rund 10.000 Autos absetzen.

Das trübt die elektrischen Ambitionen der Schwaben für die kommenden Jahre aber nicht: Bereits im Februar hatte Daimler gemeinsam mit BAIC angekündigt, rund 1,5 Milliarden Euro in ein neues Werk in Peking zu investieren. 2019 sollen hier die ersten Elektroautos der neuen Submarke EQ vom Bank laufen.

Auf diese E-Autos fahren die Deutschen ab
Platz 10: VW e-Up
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Auf Platz zehn schafft es der VW e-Up. Ganze 372 Käufer entschieden sich in den ersten vier Monaten 2018 für den rein elektrisch angetriebenen Kleinwagen mit 82 PS Leistung und rund 160 Kilometern Reichweite.

Platz 10: VW e-Up
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Mit einem Preis von 26.900 Euro ist das kleinste Elektroauto aus dem VW-Konzern allerdings auch mehr als doppelt so teuer wie die Verbrennervarianten des Kleinswagen.

Platz 9: Hyundai Ionic Elektro
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455 Käufer entschieden sich für den alternativ angetriebenen Koreaner, den es auch als Hybrid und Plug-In-Hybrid gibt. Die Elektroversion mit Strom für 250 Kilometer nimmt Batteriefahrzeuge wie Chevrolet Bolt oder Nissan Leaf ins Visier, die Plug-In-Version mit 51 Kilometern elektrischer Reichweite zielt vor allem auf den VW Golf GTE, der konventionelle Hybrid ist speziell auf den Gegner Toyota Prius zugeschnitten.

Platz 8: Tesla Model S
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Mit dem Tesla Model S schafft es auch ein Oberklassewagen in die Top Ten. 544 Käufer entschieden sich für das Model, das in 2,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt...

Platz 8: Tesla Model S
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Das Einstiegsmodells S 60 ist mittlerweile Geschichte. Wer Model S fahren will, muss auch ordentlich Geld dafür hinlegen. Das S 70 beginnt bei 82.700 Euro, hat aber auch nur eine 70 kWh-Batterie. Das mit 469 PS deutlich stärkere Spitzenmodell P 90 D kostet ab 124.300 Euro. Wird das „Beschleunigungs-Upgrade“ (539 PS) für ultimative Beschleunigung geordert, verteuert sich der Allradler sogar auf stolze 135.400 Euro.

Platz 7: Nissan Leaf
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In der Top Ten der meistverkauften E-Mobile finden sich auch Fahrzeuge jenseits der Kleinwagenklasse. Das meistverkaufte Elektroauto der Welt, der Nissan Leaf, findet sich mit 636 Neuzulassungen auf Platz sieben wieder.

Platz 6: Smart Forfour Electric Drive
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Mit dem Smart Forfour ED bringt Smart auch einen Viersitzer mit Elektroantrieb auf den Markt. Mit einem 17,6-kWh-Akku schafft das Auto laut Hersteller 155 Kilometer Reichweite. Mit 1.058 Neuzulassungen in diesem Jahr liegt das Modell auf Platz sechs.

Auch Konkurrent BMW hatte zuletzt angekündigt, das Geschäft mit elektrischen Kleinwagen im Reich der Mitte auszubauen. Im Juli hatten die Münchener darum die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem chinesischen Hersteller Great Wall verkündet. In Zukunft soll der elektrische Mini auch in China vom Band laufen.

Die großen Investitionen der deutschen Premiumriesen kommen nicht überraschend: China ist schon heute der größte Elektroautomarkt der Welt. Ab 2019 müssen Hersteller im Land zudem bestimmte Quoten für den Anteil elektrischer Antriebe erfüllen, was dem Markt zusätzlichen Schub geben dürfte. Bis 2025 soll die Zahl der verkauften in Elektroautos auf sieben Millionen steigen. Das wären etwa zehn Mal so viele wie heute.

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