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Eltern minderjähriger Konsumenten in den USA wollen Schadenersatz Sammelklage gegen Alkoholhersteller

Juristen in den USA haben einen neuen Quell für Sammelklagen gefunden. Nachdem sich in den vergangenen Jahren Unternehmen der Tabakindustrie mit Schadenersatz-Klagen konfrontiert sahen, hat nun ein US-Anwalt Hersteller alkoholischer Getränke verklagt.

wsj/aug NEW YORK. In der Klageschrift wirft David Boies III, Sohn des berühmten gleichnamigen Anwalts, den Unternehmen vor, Minderjährige in Werbekampagnen zum Genuss alkoholischer Getränke anzustiften.

Die Produkte würden vor Kinofilmen und auf den Internetseiten der Hersteller angepriesen. Auch Werbeanzeigen in Zeitschriften wie „Stuff and Spin“, die vorwiegend von Jugendlichen gelesen werden, sind Gegenstand der Klage. Viele dieser Aktivitäten verstoßen nach Ansicht von Boies gegen die freiwilligen Beschränkungen, die die Handelsgruppe „Distilled Spirits Council“ aufgestellt habe.

Zu den Beklagten zählen Diageo, Bacardi, Adolph Coors, Heineken, Brown-Forman und Mark Anthony Group und das Beer Institute. Nicht in der Klageschrift genannt seien die beiden großen US-Bierhersteller Anheuser-Busch und Miller Brewing. Die Beklagten wiesen laut die Anschuldigungen zurück.

Die Kanzlei Straus & Boies hatte die Klage vor zwei Wochen im Namen von Ayman R. Hakki, einem Chirurgen aus Washington, eingereicht. Die Klage soll zwei Gruppen vertreten, die auf Wunsch der Kläger vor Gericht getrennt voneinander behandelt werden sollen: Erstens die Eltern minderjähriger Alkoholkonsumenten, und zweitens die Eltern aller Kinder, die von dieser Werbung betroffen sind. Tausendfacher Tod, Verletzungen und Krankheiten seien die Folge des Alkoholkonsums von Jugendlichen, die das in den USA gesetzlich vorgeschriebenen Alter von 21 Jahren noch nicht erreicht haben, so die Klageschrift.

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