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Elon Musk verfehlt Absatzziele Produktionsprobleme belasten Tesla

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Einige Analysten misstrauen der Hochstimmung

539 PS, Regen, Baustelle – und der Tesla lenkt selbst

Mit dem Einstieg ins Volumengeschäft werden auch die Ansprüche an das Supercharger-Netz, den Vertrieb und den Service steigen. Das ist Musk längst klar. Nicht umsonst kündigte er bei der Präsentation des Model 3 an, die Zahl der Shops und der Ladestationen deutlich ausbauen zu wollen. Kurzum: die Investitionen dürften in den kommenden Jahren weiter steigen. Schon 2015 hatte Tesla einen Verlust von 880 Millionen Dollar ausgewiesen. „Umso wichtiger wird es sein, mit dem Model 3 Geld zu verdienen, damit die Verluste nicht ausufern“, sagt Bratzel.

Die Euphorie um das Model 3 hatte die Aktie auf ein Allzeithoch bei fast 250 Dollar getrieben. Doch einige Analysten misstrauen der Hochstimmung. Brian Johnson, Autoexperte der britischen Bank Barclays warnt in einer Analyse sogar vor einer „Atmosphäre wie am Schwarzen Freitag“ – und weist damit auf eine mögliche Blase hin. Immerhin habe es Tesla schon bei vorangegangenen Modellen nicht geschafft, den vereinbarten Termin einzuhalten.

Vorschusslorbeeren wirken sich positiv aus

Andere sind optimistischer: In einem Report kommt Morgan Stanley zu dem Schluss, dass Tesla nun damit beginnen könnte, die Autobranche umzukrempeln. „Wir haben bisher immer betont, dass Tesla – trotz der vielen Fortschritte – noch nicht wirklich disruptiv in der Autoindustrie gewirkt hat”, schreiben die Analysten der britischen Bank. „Wir haben das Gefühl, dass sich das nun ändern könnte.“

Und auch auf die Finanzierung des Autobauers haben sich die Vorschusslorbeeren der Anleger positiv ausgewirkt. Würde jeder, der vorbestellt hat, auch tatsächlich ein Model 3 kaufen, könnte Tesla mit Einnahmen von rund zehn Milliarden Dollar rechnen. 1.000 Dollar beziehungsweise Euro müssen die Kaufinteressenten heute schon vorweisen. Ohne auch nur ein Auto gebaut zu haben, hat Tesla damit bislang 276 Millionen Dollar eingesammelt.

Das Geld will man vorerst nicht anrühren, heißt es aus dem Unternehmen. Immerhin muss der Vorschuss zurückgezahlt werden, wenn die Bestellung storniert wird. Aber es ist ein gutes Polster und immerhin sogar mehr, als 2010 beim Börsengang eingesammelt wurde. Das soll Elon Musk erst mal einer nachmachen.

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11 Kommentare zu "Elon Musk verfehlt Absatzziele: Produktionsprobleme belasten Tesla"

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  • Da sieht man wieder, "Der Kopf fängt vom Kopf an mit stinken". Die meisten Probleme werden im Management gemacht und kommen durch Selbstüberschätzung. Hier herrschen Führungskräfte, die vom grünen Tisch aus regieren, doch mit der eigentlichen Produktion nicht im geringsten vertraut sind. Zahlen und Starttermine werden noch vor der eigentlichen Planung aus der Hüfte geschossen und nachträglich werden Schuldige für die Misere gesucht. Leider verdienen die Herren trotz aller Fehler Millionen und fallen die Showtreppe immer nach oben.

  • Nichts von dem von Ihnen gesagten widerspricht meinen Ausführungen. Die Amis sind Pragmatiker. "It works!" is ihr Credo. Wenn man die Manpower kaufen/entführen kann (z.B W. von Braun) machen sie das, ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen. Raumfahrt-Transporttechnologie, lässt sich kein Geld mit HITEC verdienen, wenn die Russen das fürn Appel und ein Ei anbieten, sollen sie. Ja und die Patente, das gehört halt mit zur politisch/juristischen Flankierung. Besser als die dummen Deutschen, die etwas zur Laborreife bringen, die Früchte sich aber von Anderen wegnehmen lassen

  • Komisch, das Wissentschaftler der USA behaupten die Nazis waren wissenschaftlich 30 Jahre voraus und den B2-Bomber als Rekonstruktion des Nurrflüglers erst um 1990 hinbekommen haben! Also allein dies spricht Bände, des weiteren kann die USA nichtmal bemannte Raumfahrt betreiben ohne die Triebwerke aus Russland. Außerdem ist china und Russland militärtechnisch nun auch führend und die USA halten nicht mit, wurde von Offizielen aus USA bestätigt. Noch dazu kommt, dass die Hardware der IT-Technologie auch hauptsächlich entwickelt wird (Japan, Südkorea...)! Also außer im Marketingbereich (der dann auch nur bei so oberflächlichen Personen wie Ihnen funktioniert) sind den die USA so führdend? Bitte jetzt nicht mit Software kommen, den dort sind Sie nur führend weil Sie ständig mit irrwitzigen Patenten anderen die Entwicklungen versauen! Ach stimmt in Erdölförderung sind Sie führend, was aber negativ ist den die Entwicklungen funktionieren nicht umweltgerecht, siehe Deep Water Horizon oder Fracking! Bitte dringend um nur ein Beispiel...

  • Wie viele Quartale müsste Tesla Autos bauen, bis die 300.000 ausgeliefert sind? Länger als fünf Jahre???
    Werden die Interessenten so lange warten?
    Werden die Mitbewerber so lange warten?
    Weltweit werden jährlich über 70 Millionen PKW produziert. Was sind denn da 300.000 in fünf Jahren?
    So kommt weder Tesla noch das E - Auto aus der Nische.
    Wer hat das Konzept für eine Million E - Autos jährlich in Deutschland, vier Millionen jährlich in den USA und 10 Millionen E - Autos jährlich jeweils in China und in Indien.
    Ist das in den nächsten 25 Jahren zu schaffen? Wenn nicht, dann ist jedes Wort überflüssig.

  • Tesla auf Allzeithoch? Den Autoren scheint die Euphorie um das Model 3 selbst angesteckt zu haben, denn die Aktie ist im Gegensatz zum Behaupteten weit vom Allzeithoch entfernt. Zu den 286 Dollar aus dem September 2014 ist der Weg von aktuell knapp 250 Dollar noch lang.

    Bei aller gerechtfertigten Skepsis vor dem Tesla-Hype: Musk ist an der Börse schon mehrfach abgestraft worden - mal für nicht eingehaltene Prognosen, mal einfach aus schlechtem Sentiment heraus. Es ist nicht so, dass der Markt Tesla hier immer blind gefolgt wäre. Telas Vertrauens-Vorsprung bei den Investoren ist nicht so groß, wie er dargestellt wird. 2015 brach die Aktie in der zweiten Jahreshälfte heftig ein.

  • Ich behaupte ja nicht, dass deutsche Ingenieure schlecht sind (bin selbst einer), aber um ein Produkt marktreif, begehrenswert und lukrativ zu machen, bedarf es mehr als gute Ingenieure, Dinge wie Marketing gehörn genauso dazu, was nicht nur heisst die Kunden zu überzeugen, sondern auch potentielle Geldgeber, gepaart mit einer teilweise brutalen Vertriebsstrategie. WEnn das ganze dann auch noch von politischer Seite flankiert wird, und ich meine hier nicht innovationshemmenden Subventionen, sondern z.B von juristischer Seite (siehe VW), dann entsteht schon ein nahezu perfektes Umfeld

  • ich habe lediglich +20 Jahre Erfahrung als Ingenieur in der Industrie

  • Wenn Sie behaupten, den AMIs ist die industriell/technische Kompetenz abgekommen, dann haben Sie keine Ahnung, und fallen auf die Jubelarien der Sytempresse (wir schaffen das, wir sind die Grössten, mit unserer ökonomisch/technologischen Power können wir die ganze Welt alimentieren, am Deutschen Wesen soll die Welt genesen). Die Deutschen Traditionsunternehmen sind auch nur Chinesen auf (noch) etwas höherem Niveau. Praktisch alle (technologischen) Innovationen kommen seit spätestens WW2 aus den USA, und wenn American Spirit mal ein Segment als zukunftsträchtig und lukrativ ür sich entdeckt hat, machen sie alle Dinosaurier platt

  • Wer sich ein E-Auto (Tesla und Co.) anschaft der hat entweder keine Ahnung von Technik oder hat zuviel Geld auf der hohen Kante.
    E-Autos sind weder billig noch alltagstauglich. E-Autos bedeuten einen Rückschritt für die Menschheit. Genauso wie die staatlich erzwungene Energiewende/Energieeinsparverordnung in Deutschland....diese bedeutet nämlich auch Mangel und Armut für uns ALLE. Danke!

  • Sowas ist garantiert nicht mein Traumauto.
    Wenn ich die Kohle hätte, dannn würde ich mir ein total unvernünftiges und politisch-inkorrektes Teil zulegen - wie beispielsweise die Corvette C7:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Corvette_C7
    SO muss ein Ami-Schlitten sein: 6 Liter Hubraum und wie ein Löwe brüllender Sound, wenn man das Gaspedal bearbeitet! Selbstkastration für Öko-Spinner brauche ich nicht...
    Nichtsdestotrotz konnte man (und kann vielleicht auch noch etwas länger) mit Tesla-Aktien Geld machen - solange der Hype läuft.
    Raus muss man, wenn der Hype zu Ende geht, und das ist leichter gesagt als getan. Gerade E-Autos benötigen aber ein inflationäres Umfeld / eine ausgeprägte Kreditexpansion, da sonst nicht finanzierbar.
    In einem deflationären Umfeld bzw. Kreditkontraktion sollte man sich daher von solchen Aktien auch mit als Erstes trennen...

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