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Elon Musk Tesla muss Lieferungen in Norwegen drosseln

Tesla-Chef Elon Musk hat in Norwegen die Lieferungen seiner Elektroautos gedrosselt. Grund sind Probleme in der lokalen Lieferkette.
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Laut US-Medien sind die Probleme in Norwegen mit einem Mangel an Transportern verbunden, die den örtlichen Straßenverkehrsvorschriften entsprechen. Quelle: AFP
Elon Musk

Laut US-Medien sind die Probleme in Norwegen mit einem Mangel an Transportern verbunden, die den örtlichen Straßenverkehrsvorschriften entsprechen.

(Foto: AFP)

New York Der US-Elektroautohersteller Tesla hat viel zu tun in Norwegen, einem seiner wichtigsten Märkte. Doch in letzter Zeit wurde es dort zunehmend schwierig für den US-Konzern, seine Fahrzeuge auszuliefern. Die Tesla-Lieferungen wurden vermehrt von norwegischen Behörden auf den Straßen gestoppt, da die Autos mithilfe „gefährlicher“ Trucks ausgeliefert wurden, welche nicht den landesweiten Straßenverkehrsvorschriften entsprechen.

Laut norwegischen Medienberichten wurden mehrere Fahrzeuge aus Sicherheitsgründen während der Inspektionen von den Behörden angehalten. Ein weiterer Lastwagen geriet in einen Unfall. Zwei Tesla-Fahrzeuge vom Typ Model S wurden dabei auf dem Anhänger zerquetscht, berichtet das US-Medium Electrek.

Per Twitter sagte Tesla-Chef Elon Musk: „Ich habe unser Team gebeten, die Auslieferungen zu verlangsamen. Kundenzufriedenheit und Sicherheit sind wichtiger als ein paar zusätzliche Autos in diesem Quartal.“

Tesla gab zu, dass es Schwierigkeiten hat, Transporter zu finden, die den norwegischen Straßenbestimmungen entsprechen. Ein Tesla-Sprecher in Norwegen sagte lokalen Medien, dass das Unternehmen versucht, Alternativen zu finden. „Wir arbeiten daran, das Problem zu beheben. Wir haben die Norwegian Trucking Federation gebeten, bei der Suche nach weiteren Lieferanten zu helfen, die die Kapazität für unser Volumen haben.“

Nach den USA und China ist Norwegen der drittgrößte Markt von Tesla. Der Umsatz hat sich dort laut Bloomberg im vergangenen Jahr auf 823 Millionen Dollar mehr als verdoppelt. Elektroautos gelten als sehr beliebt in dem nordeuropäischen Land.

Das Transportproblem ist in dieser Woche besonders entscheidend, da sich das Unternehmen in der Mitte des Lieferschubs befindet. Wie üblich ist Teslas dritter Monat des Quartals der mit der höchsten Liefermenge. Laut Zulassungsdaten hat Tesla in den ersten beiden Monaten des Jahres nur rund 300 Fahrzeuge in Norwegen ausgeliefert, im März aber bereits knapp 1000 Fahrzeuge.

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8 Kommentare zu "Elon Musk: Tesla muss Lieferungen in Norwegen drosseln"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Teil 1/2:

    Zum Thema „mit der "Herrschaft des Geldes" aufräumen“ in meinem Kommentar hier (29.03., 10:37 Uhr):

    Vor einigen Monaten war in der SWR-Sendung „Ich trage einen großen Namen“ der Urenkel des brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer, Paulo Sérgio Niemeyer, zu Gast. Oscar Niemeyers Weltruhm als Architekt begründet sich bekanntlich nicht zuletzt darauf vor 60 Jahren innerhalb von vier Jahren eine ganze Stadt – Brasiliens auf dem Reißbrett geplante Hauptstadt, Brasília – quasi aus dem Boden gestampft hatte. Kommentare zu den Schlagwörtern „Flughafen Berlin“, „Stuttgart 21“ (usw. usf.) spare ich mir jetzt einfach mal. Schließlich hatte Niemeyer „freie Hand“ (zu Deutsch: er wurde bei der Umsetzung dieses Mammutprojekts nicht von einem überbordenden Bürokratieapparat ausgebremst).

    Worauf ich hier eigentlich hinaus will:

    Im Gespräch erwähnte Paulo Sérgio Niemeyer, dass sein Uropa Kommunist gewesen sei.

    Und Niemeyer genoss überall nicht nur wegen seines einzigartigen Lebenswerks - ein Vermächtnis, das auch für zukünftige Generationen von großem Einfluss und Bedeutung bleiben wird - sondern gerade auch wegen seiner ausgesprochen sozialen und menschenfreundlichen Gesinnung große Anerkennung.

    Das bringt mich auf folgenden Gedanken:

    Das Prinzip (bzw. der „Grundgedanke“), auf dem der Kommunismus beruht und durch das er sich fundamental vom Kapitalismus unterscheidet – nämlich, dass niemand Anspruch auf den Besitz bzw. das Eigentum an den natürlichen Ressourcen (Land, Wasser, Rohstoffe) erheben kann – ist im Grund völlig richtig.

    Der Grund dafür, dass der Kommunismus überall so krachend gescheitert ist (sprich: sämtliche auf dem sozialistischen Gedanken beruhenden politischen Systeme überall auf der Welt nicht einfach nur gescheitert sind, sondern – schlimmer noch – die Menschen, die diesem System unterworfen waren elementarer Menschen-, Freiheits- und Selbstbestimmungsrechte beraubt wurden) dürfte …

    Fortsetzung siehe Teil 2/2!

  • Fortsetzung (Teil 2/2):

    … dürfte darin liegen, dass alle unter diesem System lebenden (bzw. leidenden) Menschen eben NICHT gleich(-berechtigt) waren, sondern darin einige wenig das alleinige „Sagen“ hatten – während alle, die nicht dem elitären Kreis dieser „Mächtigen“ und ihrer Erfüllungsgehilfen angehörten, „nichts zu melden hatten“ (und wenn sie sich doch mal was trauten, umgehend mundtot gemacht oder gleich ganz „ausgeschaltet“ wurden).

    Fazit: Ob ein solches Systems im Sinne aller Menschen und ihrer unveräußerlichen Rechte funktionieren und nicht (wie bisher regelmäßig) von Einzelnen (den Machthabern bzw. Diktatoren) missbraucht werden kann, hängt entscheidend davon ab, dass wirklich JEDE EINZELNE STIMME GLEICHES GEWICHT HAT.

    Die Umsetzung dieses Anspruchs war aufgrund der in früheren Zeiten noch nicht vorhandenen technischen Voraussetzungen de facto nicht möglich. DIES GILT HEUTE ABER NICHT MEHR.

    Eines muss jedenfalls ganz klar sein:

    Gerade im heutigen digitalen Informationszeitalter, in dem sich heute nicht wenige Menschen hoffnungslos damit überfordert fühlen, Zusammenhänge zu erkennen und „den Überblick zu wahren“, weil sämtliche Problemstellungen, die für unser zukünftiges Leben von elementarer Bedeutung sind längst so ungeheuer komplex geworden sind (und ehemals „feste Gewissheiten“ aufgrund neuer gesicherter Erkenntnisse in immer schnellerem Tempo „über Bord geworfen werden“), brauchen wir dringender denn je echte Führungspersönlichkeiten. Und unter diesen Begriff fällt jeder, der sich ob seiner anerkannten außergewöhnlichen Kompetenz auf einem bestimmten Gebiet echte Autorität erworben hat.

    Allerdings: Mit Macht hat echte Autorität NICHTS zu tun.

  • @Herr Peter F
    28.03.2018, 18:54 Uhr

    "Extrem hohe Cash Burn Rate."

    Für mich ein Grund mehr, mit der "Herrschaft des Geldes" aufzuräumen. Der Bessere muss sich durchsetzen können, nicht der Mächtigere.

    "Qualitätsprobleme."

    Welche meinen Sie genau? Zum Thema "Produktions- und Absatz-Ziele":

    Sorgfalt geht auf jeden Fall vor Schnelligkeit. Sonst hat man hinterher regelmäßig einen umso größeren Aufwand (bzw. "Ärger") damit, durch hektikbedingte Fehler verursachte Probleme wieder zu beseitigen.

  • Frau Bollmohr, mich würde wirklich interessieren, wie Sie darauf kommen, dass es bei Tesla gut läuft? Bisher wurde jedes Produktions- und Absatz-Ziel von Tesla verfehlt (Model 3 und gesamt). Extrem hohe Cash Burn Rate. Qualitätsprobleme. Die letzten Insider-Trades waren alle Verkäufe. Top-Manager, die kündigen. Kursrutsch seit gestern. Etc.

    Wo sehen Sie Positives? In diesem Artikel?

  • Hallo Fr. Bollmohr, Tesla läuft seit Beginn sehr gut. Tesla findet trotz horrender Verluste regelmässig Kapitalgeber um die regelmässigen Kapitalmassnahmen zu zeichnen

  • @Herr Holger Narrog
    26.03.2018, 09:45 Uhr

    "Solange Tesla mit jedem Auto Geld verliert ist eine Drosselung des Absatzes eine gute Nachricht für das Unternehmen und dessen Kapitalgeber"

    ???
    Für mich liest sich der Artikel so, als hätte Tesla (nicht nur in Norwegen) einen ganz guten Lauf.

  • Von Redakteuren des Handelsblatts hätte ich erwartet, Pressemeldungen kurz zu durchdenken, bevor einfach 1:1 kopiert wird. Tesla plant Erfolge, die kein anderer Hersteller in einem extrem wettbewerbsintensiven Markt zustande gebracht hat (alleine z.B. Model 3 bzgl. Zeitplan, Absatz, Fahrzeug-Performance, Gewinnmarge, etc.). Und nun ist der Transport der Fahrzeuge in Norwegen so unlösbar, dass die Produktion gedrosselt werden muss? Und auch noch gerade jetzt, wo bald Zahlen veröffentlicht werden müssen? Wer soll das glauben?

  • Solange Tesla mit jedem Auto Geld verliert ist eine Drosselung des Absatzes eine gute Nachricht für das Unternehmen und dessen Kapitalgeber.

    Der Grund für den guten Absatz in Norwegen sind die dortigen Subventionsregeln. Des Weiteren ist Norwegen aufgrund seiner preiswerten Stromerzeugung auch technisch/ökonomisch für Elektroautos prädestiniert.

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