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Elektromobilität Feststoffbatterie-Hersteller Solid Power geht an die Börse – und bekommt hohe Bewertung

Der Batteriepartner von BMW und Ford schafft es über einen sogenannten Spac durch die Hintertür an die Börse. Die Aktionäre der Unternehmenshülle reagieren enttäuscht.
15.06.2021 Update: 15.06.2021 - 15:56 Uhr 1 Kommentar
Feststoffbatterien gelten in der Autobranche als Zukunftstechnologie. Quelle: via REUTERS
Batteriezellen von Solid Power

Feststoffbatterien gelten in der Autobranche als Zukunftstechnologie.

(Foto: via REUTERS)

Düsseldorf Feststoffbatterien sind die große Hoffnung der Autohersteller. Die neue Technologie soll Elektroautos schnellere Ladezeiten und größere Reichweiten ermöglichen. Solid Power gilt als eines der interessantesten Start-ups in dem Bereich. BMW und Ford kooperieren mit der Firma aus Colorado, erst vor wenigen Wochen investierten sie in die Firma.

Jetzt nutzt Solid Power die Gunst der Stunde und geht durch die Hintertür an die Börse. Das US-Unternehmen kündigte am Dienstag eine sogenannte Spac-Transaktion an. In dem Geschäft wird Solid Power mit etwa 1,2 Milliarden Dollar bewertet. Ein Spac („Special Purpose Acquisition Company“) ist eine bereits gelistete Unternehmenshülle, die mit einem nicht notierten Konzern fusioniert – bei Solid Power handelt es sich um die US-Firma Decarbonization Plus Acquisition Corporation III.

Damit erzielt Solid Power eine hohe Bewertung. Das Start-up rechnet in diesem Jahr mit nur zwei Millionen Dollar Umsatz, der 2025 auf 33 Millionen Dollar steigen soll. Die Aktionäre des Spac reagierten enttäuscht: Die Aktie fiel am Dienstagnachmittag um acht Prozent.

Konkurrent Quantumscape sorgte vor einigen Monaten für Furore, als er per Spac an die Börse ging und in der Spitze eine Bewertung von 50 Milliarden Dollar erzielte. Trotz eines starken Kursverfalls kommt die kalifornische Firma mit engen Beziehungen zu Volkswagen immer noch auf eine Marktkapitalisierung von rund zehn Milliarden Dollar.

Feststoffbatterien enthalten keine Flüssigkeiten wie herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien, sondern feste Elektrolyte. Zu den Vorteilen gehört neben einer höheren Energiedichte auch eine geringere Brennbarkeit. Solid Power zufolge können die Batterien anderthalbmal so viel Energie speichern wie herkömmliche Akkus.

Allerdings ist die Technologie auch teurer. Zudem liegen bislang nur wenige Erfahrungen aus dem Praxiseinsatz vor. Das größte Problem aber ist die Massenfertigung, denn die Materialien sind brüchig und schwer zu verarbeiten.

Solid Power hat große Umsatzpläne

Solid Power will die Probleme lösen und in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts stark expandieren. 2030 rechnet die Firma mit einem Erlös von knapp 1,7 Milliarden Dollar und einen Gewinn von rund 480 Millionen Dollar.

Grafik

Das Unternehmen verfügt nach dem Börsengang über Mittel im Volumen von etwa 600 Millionen Dollar. Das Geld soll in die Entwicklung und Fertigung der Batterien fließen. „Angesichts eines gesamten Marktvolumens von knapp 220 Milliarden Dollar positioniert sich Solid Power für starkes Wachstum in den kommenden Jahren“, sagte DCRC-Verwaltungsratschef Robert Tichio. Der Markt soll aber erst 2035 so groß sein.

Solid Power wurde 2012 als Ausgliederung der Universität von Colorado in Boulder gegründet und arbeitet seit 2016 mit BMW zusammen. Der Münchener Autohersteller strebt an, die Zahl seiner Elektromodelle bis zum Jahresende auf fünf zu steigern, bis 2023 sollen in allen Autosegmenten Elektromodelle angeboten werden.

Spacs sind vor allem in den USA beliebt. Dem Datenanbieter Refinitiv zufolge sammelten sie allein in diesem Jahr bislang mindestens 100 Milliarden Dollar bei Investoren ein. Das einzige Ziel dieser Unternehmenshüllen ist es, ein operativ tätiges Unternehmen zu übernehmen und ihm dadurch zu einer Börsennotiz zu verhelfen. Da die Zeichner von Spac-Anteilen zunächst nicht wissen, wer das Übernahmeziel sein wird, werden Spacs auch als „Blankoscheck-Firmen“ bezeichnet.

Mit Agenturmaterial

Mehr: Quantumscape, Solid Power, Sila: Jagd nach der Superbatterie – Diese Technologie soll die Probleme der Elektromobilität lösen

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1 Kommentar zu "Elektromobilität: Feststoffbatterie-Hersteller Solid Power geht an die Börse – und bekommt hohe Bewertung"

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  • NONSENS - die Batteriezelltechnik macht so oder so wenig Sinn, denn unser Stromnetz hat keine Grundlast alle Fahrzeuge zu laden und der Strom wird immer noch aus den Grosskraftwerke fossiler Brennstoffe geliefert. Das ist keine saubere Elektromobilität. Die günstigste und sauberste Alternative der Energienutzung ist mit der Neutrino-Technologie machbar und wird unsere Energiewende wesentlich erleichtern. Zumal es eine mobile und dezemtrale Versorgung ohne weiteren Netzausbau bedeutet. Der einstige BundesVerkehrsminister a.D., Prof. KRAUSE veröffentlichte dazu kürzlich: "Das ewige Licht - Der Beginn eines neuen Zeitalters"  Er begründet eindringlich, die günstigste und sauberste Variante der Energienutzung basiert auf Neutrino Technologie. Eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic kann jetzt möglich werden, denn sie wird die Photovoltaik ergänzen und ablösen, denn sie kann auch in vollkommener Dunkelheit Energie wandeln. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group sind bereit. Die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos basiert auf neueste Forschungsergebnisse. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Mobile, dezentrale Haushaltsenergie und unendliche Reichweite für die Elektromobilität - genial! Auch die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften hatte bereits im Januar 2021 in einer  von Daimler Benz beauftragten Studie die Effizienz der Technologie und  die im Patent deklarierten Eigenschaften der "Neutrino-Voltaik" bestätigt. In Indien hat das C-met Institut in Punafür die Entwicklung des selbstladenden PI Cars mit den Patenten ein Budget von 2.5 Milliarden Dollar zugesprochen bekommen.

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