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Elektrotechnikkonzern ABB verkauft Solarwechselrichtergeschäft an italienische Fimer

Das Geschäft der Schweizer hat zuletzt einen Umsatz von 290 Millionen Dollar erwirtschaftet. Der Abschluss der Transaktion ist für Anfang 2020 angesetzt.
Update: 09.07.2019 - 10:46 Uhr Kommentieren
Das Solarwechselrichtergeschäft der Schweizer erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von etwa 290 Millionen Dollar. Quelle: Reuters
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Das Solarwechselrichtergeschäft der Schweizer erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von etwa 290 Millionen Dollar.

(Foto: Reuters)

Zürich Der Elektrotechnikkonzern ABB fährt das Geschäft mit erneuerbarer Energie zurück. Das Schweizer Unternehmen stößt die defizitäre Solarwechselrichter-Sparte an die italienische Fimer ab, wie ABB am Dientag mitteilte.

Die Transaktion kommt den Züricher Konzern teuer zu stehen, denn er muss Fimer für die mit dem Zukauf verbundenen Garantieverpflichtungen entschädigen. Zusammen mit den Abspaltungs- und Abwicklungskosten summiere sich die Belastung auf bis zu 470 Millionen Dollar, erläuterte ABB.

Die Sparte beschäftigt rund 800 Mitarbeiter in mehr als 30 Ländern und unterhält Produktions- und Forschungs-Standorte in Italien, Indien und Finnland. Darin enthalten ist auch das Geschäft der 2013 übernommenen Power-One. 2018 erwirtschaftete der Bereich einen Umsatz von rund 290 Millionen Dollar.

Die Transaktion soll im ersten Quartal 2020 abgeschlossen werden. Solarwechselrichter wandeln die Gleichspannung aus Solarmodulen in Wechselspannung um und speisen sie in das Stromnetz ein.

Mit der Trennung vom Solarwechselrichter-Geschäft dürfte die Marge der Elektrifizierungs-Sparte um einen guten halben Prozentpunkt anziehen, wie ABB erläuterte. Elektrifizierung hat die niedrigste Marge der vier ABB-Divisionen und hinkt auch Konkurrenten wie der französischen Schneider hinterher.

Die Transaktion zeige, dass Verwaltungsratspräsident Peter Voser, der vorübergehend auch die Konzernführung übernommen hat, handle und nicht einfach auf den nächsten CEO warte, erklärte ZKB-Analyst Richard Frei.

Mit einer Vereinfachung der Organisationsstruktur und einem Kulturwandel will Voser das Unternehmen profitabler machen. Doch weil die Abspaltung des Solarwechselrichter-Geschäfts erstmal kostet, sanken die ABB-Aktien an der Börse im Morgenhandel um 2,2 Prozent.

Mehr: ABB-Chef Spiesshofer ist im April überraschend zurückgetreten. Die operative Leitung des Schweizer Konzerns übernimmt Präsident Peter Voser. Zuletzt gab es bei dem Siemens-Rivalen einen deutlichen Gewinnrückgang.

  • rtr
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