Elektronikkonzern Schwache Nachfrage aus China macht Philips zu schaffen

Währungsschwankungen sowie schwache Nachfragen haben Philips den Start ins neue Jahr verdorben. Der Elektronikriese musste im ersten Quartal Gewinnrückgänge verzeichnen. Für 2014 werden weiter schwere Zeiten erwartet.
Update: 22.04.2014 - 10:31 Uhr Kommentieren
Philips leidet vor allem unter dem schlechten Geschäft mit Medizintechnik in China und Russland. Quelle: dpa

Philips leidet vor allem unter dem schlechten Geschäft mit Medizintechnik in China und Russland.

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FrankfurtEine schwächere Nachfrage aus Russland und China im Medizintechnik-Bereich sowie der starke Euro haben dem Elektronik-Konzern Philips den Start ins neue Geschäftsjahr verhagelt. Der Siemens -Rivale rechnet zudem nicht mit einer Besserung in den kommenden Monaten. Das Jahr 2014 werde schwierig, teilte das niederländische Unternehmen am Dienstag mit. „Im ersten Quartal war der Gegenwind stärker als erwartet“, sagte Philips-Chef Frans van Houten. Es werde daher schwierig, Umsatz und Gewinn zu steigern.

Im ersten Quartal brach der operative Gewinn um 22 Prozent auf 314 Millionen Euro ein. Der Umsatz ging um 4,5 Prozent auf fünf Milliarden Euro zurück. Die Aktien des Konzerns gaben daraufhin an der Börse in Amsterdam mehr als sieben Prozent nach.

Wie viele andere europäische Unternehmen auch leidet Philips derzeit unter dem zuletzt gestiegenen Euro. Analysten kritisierten aber, dass es Philips nicht gelungen sei, den währungsbereinigten Umsatz zu steigern. „Es gab kein organisches Wachstum. Das ist schwierig“, sagte ein Analyst, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Seit dem Amtsantritt van Houtens 2011 hat sich Philips einem radikalen Umbau unterzogen. Ein Großteil des Elektronikbereichs wie das Fernseher-Geschäft wurde wegen der kostengünstigeren Konkurrenz aus Asien verkauft, zahlreiche Stellen fielen weg. Stattdessen konzentriert sich der Konzern nun auf Haushaltsgeräte wie Rasierer oder elektrische Zahnbürsten sowie Beleuchtungsanlangen und Medizintechnik für Ärzte und Krankenhäuser. Außerdem baute Philips seine Präsenz in großen Schwellenländern aus.

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