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Eli Lilly Gewinn von Pharmakonzern bricht ein

Der Pharmakonzern Eli Lilly verbuchte im dritten Quartal trotz eines Umsatzanstiegs einen Gewinneinbruch, der aber weniger stark ausfiel als befürchtet. Nun will der Konzern seine Tiergesundheits-Sparte verkaufen.
24.10.2017 - 14:58 Uhr Kommentieren
Bei einem Umsatzplus um neun Prozent auf 4,8 Milliarden Euro (5,66 Milliarden Dollar) sank der Gewinn um fast 29 Prozent auf rund 470 Millionen Euro. Quelle: AP
Eli Lilly

Bei einem Umsatzplus um neun Prozent auf 4,8 Milliarden Euro (5,66 Milliarden Dollar) sank der Gewinn um fast 29 Prozent auf rund 470 Millionen Euro.

(Foto: AP)

Bangalore Der auf Diabetes-Medikamente spezialisierte US-Pharmakonzern Eli Lilly stellt seine Tiergesundheits-Sparte ins Schaufenster. „Durch Akquisitionen und organisches Wachstum haben wir Elanco zu einer Größe und Dimension entwickelt, die es uns erlaubt, verschiedene Optionen für eine weitere Wertsteigerung zu prüfen“, sagte Konzernchef David Ricks am Dienstag. Ein Verkauf oder ein Börsengang seien möglich. Die Sparte macht rund 13 Prozent des Konzernumsatzes aus.

Eli Lilly verbuchte im dritten Quartal trotz eines Umsatzanstiegs einen Gewinneinbruch, der aber weniger stark ausfiel als befürchtet. Als Gründe nannte Ricks Sondereffekte wie Abschreibungen, Umstrukturierungs- aber auch Forschungs- und Entwicklungskosten. Bei einem Umsatzplus um neun Prozent auf 4,8 Milliarden Euro (5,66 Milliarden Dollar) sank der Gewinn um fast 29 Prozent auf rund 470 Millionen Euro. Die Aktien von Eli Lilly kletterten vorbörslich um mehr als zwei Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 89,10 Dollar.

Die Gewinnbringer der Pharmabranche
Platz 10: Prevenar
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Der Impfstoff schützt vor der Infektionskrankheit Pneumokokken, einer bakteriellen Lungenentzündung, die vor allem für Kleinkinder und ältere Menschen lebensbedrohlich sein kann. Dem Pharma-Riesen Pfizer bringt der Impfstoff jährlich 5,7 Milliarden Dollar ein.

(Foto: PR)
Platz 9: Lantus
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Den Insulin-Stift von Sanofi nutzen weltweit Millionen Diabetiker – und bescheren dem französischen Pharmakonzern jährlich Einnahmen von mehr als sechs Milliarden Dollar.

(Foto: Imago)
Platz 8: Herceptin
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Unter dem Namen Herceptin vermarktete der Baseler Pharmakonzern Roche einen Antikörper, der zur Behandlung von einigen Brust- und Magenkrebsformen eingesetzt wird. Die Entwicklung der Arznei durch den Krebsforscher Dennis Slamon wurde 2008 unter dem Titel „Living Proof“ verfilmt. Bis heute hat auch Roche seine Freude an dem Medikament: Es generiert pro Jahr einen Umsatz von 6,7 Milliarden Dollar. Damit trägt Herceptin allein mehr als zehn Prozent zum Jahresumsatz von Roche bei.

(Foto: picture-alliance / medicalpictur)
Platz 7: Avastin
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Mit Avastin hat Roche ein weiteres profitables Krebsmedikament im Portfolio: Avastin ist beispielsweise für Darm-, Lungen- oder Gebärmutterhalskrebs im fortgeschrittenen Stadium zugelassen. Die Baseler verdienen pro Jahr 6,72 Milliarden Dollar mit dem Wirkstoff.

(Foto: PR)
Platz 6: Revlimid
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Der Wirkstoff des US-Pharmakonzerns Celgene ist in Europa als „Orphan Drug“ zugelassen – also als Medikament für seltene Krankheiten. Das bedeutet, dass es nur in wenigen Fällen verschrieben wird, die Therapiekosten jedoch sehr hoch sind. Das Krebsmittel bringt Celgene im Jahr knapp 7 Milliarden Dollar.

(Foto: PR)
Platz 5: MabThera/Rituxan
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Das wichtigste Krebsmittel von Roche generiert jährlich 7,23 Milliarden Dollar Umsatz. Der unter den Namen MabThera und Rituxan vermarktete Wirkstoff gilt als Vorreiter der sogenannten gezielten Krebstherapie, bei der die Antikörper mittels Gentechnik hergestellt werden.

(Foto: PR)
Platz 4: Remicade
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Die Ampullen der US-Pharmariesen Johnson & Johnson sowie Merck & Co. helfen gegen zahlreiche Krankheiten: In Europa ist das Medikament als Therapie etwa für die chronische Darmerkrankung Morbus Crohn oder die Hautkrankheit Schuppenflechte zugelassen. Der Allrounder bringt den beiden Konzernen jährliche Einnahmen von 8,2 Milliarden Dollar.

(Foto: PR)

Ricks hatte dem Konzern zuletzt eine Rosskur verordnet mit dem Ziel, umgerechnet über 400 Millionen Euro pro Jahr einzusparen. Dem werden auch 3500 Stellen zum Opfer fallen. Ziel ist es, mehr finanziellen Spielraum für die Entwicklung neuer Medikamente zu erhalten. Zunächst fallen dafür aber hohe Kosten von rund einer Milliarde Euro vor Steuern an, die im dritten und vierten Quartal verbucht werden sollen.

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