Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Elektromobilität VW bereitet Einstieg in die Batteriezellen-Fertigung vor

Der Autobauer plant laut eine milliardenschwere Kooperation mit einem Hersteller aus Korea. Eine Fabrik soll in Deutschland stehen.
Update: 25.10.2018 - 16:18 Uhr Kommentieren
VW bereitet angeblich Einstieg in Batteriezellen-Fertigung vor Quelle: dpa
Elektroauto von VW

Der Autobauer will die Produktion in den kommenden Jahren massiv hochfahren, um die schärferen Klimavorgaben zu erfüllen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Autobauer Volkswagen will sich für die Fertigung von Batteriezellen mit dem koreanischen Konzern SK Innovation verbünden. Die beiden Unternehmen stünden kurz vor einer Vereinbarung für diese Partnerschaft, verlautete aus Konzernkreisen. Laut dem „Manager-Magazin“ soll der Aufsichtsrat Mitte November den Deal mit SK Innovation bewilligen.

Das Wolfsburger Unternehmen will damit das Fundament schaffen, um selbst Batterien für seine Elektroautos zu fertigen. Bislang ist VW wie auch Daimler und BMW auf die Belieferung dieser Ausgangskomponente auf asiatische Firmen angewiesen.

Um unabhängiger zu werden, sollen zwei Zellfabriken gebaut werden, hieß es in den Kreisen. Eine davon soll in Deutschland entstehen. Die Höhe der Investitionen und die konkreten Standorte sollen auf der Aufsichtsratssitzung am 16. November diskutiert und nach Möglichkeit auch beschlossen werden, hieß es. Das Unternehmen lehnte einen Kommentar dazu ab.

Alles andere als eine Zustimmung vom Aufsichtsrat dürfte VW-Chef Herbert Diess für seine Pläne nicht erwarten dürfen. Denn die Zeit drängt: VW will bis zum Jahr 2025 den Absatz von E-Fahrzeugen auf rund drei Millionen erhöhen – das entspricht rund einem Drittel des heutigen Absatzvolumens. Bislang sind die Verkaufszahlen von Stromern mehr als überschaubar.

Der drastische Ausbau der E-Angebotspalette ist nötig, um Strafzahlungen an die Europäische Kommission vorzubeugen. Aber dem Jahr 2020 müssen die Hersteller Bußgelder zahlen, wenn die in Europa verkaufte Flotte zu hohe Kohlendioxidwerte ausstößt.

Mit der Expansion zeichnet sich aber auch ein enormer Bedarf bei der Versorgung mit Batteriezellen ab. Der Markt wird nicht nur von wenigen Anbieter dominiert, die ihren Sitz in Südkorea, Japan oder China haben. Eine Unterversorgung droht laut der Branchen auch bei sogenannten Seltenen Erden, die für die Speicherung von Strom benötigt werden.

Mit den steigenden Verkäufen müssen die Hersteller auch die Kapazitäten für die Batterieproduktion erhöhen. Alleine Volkswagen benötigt für die erste Stufe seiner Elektrooffensive vier bis sechs sogenannte Giga-Fabriken. Jede dieser Werke soll mindestens 500.000 E-Autos mit Batterien versorgen können.

VW will mit der Kooperation mit SK Innovation weiter gehen als die meisten Wettbewerber. Für Vorstandschef Diess sei dies der Weg, um wegbrechendes Geschäft in den eigenen Reihen zu behalten, sagte ein Insider.

Würden die Batterien ausschließlich von Drittfirmen gebaut, dann entgeht den Niedersachsen er erheblicher Anteil am Umsatz. Wie groß der ist, zeigt sich am geplanten Einkaufsvolumen. Dieses liegt laut früheren Angaben bei über 50 Milliarden Euro.

Während weder BMW noch Daimler bislang die Fertigung von Zellen im größeren Maßstab planen, bereitet VW sich auf die weitere Expansion vor. Derzeit liefen Gespräche mit weiteren möglichen Partnern, hieß es in Konzernkreisen.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Elektromobilität - VW bereitet Einstieg in die Batteriezellen-Fertigung vor

0 Kommentare zu "Elektromobilität: VW bereitet Einstieg in die Batteriezellen-Fertigung vor"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.