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Elektromobilität Merkels leere Schaufenster

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Viele Zuständige, wenige Verantwortliche

Dürfen Elektroautos bald auf der Busspur fahren?

Die Ursachen liegen im Fördersystem begründet. Die Projekte der Schaufenster gleichen einem Gemischtwarenladen. Ob E-Fahrräder, Personenschiffe mit Elektroantrieb oder eine elektrische Müllabfuhr – die Förderprogramme sind so breit gestreut, dass sie nahezu wirkungslos verpuffen. 204 Projekte greifen in die Fördertöpfe, durchschnittlich sind pro Projekt 3,5 Partner beteiligt, die mit rund 294.000 Euro pro Jahr gefördert werden.

Auch die Zuständigkeiten sind unklar. Gleich vier Ministerien sind für die Förderung der Elektromobilität verantwortlich: Forschung, Umwelt, Verkehr und Wirtschaft – für die mangelnden Erfolge will aber niemand die Verantwortung übernehmen. Stattdessen spielt die Politik den Ball zurück an die Unternehmen. „Unsere Ziele bei der Elektromobilität werden wir letztlich nur erreichen, wenn die Industrie ihre Zusagen einhält“, sagte Wirtschaftsminister Rösler. Die Industrie fordert dagegen weitere Förderung, möchte Elektroautos stärker auf die CO2-Bilanz anrechnen und eine privilegierte Behandlung von Elektro-Dienstwagen durchsetzen.

Dabei ist das Angebot an Elektroautos schon heute keineswegs gering. Insbesondere die asiatischen Hersteller haben in den vergangenen Jahren immer wieder versucht, ihre Modelle in Deutschland zu etablieren. 12 Elektromodelle haben internationale Konzerne nach Deutschland gebracht, darunter der Nissan Leaf und der Mitsubishi i-Miev. Für ihren Mut wurden sie selten belohnt. Eine direkte Kaufförderung gibt es in Deutschland nicht. Nach dem ersten Jahr knickten die Zulassungen meist deutlich ein.

Nun planen auch die deutschen Hersteller 15 neue Modelle. Doch Abseits der Großstädte, in denen die Fahrzeuge meist von den Herstellern selbst zugelassen werden und in Carsharing-Angeboten eingesetzt werden, tut sich wenig. Ende des Jahres soll die Wende eingeleitet werden. BMW bringt dann den lange erwarteten i3 an der Start, der rund drei Milliarden Euro Entwicklungskosten verschlungen hat und rund 40.000 Euro kosten soll. Volkswagen wird den Kleinwagen up mit einem Elektromotor verkaufen, wenig später soll der E-Golf folgen. Und Daimler fährt die elektrische B-Klasse vor.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) mahnt dennoch zur Geduld. „Wir können nicht über Nacht den Markthochlauf erwarten“, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann zuletzt der „Süddeutschen Zeitung“. Beim Ziel, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen, ist Wissmann skeptisch. „Wenn wir das Ziel ein oder zwei Jahre später erreichen, wäre das auch kein Beinbruch“, sagte er. Entscheidend sei, dass die Deutschen bei der Technologie und beim Marktanteil führend seien.

Einige Zweifel am anvisierten Ziel lies vor wenigen Monaten auch die Kanzlerin selbst durchblicken. 600.000 Elektrofahrzeuge bis 2020 seien realistisch, verkündete die Bundeskanzlerin im Oktober 2012. Aber nur, wenn auch die Plug-In-Hybriden, also Fahrzeuge, die mit Elektro- und Benzinmotor betrieben werden, hinzugezählt würden. „Der Rest muss erarbeitet werden“.

Mit Informationen von dpa

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4 Kommentare zu "Elektromobilität: Merkels leere Schaufenster"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ein weiteres Hirngespinst der Merkel. Siehe Benzin E 10. Diese Person hat von vielem keine
    Ahnung und zeigt uns dies fast täglich wenn sie denn mal auf der Bildfläche erscheint und den Mund aufmacht. Alles auf Kosten der Bürger. Wie teuer soll der Strompreis dann werden? Vorausgesetzt wir haben ausreichend Strom.

  • ÄNDERT ABER NICHTS AM HEHREN ENERGIE VERBRAUCH und GESAMTE KETTE ENERGIE ERZEUGEN , WEGE VERLUST , LADEVERLUST und BEI KÄLTE ENERGIE NICHT ABRUFBAR . . . UND HEIZTEN IST NICHT MIT ENERGIE VERLUSTE GEMACHT sondern FRISST VON BATTERIE . . .
    UND UMWELTFREUNDLICHER ??? KOHLEDRECK ZUM STROMERZEUGEN WIRD BLOSS WO ANDERS GEMACHT und ÜBER WEG WO DRECK GEMACHT WURDE bis LADESTECKDOSE IST HÄLFTE ENERGIE , Ohm'sches Gesetz , SCHON VERSCHWUNDEN . . .

    . . . .
    HERSTELLEN , MACHT MEHR DRECK ALS UMWELTDRECK MIT EINGESPART WERDEN KANN .

    Frank Frädrich

  • E-autos werden beim heutigen System keinen nennenswerten Erfolg haben, warum:
    1. die geringe Reichweite und damit die Angst,
    unterwegs liegen zu bleiben,
    2. die Meisten haben keine Garage oder andere Stromquellen.
    Deshalb empfehleich: tanken muss werden wie beim Sprit- ich fahre mit dem e-auto zur nächten Tankstelle und tausche mein (fast) leere Batterie gegen eine volle. Dieser Vorgang dauert genauso kurz wie Benzin tanken. Hierfür müssten die Hersteller verpflichtet werden, die Austauschbarkeit der Batterien zu gewährleisten und gleiche Module an Batterien zu bauen, die in jedes Auto passen - oder einige verschiedene, für grosse und kleinere Autos. Die (normale (Benzin-) Tankstelle hätte damit den selben Umsatz wie mit Sprit. Damit wäre das Risiko des Liegenbleibens gelöst und gleichzeitig wäre jedem Autofahrer die Möglichkeit gegeben, ein e-Auto zu kaufen. Ich bin überzeugt, dass nicht der etwas höhere Preis ein Hinderungs- grund für den Kauf ist, sondern die fehlenden Tankstellen. Liebe Grüße an die Bundesregierung!!

  • Zitat : Die Geschichte der Elektromobilität in Deutschland ist eine Geschichte der großen Ankündigungen.

    - und verbraten von horrenden Summen an Steuergeldern für ein unsinniges Projekt !

    Das kann die Uckermark Opportunistin mittlerweile ausgezeichnet !

    Es wird höchste Zeit, dass wir diesen Hosenanzug entsorgen !