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EnBW-Chef Villis „Unser Partner war nicht der Heilige Nikolaus“

Zum Ende seiner Amtszeit kann sich EnBW-Chef Hans-Peter Villis über einen neuen Gasliefervertrag freuen. Im Interview spricht er über die zweifelhaften Geschäfte mit dem Lobbyisten Andrey Bykow – und über Utz Claassen.
14.07.2012 - 13:55 Uhr 1 Kommentar
Der scheidende EnBW-Chef Hans-Peter Villis. Quelle: dpa

Der scheidende EnBW-Chef Hans-Peter Villis.

(Foto: dpa)

Handelsblatt: Herr Villis, kurz vor dem Ende Ihrer Amtszeit haben Sie einen großen Gasliefervertrag geschlossen. Brauchen Sie, nachdem Ihr Vertrag nicht verlängert wurde, noch einen guten Abgang?

Hans-Peter Villis: Mit dem Ende meiner Amtszeit hat das natürlich nichts zu tun. Wir arbeiten seit Jahren an unserer Gasstrategie und haben mehrere Optionen geprüft. Solche Verhandlungen im Gasgeschäft dauern eben lang, und wann sie abgeschlossen werden, lässt sich nicht planen. Aber natürlich freue ich mich, dass es nun gelungen ist, diesen Vertrag für die EnBW abzuschließen.

Warum ist Ihnen der Vertrag so wichtig?

Im Gegensatz zum Stromgeschäft war die EnBW bei Gas traditionell schwächer. Wir wollten das Gas nicht nur von den Großhändlern kaufen und dann in Deutschland an unsere Kunden vertreiben, sondern die Wertschöpfungskette erweitern. Deshalb wollten wir uns entweder selber an Gasfeldern beteiligen oder direkte Lieferverträge mit den Produzenten schließen. Letzteres ist uns jetzt gelungen.

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    Den Namen Ihres Partners wollen Sie nicht nennen. Nach unseren Informationen ist es das russische Unternehmen Novatek.

    Unser Vertragspartner hat uns zunächst noch um Vertraulichkeit gebeten. Dafür bitte ich um Verständnis.

    Wie viel Prozent Ihres Gasbezugs haben Sie denn jetzt über den Vertrag gesichert?

    Knapp 30 Prozent des Gases, das wir absetzen, beziehen wir demnächst über den neuen Vertrag.

    Konkurrenten haben derzeit Probleme mit ihren langfristigen Bezugsverträgen. Die Preise sind zu hoch, die Verträge nicht flexibel. Haben Sie es besser gemacht?

    Wir haben natürlich den Markt genau beobachtet. Zum einen ist die Menge, die wir abnehmen können, sehr flexibel. Je nach Bedarf können wir mehr oder weniger abnehmen. Zum anderen orientiert sich der Preis sowohl mittelbar am Ölpreis als auch an den Gasbörsen und reflektiert somit die zwischenzeitliche Entwicklung an den Gasmärkten.

    „Bauen das Gasgeschäft organisch auf“
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    1 Kommentar zu "EnBW-Chef Villis: „Unser Partner war nicht der Heilige Nikolaus“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • mal genauer hinkucken ,wem saubermann utz claasen sein job verdankte und wieviele ENBWmillionen von bykow an die utz inthronisierer zurückfloßen

      sauber utz,ein benefitkarrusell....

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