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Elektromobilität Luxus am Ladekabel – Rolls-Royce wird elektrisch

Die britische BMW-Tochter meldet einen Rekordabsatz für 2019. Für die Zukunft plant der Hersteller von Luxuskarossen mit alternativen Antrieben.
07.01.2020 - 15:33 Uhr Kommentieren
Schon 2016 präsentierte Rolls-Royce mit dem 103EX einen Prototypen, der einen Blick in die elektrische Zukunft wirft. Quelle: dpa
Die Zukunft von Rolls-Royce

Schon 2016 präsentierte Rolls-Royce mit dem 103EX einen Prototypen, der einen Blick in die elektrische Zukunft wirft.

(Foto: dpa)

München Mag die Konjunktur auch wackeln, der Luxusmarkt wankt nicht. Für 2019 meldet der Autohersteller Rolls-Royce mit 5152 ausgelieferten Autos einen Zuwachs von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und trotz des bevorstehenden Brexits, der schwelenden Handelskonflikte und der Klimadebatte ist die britische BMW-Tochter zuversichtlich, den Rekordabsatz zu wiederholen.

„Für 2020 rechnen wir mit Auslieferungen auf einem ähnlich hohen Niveau“, sagt Markenchef Torsten Müller-Ötvös dem Handelsblatt. „Der Kauf eines Rolls-Royce ist immer eine Frage der Stimmung, nie des Geldes“, sagt der Rolls-Royce-Chef. „Und die Stimmung ist bei unseren Kunden weiter gut.“

Wie die Muttermarke BMW hat auch Rolls-Royce einen Schwenk zum Geländewagen vollzogen. Nach langem Zögern haben die Briten 2018 das Edel-SUV Cullinan in Serie gebracht, dass im ersten vollen Auslieferungsjahr gleich 40 Prozent des Absatzes bestritt. Zuvor hatte Bentley seinen Bentayga in den Markt geschickt; der Geländewagen ist ebenfalls das meistverkaufte Modell bei der VW-Tochter.

Nicht nur der Konkurrent Bentley fuhr 2019 dank des SUV-Booms zurück in die schwarzen Zahlen, auch die Ergebnisbeiträge von Rolls-Royce an BMW dürften positiv sein. Die genauen Zahlen geben die Münchener allerdings nicht bekannt.

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    Doch auch bei der britischen Edelmarke steht der Antriebswechsel ins Haus und damit hohe Investitionen. „Wir werden in dieser Dekade den ersten elektrischen Rolls-Royce bringen“, sagt Müller-Ötvös. Die BMW-Tochter dürfte wie auch die Muttermarke bald vor dem Problem stehen, dass Metropolen wie London oder Singapur Verbrennungsmotoren mittelfristig verbannen. Zudem wird auch Rolls-Royce auf die Klimabilanz des Mutterkonzerns gerechnet.

    Enge Kooperation mit BMW

    BMW hat schon jetzt große Probleme, die Emissionsziele der Europäischen Union einzuhalten. Zwar sind die Stückzahlen von Rolls-Royce, verglichen mit der Muttermarke, gering. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 16 Litern und einem C02-Ausstoß von mindestens 350 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenem Kilometer ist die aktuelle Modellpalette eine Bürde für die Bemühungen der Münchener Mutter, die Vorgaben einzuhalten.

    So wird die Elektrifizierung der Autos mit der „Emily“-Kühlerfigur eng mit BMW koordiniert. Bereits jetzt übernehmen die Edelkarossen aus dem südenglischen Goodwood Motoren und Komponenten aus den deutschen Werken München und Dingolfing, wo BMW seine Topmodelle der 7er- und 8er-Reihe baut. Analog zur Mercedes S-Klasse will auch BMW seinen nächsten 7er vollelektrisch anbieten, die technische Basis soll Rolls-Royce übernehmen.

    Auf der anderen Seite braucht BMW Erfolge im Luxusgeschäft, um die angepeilte Rendite von acht Prozent im Autogeschäft wieder erreichen zu können. Im November 2019 hatte Finanzvorstand Nicolas Peter das Ziel ausgegeben, den Absatz von Luxusautos der Marke BMW zwischen 2018 und 2020 auf 140 000 Stück pro Jahr zu verdoppeln. Zuwächse von Rolls-Royce nimmt man gerne „on top“.

    Mehr: Mit seinen 2,5 Tonnen ist der neue Bentley Flying Spur ein Schwergewicht auf der Straße. Der Brite setzt auf Noblesse statt auf Sparsamkeit.

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