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Elektromobilität Gerüchte um Börsengang – Chinesisches Start-up Nio will an die Wall Street

In China hat Nio bereits die Zulassung für einen Geländewagen. Nun will das Start-up offenbar durch einen Börsengang auch den US-Markt erobern.
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Es ist das erste Nio-Modell mit Straßenzulassung. Quelle: Reuters
NIO ES8 bei der Motor Show in Peking

Es ist das erste Nio-Modell mit Straßenzulassung.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Das chinesische Start-up für Elektroautos Nio plant einen Börsengang in den USA, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Insidern zufolge soll die Firma mit Sitz in Schanghai bereits erste Unterlagen bei der US-Aufsichtsbehörde SEC eingereicht haben. Das Unternehmen strebe eine Bewertung von zwei Milliarden Dollar an, heißt es weiter.

Die Vorbereitungen für den Börsengang seien im Anfangsstadium, sagen Insider. Im Sommer oder Anfang Herbst werden erste Angebote der Investoren angenommen. Der Konzern wollte die Informationen nicht bestätigen.

Der Börsengang könnte dem Start-up die Finanzkraft geben, sich auf dem größten Automarkt der Welt durchzusetzen. Im Dezember 2017 stellte das Unternehmen das erste Fahrzeug mit Straßenzulassung vor, das im Laufe des Jahres für den chinesischen Markt produziert werden soll. Der Preis des Elektro-SUVs: 70.000 Dollar.

Noch ist die Nachfrage überschaubar. „Als eine neue Firma am Markt ist das natürlich eine Herausforderung“, sagte Jack Cheng, Gründer und Produktionschef bei Nio, jüngst im Handelsblatt-Interview. „Aber bis Ende Dezember sind schon 10.000 Bestellungen bei uns eingegangen.“ Für dieses Kalenderjahr plane man mit einer Produktionskapazität von 30.000 Stück. „Bald wollen wir 50.000 Autos pro Jahr erreichen. Und schon ab Juni wollen wir die ersten Autos ausliefern.“

Zudem kündigte Cheng an, bereits zwei weitere Modelle zu entwickeln, die in Kürze auf den Markt kommen sollen. Übrigens haben wir festgestellt, dass es oft Besitzer von Audis, BMWs und Mercedes sind, die bei uns ein Zweitauto bestellen.

Die Bedingungen für den Börsengang von Nio sind günstig. Das Unternehmen hat genügend Geld von Investoren eingesammelt, um in den Massenmarkt einzusteigen, verkündete der Gründer William Li im April. Insidern zufolge soll bei der Finanzierungsrunde im November 2017 eine Milliarde US-Dollar zusammengekommen sein, die hauptsächlich vom chinesischen Internetgiganten Tencent getragen wurde.

Bereits dieses Jahr erreichten Erstplatzierungen chinesischer Konzerne in den USA einen Wert von 3,8 Milliarden Dollar. Die Entwicklung ist rekordverdächtig. Im vergangenen Jahr lag der Wert bei gut vier Milliarden Dollar, zeigen Bloomberg-Daten.

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