Elektroautos zur Miete Tesla will mit Sixt kooperieren

Um auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen will der Elektroauto-Hersteller Tesla mit dem Sixt-Konzern zusammenarbeiten. Mit Leasing-Angeboten soll den deuten Kunden das Tesla Model S schmackhaft gemacht werden.
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Tesla Model S neben einer Supercharger-Ladestation: Das Netz an Ladesäulen soll Tesla in Europa zum Durchbruch verhelfen – und die Kooperation mit Sixt. Quelle: AFP

Tesla Model S neben einer Supercharger-Ladestation: Das Netz an Ladesäulen soll Tesla in Europa zum Durchbruch verhelfen – und die Kooperation mit Sixt.

(Foto: AFP)

MünchenDer Elektroauto-Hersteller Tesla will auf dem deutschen Markt auch mit Hilfe von Leasing-Angeboten Fuß fassen. Das Unternehmen werde gemeinsam mit dem deutschen Autovermieter-Konzern Sixt ein entsprechendes Projekt starten, sagte Tesla-Chef Elon Musk am Donnerstagabend in München.

Musk setzt große Hoffnungen auf den deutschen Markt und will ab Ende 2014 rund 10.000 Fahrzeuge pro Jahr verkaufen. Die Leasingrate bezifferte er auf 500 Euro. Damit liegt der Preis etwas über dem Leasingpreis der Basisvarianten eines BMW 5er.

Der aktuelle Tesla-Wagen Model S kostet in Europa mehr als 70.000 Euro. In etwa drei Jahren soll der Preis bei einem Mittelklasse-Modell aber auf 35.000 Dollar gedrückt werden. Auf der Automesse IAA hatte Tesla im vergangenen Jahr zudem den Aufbau eines europäischen Netzes von Ladestationen angekündigt.

Auf der Automesse in Detroit verkündete Jerome Guillen, bei Tesla verantwortlich für den globalen Vertrieb, einen neuen Rekordabsatz. Ganze 6900 Fahrzeuge lieferte das Unternehmen im vierten Quartal 2013 aus, zwanzig Prozent über den selbstgesteckten Vorgaben. So soll es 2014 weitergehen, sagte Guillen und sprach vom „Wachstum ohne Wenn und Aber“. Die Aktie von Tesla sprang nach der Verkündigung um 15 Prozent nach oben.

Ein Blick in Teslas Model S
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Sieht so die Zukunft aus? Das Tesla Model S setzt neue Maßstäbe in Sachen Beschleunigung und Reichweite von batteriebetriebenen Elektroautos. Und die Limousine macht in der getesteten Performance-Variante (Grundpreis: 91.200 Euro, Standard mit geringerer Leistung und Reichweite ab 68.000 Euro) auch richtig Spaß. Handelsblatt Online ist intensiv Probe gefahren...

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Dezent und modern – die LED-Scheinwerfer und die schwarz abgesetzte Front fügen sich sehr gut ein in das zurückhaltend elegante Erscheinungsbild, das absolut in die europäische Oberklasse passt. Mit einer Breite von 2,19 Metern ist der Tesla allerdings breiter als jede S-Klasse.

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Besonders das Tesla-Logo ist bisher meist nur Autointeressierten bekannt. Benannt ist die Marke nach dem US-Physiker Nikola Tesla. Dieser hatte einst das Gleichstromsystem von Thomas Edison durch ein effektiveres Wechselstromsystem ersetzt.

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Die Kofferraumklappe fällt relativ groß aus. Mit einer Länge von 4,97 Metern und einem Radstand von 2,96 Metern liegt der Tesla souverän auf der Straße.

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Schon die Türen im Tesla sind einzigartig. Die Türgriffe versinken während der Fahrt und im Parkmodus in der Tür - und sorgen so für einen besonders niedrigen Luftwiderstand. Nähert man sich dem Auto, fahren sie automatisch wieder aus. Allerdings haben sie keine Sensoren und können beim automatischen Einfahren auch die Finger einklemmen - das sind halt Kinderkrankheiten der ersten Model S-Generation.

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Standardmäßig fährt das Model S auf 19-Zoll-Felgen mit Goodyear-Bereifung. Gegen 4.600 Euro Aufpreis sind wie beim Testwagen auch 21-Zoll-Felgen in Silber und grau erhältlich, die mit zwei Zentimeter breiteren Michelin-Sportreifen bezogen werden.

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Anders als in den USA verfügen die europäischen Teslas über einen Typ 2 Anschluss, der mit den meisten öffentlichen Ladestationen kompatibel ist. Darüber hinaus kann der Tesla an jeder haushaltsüblichen Steckdose geladen werden - allerdings deutlich langsamer.

Wenig gut scheint es in Deutschland zu laufen, wo Tesla seit vier Monaten das Model S anbietet. Gefragt nach Berichten über einen schleppenden Absatz in dem Schlüsselmarkt, stritt Guillen diese nicht ab. Allerdings sei baldige Besserung in Sicht, Tesla würde jetzt Showräume und Servicezentren eröffnen und ein Netz von Schnellauflade-Stationen in Betrieb haben.
Auf der Strecke von Amsterdam bis Genf können Tesla-Fahrer gratis rund 80 Prozent der Batterie in einer halben Stunde wiederaufladen. Auch gäbe es laut Guillen jetzt Finanzierungspakete für den Kauf eines Model S, der je nach Ausstattung und Batteriestärke ab 71.000 Euro kostet. Mit einem neuen Leasingangebot soll der Absatz auch in Europa Fahrt aufnehmen.

Rückenwind ist auch durch die Erweiterung der Modellpalette zu erwarten: Noch in diesem Jahr will Tesla die Produktion des Model X aufnehmen. Für das dritte Modell des Elektropioniers, ein SUV-Crossover, liegen bereits 6000 Bestellungen vor. Preislich und technisch soll sich der Siebensitzer mit Flügeltüren auf dem Niveau des Model S bewegen. Im Gegensatz zu anderen Herstellern kommt Tesla auf eine rein elektrische Reichweite von bis zu 480 Kilometern.

  • dpa
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2 Kommentare zu "Elektroautos zur Miete: Tesla will mit Sixt kooperieren"

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  • ...und die maximale Reichweite nach NEFZ beträgt 502 km und nicht 480 ... relativ schlecht recherchiert dieser Artikel. Zudem werden die Leasing-Raten wohl nicht 500 Euro betragen, sondern nach Abzug der Vorteile durch Sprit- und Steuerersparnis kommt man auf Ausgaben von 500 Euro im Monat.

  • Der Einstiegspreis ist 65.740 und nicht 71.000

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