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Elektromobilität Ford begeistert die Börse mit seiner E-Strategie – Aktie auf Fünfjahreshoch

Ford will 30 Milliarden Dollar in Elektroautos investieren. Bis 2030 sollen 40 Prozent der Autos elektrisch sein. Besonders der neue Elektro-Pick-up kommt gut an.
26.05.2021 - 19:22 Uhr Kommentieren
Auch der US-Präsident machte eine Probefahrt mit dem neuen Elektro-Pick-up F-150 Lightning. Quelle: AP
Joe Biden

Auch der US-Präsident machte eine Probefahrt mit dem neuen Elektro-Pick-up F-150 Lightning.

(Foto: AP)

New York Ford-Chef Jim Farley setzt sich ehrgeizige Ziele: Bis 2030 will der seit Oktober amtierende Vorstandsvorsitzende 40 Prozent seiner Autos auf Batterieantrieb umgestellt haben. Dafür will der zweitgrößte US-Autobauer in den kommenden vier Jahren 30 Milliarden Dollar investieren. Das sind acht Milliarden Dollar mehr als bisher geplant.

Die neuen Pläne kündigte der Konzern unter dem Slogan „Ford+“ auf dem Kapitalmarkttag am Mittwoch an. „Das ist unsere größte Gelegenheit seit dem Model T von Henry Ford, um zu wachsen und Wert zu schaffen, und wir ergreifen sie mit beiden Händen“, sagte Farley.

Die Investoren reagierten begeistert auf die Pläne und schickten den Aktienkurs von Ford am Mittwoch zwischenzeitlich um acht Prozent nach oben auf ein Fünfjahreshoch. „Das war eine großartige Präsentation“, sagte Morgan Stanley-Analyst Adam Jonas.

Seit dem Antritt von Farley hat sich die elektrische Wende bei Ford deutlich beschleunigt. Während zuvor unter den US-Autobauern vor allem General Motors beim Thema Elektromobilität vorgeprescht war und angekündigt hatte, bis 2035 keine Benzin- oder Dieselautos mehr anbieten zu wollen, holt Ford nun auf. Der Klassiker Mustang ist bereits als Elektroversion auf dem Markt. Am Mittwoch wurde der erste davon auch in Deutschland ausgeliefert.

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    Außerdem hat Farley erst vergangene Woche den beliebten F-150 in der E-Pick-up-Version vorgestellt – den F-150 Lightning. US-Präsident Joe Biden persönlich fuhr den Wagen Probe. Der F-150 mit dem klassischen Verbrennerantrieb ist der meistverkaufte Pick-up-Truck in den USA und spricht vor allem die Menschen jenseits der großen Städte an. Wenn es Ford schafft, in diesem Segment die Kunden von einem Elektroantrieb zu überzeugen, dann wäre das ein wichtiges Signal für die neue E-Strategie des CEOs.

    Elektro-Pick-up F-150 Lightning: 45.000 Bestellungen in 48 Stunden

    Nach 48 Stunden hatte Ford bereits 45.000 Bestellungen für den neuen Elektro-Pick-up. Die Zielgruppe sind nicht nur jene Käufer, die die Ladefläche nur einmal im Jahr für den Einkauf im Baumarkt brauchen. Auch für professionelle Nutzer wie Bauunternehmer oder Gärtner kann sich ein E-Pick-up nach Ansicht von Experten durchaus rechnen. Angesichts von Strompreisen, die in den USA je nach Ort bei einem Drittel oder gar einem Siebtel der deutschen Strompreise liegen, ist ein Elektroauto längst kein Luxus mehr.

    Der Ford-Chef bei der Präsentation des neuen Elektro-Pick-ups F-150 Lightning. Quelle: AFP
    Jim Farley

    Der Ford-Chef bei der Präsentation des neuen Elektro-Pick-ups F-150 Lightning.

    (Foto: AFP)

    Die Hersteller haben sich lange geziert, ihre beliebten und margenträchtigen Pick-ups auf Batterien umzustellen. Das liegt auch daran, dass die Produktionskosten für die Elektroversionen noch deutlich höher und die Margen damit niedriger sind als bei den Diesel- oder Benzintrucks. Wenn mit der Zeit die Produktionskosten sinken, könnte sich das Geschäft jedoch auch für die Hersteller lohnen.

    Im Zuge der Elektrostrategie investiert Ford zusammen mit LG Chem 2,3 Milliarden Dollar in eine Fabrik in Ohio, die die Batterien für Hunderttausende Elektroautos pro Jahr liefern soll. Damit folgt Ford dem Konkurrenten GM, der ebenfalls auf eigene Batteriefabriken setzt.

    Entscheidend für den künftigen Aktienkurs von Ford werde es sein, Investoren davon zu überzeugen, dass der Konzern eine relevante Rolle auf dem E-Auto-Markt spielen kann, hatte der Deutsche-Bank-Analyst Emmanuel Rosner im Vorfeld des Investorentags geschrieben.

    Das ist dem Unternehmen offensichtlich gelungen. Auch die Zielsetzung, dass Ford bis 2023 eine operative Gewinnmarge von acht Prozent erreichen will, kam gut an.

    Mehr: Mit Jim Farley steht ein E-Auto-Enthusiast an der Spitze von Ford

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