Elektromobilität Porsche beteiligt sich an kroatischem Elektro-Sportwagenbauer Rimac

Porsche will E-Sportwagen bauen, Rimac hat sie schon. Und zwar welche mit fast 2000 PS. Ein Grund für Porsche, sich bei den Kroaten zu beteiligen.
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Porsche beteiligt sich an Elektro-Sportwagenbauer Rimac Quelle: Reuters
Supersportwagen von Rimac

Das kroatische Unternehmen verkauft elektrisch angetriebene Supersportwagen mit fast 2000 PS.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfMitten in der sich wieder zuspitzenden Dieselkrise treibt Porsche seine Elektropläne voran. Der Autobauer aus Stuttgart beteiligt sich mit zehn Prozent an Rimac Automobili, einem kroatischen E-Autohersteller, der sich auf Supersportwagen und Komponenten für E-Autos spezialisiert. Zum Preis wollte Porsche keine Angaben machen.

„Mit der Entwicklung der rein elektrischen Supersportwagen wie dem ‚Concept One‘ und ‚C Two‘ sowie innovativer Fahrzeugkomponenten hat Rimac seine Kompetenz im Bereich Elektromobilität eindrucksvoll bewiesen“, sagte Lutz Meschke, Vorstand Finanzen und IT von Porsche, am Mittwoch.

Porsche hatte zuletzt mit dem Taycan seinen ersten E-Supersportwagen präsentiert. Im kommenden Jahr soll die Serienproduktion starten. Mit der Beteiligung an Rimac wolle Porsche die Entwicklung weiter vorantreiben. „Wir halten die Ideen und Ansätze des jungen Unternehmens für sehr vielversprechend und streben deshalb eine enge Zusammenarbeit mit Rimac in Form einer Entwicklungspartnerschaft an“, sagte Meschke.

Mate Rimac, Gründer der kroatischen E-Sportwagenschmiede, begann 2009 in einer Garage in Zagreb damit, seinen Traum von einem elektrisch angetriebenen Supersportwagen umzusetzen. Zuletzt präsentierte er auf dem Genfer Autosalon im März sein Elektrofahrzeug „C Two“ – ein Supersportwagen mit beeindruckenden Fahrzeugdaten: der Zweisitzer leistet fast 2000 PS, beschleunigt in weniger als zwei Sekunden von 0 auf 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit jenseits der Marke von 400 Kilometer pro Stunde.

Das Fahrzeug soll den Angaben zufolge eine Reichweite von 650 Kilometern besitzen und innerhalb einer halben Stunde auf 80 Prozent der Akkuladung geladen werden können.

Porsche ist nicht der einzige Investor von Rimac. Im September vergangenen Jahres hatte der chinesische Batteriehersteller Camel 30 Millionen Euro in das kroatische Unternehmen investiert. Auch beteiligt sind unter anderem der kolumbianische Unternehmer Frank Kanayet Yepes und die China Dynamics Holding.

Rimac behauptet, dass man bereits seit 2012 profitabel sei. Eigenen Angaben zufolge war das Unternehmen 2014 rund 70 Millionen Euro wert. Porsche wollte dies auf Anfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg nicht kommentieren.

Mit Material von Bloomberg

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