Elektromobilität Tesla glänzt mit Rekord-Auslieferungen

Die Ziele von Tesla-Chef Elon Musk für 2017 sind hoch gesteckt. Doch das Auftaktquartal des Elektroauto-Pioniers macht Hoffnung: Noch nie hat das Unternehmen so viele Fahrzeuge ausgeliefert.
Update: 03.04.2017 - 12:58 Uhr 7 Kommentare
Der Elektroautobauer kam im ersten Quartal 2017 auf einen Rekordwert. Quelle: Reuters
Tesla

Der Elektroautobauer kam im ersten Quartal 2017 auf einen Rekordwert.

(Foto: Reuters)

New YorkDer US-Elektroauto-Pionier Tesla nimmt mit Quartalsrekorden bei Produktion und Auslieferung seiner Luxus-Fahrzeuge Kurs auf den für 2017 geplanten Einstieg in den Massenmarkt. Zum Jahresauftakt stellte das Unternehmen von Milliardär Elon Musk mit gut 25.400 Autos so viele Fahrzeuge her wie noch in einem Vierteljahr zuvor.

Auch die im selben Zeitraum an die Kunden übergebenen 25.000 Stück übertrafen die Tesla-Zahlen aller anderen Quartale. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Auslieferung um 69 Prozent, wie das im kalifornischen Palo Alto ansässige Unternehmen am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. Tesla peilt für 2018 die Produktion von 500.000 Fahrzeugen an.

Von Januar bis März 2017 gingen der Mitteilung zufolge 13.450 Limousinen der Model-S-Reihe und 11.550 des Geländewagens Model X an die Kunden. Im ersten Halbjahr will Tesla von beiden Modellen insgesamt zwischen 47.000 und 50.000 Stück ausliefern. Probleme in der Produktion hatten Ende 2016 einige Lieferungen bis ins neue Jahr verzögert. Die Zahl war deshalb im vierten Quartal um 9,4 Prozent zurückgegangen.

Bei Musks Plänen für einen Einstieg in den Massenmarkt spielt die Baureihe Model 3 eine zentrale Rolle. Die Produktion soll im Juli anlaufen und der Verkauf in den USA noch in diesem Jahr starten. Die Vorbereitung auf den Model-3-Start kostet Tesla viel Geld.

Neue Bilder von Teslas Megabaustelle
Baustelle in der Wüste
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Bei Teslas Gigafactory in der Wüste Nevadas geht der Bau zügig voran. Anfang Januar nahm der Elektroautobauer zusammen mit dem Kooperationspartner Panasonic in Teilen der Fabrik die Fertigung von Lithium-Ionen-Zellen auf. Diese Zellen eines neuen Typs sollen zunächst nur in den Powerwall-Heimspeichern verwendet werden. Die Batterieproduktion für das kommende Elektroauto Model 3 soll in den kommenden Monaten starten. (Stand: Januar 2017)

Foto: Tesla

Deutlicher Baufortschritt
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Die im Januar veröffentlichten Luftbilder zeigen den Baufortschritt deutlich. In einigen der errichteten Gebäude wird schon gearbeitet, in anderen die Produktion vorbereitet. Auch der Bau der Gebäude selbst wird noch weitergehen.

(Foto: Tesla)

Die Baustelle vor einem Jahr
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Zum Vergleich: So sah es vor einem Jahr in der Wüste bei Reno aus. Damals stand nur ein kleiner Teil der heutigen Anlagen.

Baustelle Gigafactory im Juli 2016
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Im Juli 2016 hatte Tesla zur offiziellen Eröffnung erstmals Presse-Fotografen auf das Gelände gelassen. Die Gigafactory wird nach Fertigstellung zu den größten Produktionsstätten weltweit gehören.

Eröffnungsfeier vor der Fertigstellung
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Im Juli waren erst 14 Prozent der Anlage in Betrieb. Dennoch hatte Tesla-Gründer Elon Musk Ende Juli zur Eröffnungsfeier geladen – einige Tage vorher durften sich bereits Journalisten und Fotografen auf dem Fabrikgelände umsehen. Voll in Betrieb soll die Anlage erst 2018 sein. Bis dahin wird an allen Ecken und Enden gebaut.

Vom Nischen- zum Massenhersteller
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Auch wenn es noch nicht so aussieht: Diese Halle ist einer der Grundpfeiler der Strategie von Elon Musk, mit der er Tesla von einem Nischen- zu einem Massenhersteller machen und ganz nebenbei dem Elektroauto zum Durchbruch verhelfen will.

Eigene Batterien sind unerlässlich
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Die eigenen Batterien sind unerlässlich, wenn Tesla mit dem Model 3 (im Bild ein ausgestellter Prototyp) in diesem Jahr die Massen mobilisieren soll. Zum einen, weil momentan gar nicht genügen Akkus für die angepeilten Stückzahlen des Model 3 zugekauft werden könnten. Zum anderen, weil sie schlichtweg zu teuer wären. Der angekündigte Preis von 35.000 Dollar für den Wagen wäre nicht zu halten.

Musk stellte die eigentlich an seine Risikobereitschaft gewöhnten Investoren im Februar auf die Probe, als er sein Unternehmen am Rande der finanziellen Belastbarkeit sah. Inzwischen konnte Tesla den chinesischen Internetkonzern Tencent als neuen Großaktionär gewinnen. Der asiatische Facebook-Rivale übernahm für 1,78 Milliarden Dollar einen Anteil von fünf Prozent.

Tesla gilt als Vorreiter in der Produktion umweltschonender Elektroautos, die unter dem Druck schärferer Klimaschutzvorschriften inzwischen aber auch bei den Platzhirschen der Autobranche in den Fokus gerückt sind. So hatte Daimler vergangene Woche angekündigt, den Ausbau seines Angebots zu beschleunigen..

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7 Kommentare zu "Elektromobilität: Tesla glänzt mit Rekord-Auslieferungen"

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  • @Toni Ebert
    Merkel und der gesamte Bundestag sind auf der CO2 freien Welle unterwegs...CO2 freie heißt eben dann auch keine Kohle, kein Gas, kein Erdoel, keine Kernkraft, keine Fabriken, keine Industrie, keine Dienstleistung, kein Handwerk, keine Volkswirtschaft, kein Wohlstand, kein Fortschritt, kein modernes Leben...CO2 frei = Mangel und Armut.
    Schauen Sie sich nur mal das nächste Politische Folterwerkzeug = Maut der Bundesregierung an...was meinen Sie, was man mit der Maut so alles anstellen kann mit Verbindung einer CO2 ächtenden KFZ- Steuer....genau noch mehr Steuer-Zwangs-Abgaben...noch mehr Einschränkung unserer Bewegungsfreiheit...und noch weniger Geld, dass einen selbst zum Aufbau seines Wohlstandes seines Leben am Ende des Monats übrig bleibt...

  • Hallo Herr Berger...soweit mir bekannt wird Musk vielfach als Marketingmaschine beschrieben.

    In US Finanzportalen gibt es Analysen (Beispiel Seeking Alfa) in denen das Unternehmen sehr kritisch bewertet wird. Es wird darauf hingewiesen dass beispielsweise die Garantieversprechen nicht hinreichend berücksichtigt wurden, dass die Gigafactory Angaben von Musk in den Veröffentlichungen von den Angaben in Berichten an den Bundesstaat Nevada abweichen, dass Musk die defizitäre Solarzellenfabrik mutmasslich übernommen hat um deren Cash Reserven nutzen zu können.

    Insgesamt sind für Musk bislang weniger die staatlichen Subventionen massgeblich als die privaten Kapitalspender bei Laune zu halten. Gem. dieser Analysen muss Tesla innerhalb der kommenden Monate neues Kapital beschaffen um nicht illiquide zu werden.
    Musk scheint um die Gunst des Präsidenten Trump zu werben. Inwieweit Trump darauf eingeht, vermag ich nicht zu beurteilen*.

    Die Entwicklung moderner Elektrofahrzeuge sehe ich in erster Linie bei den etablierten Autoherstellern.



    *Obama hatte US Hersteller umweltschädlicher, wertloser Solaranlagen mit Kreditgarantien staatlich subventionieren lassen die dann Pleite gegangen sind was in den US Medien thematisiert wurde.

  • Ich seh das mal wieder eher wie Narrog als wie Marc Hofmann. Das Unternehmen ist durch Subventionen groß geworden. Ich denk aber, dass wird es auch bleiben. Trump wird da weiterhin Geld rein pumpen, wenn sein Buddy ruft. Da muss Elon keine Sorgen haben.

    Die Frage ist, wie schnell die weltweiten Großstädte die Dreckschleudern und Krawallmaschinen aus ihren Innenstädten verbannen. China als einer der größten Absatzmärkte geht hier deutlich voran. Davon könnte ein reiner E-Auto-Hersteller massiv profitieren, vor Allem, wenn Trump auf eine ausgeglichene Handelsbilanz setzt.

  • @Toni Ebert
    Auch eine Matrix basiert auf Energie/Strom...und ist somit sehr anfällig...besonders wenn man in Zukunft eine CO2 freie Welt...eine Energiewende mit Wind und Sonne betreiben möchte und die Kohle und Gas wie auch Kernkraft komplett verbannen will...unser Leben...unser Wohlstand und modernes Leben...all dies basiert auf einer billigen und immer vorhandenen Energie-Stromquelle (Erzeuger)....CO2-Frei und Energiewende geht genau den anderen Weg...den Weg in ein neues Mangel und Armutszeitalter.
    Der Unterschiede zwischen Leben und modernes Leben (Wohlstand) ist die Tatsache, dass man per Kohle, Gas und Kernkraft eine stabile und billige Strom-Energiebasis geschaffen hat. All dies ist mit Wind und Sonne bzw. in einer CO2 freien Welt nicht mehr zu haben.

  • Mr. Musk / Tesla ist der Mann, der die technischen Voraussetzungen dafür erschaffen soll, dass die Menschen bald freiwillig in die Matrix gehen. Konkret, er will das Gehirn so mit Chips verbinden, dass Mensch udn Computer eine feste Einheit sind.

    Alles andere dürfte wohl nur Ablenkung sein.

  • Mal schauen wie es mit Tesla weitergeht. Trump hat ja die Subventionen im sog. Erneuerbaren Enerigesektor, da fallen auch die unwirtschaftlichen E-Fahrzeuge von Munsk darunter, sehr stark zurückgefahren. Ich gehe stark davon aus, dass das Jahr 2017 eine Kehrtwende einläuten wird und der Tesla nach und nach (ohne Subventionen) seinen wahren "wirtschaftlichen" Status präsentieren wird.

  • Soweit mir bekannt hat Tesla in seiner Geschichte noch keinen Gewinn erwirtschaftet. Im Angelsächsischen wird das Unternehmen manchmal als "Cashburner" bezeichnet. So bedarf es dann von Zeit zu Zeit positiver Nachrichten und Quartalszahlen um die Geldgeber bei Laune zu halten um Anleihen, oder Kapitalerhöhungen zu zeichnen.

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