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Energie Atomausstieg sorgt für Verluste bei Vattenfall

Für Vattenfalls schlechte Quartalszahlen und das Abrutschen in die operative Verlustzone soll der deutsche Atomausstieg verantwortlich sein. Der Konzern denkt nach wie vor über eine Klage nach.
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Schutzhelm mit dem Logo des Energiekonzerns Vattenfall. Quelle: dpa/picture alliance

Schutzhelm mit dem Logo des Energiekonzerns Vattenfall.

(Foto: dpa/picture alliance)

Stockholm Der schwedische Energieversorger Vattenfall ist im zweiten Quartal operativ in die Verlustzone gerutscht und macht dafür den deutschen Atomausstieg verantwortlich. Die politische Entscheidung koste den Konzern operativ 10,2 Milliarden Schwedische Kronen (1,12 Milliarden Euro), teilte Vattenfall am Donnerstag mit. Dadurch entstehe ein Verlust (Ebit) vor Zinsen und Steuern von 3,2 Milliarden Kronen. Im Vorjahreszeitraum hatte Vattenfall noch einen operativen Gewinn von 8,9 Milliarden Kronen verbucht.

„Der Rückgang beruht hauptsächlich auf einem Einmaleffekt von 10,2 Milliarden Kronen, der durch die Entscheidung des deutschen Parlamentes für einen Ausstieg aus der Atomkraft hervorgerufen wurde“, erklärte der Staatskonzern. Die Hälfte der Summe schreibt Vattenfall auf die beiden abgeschalteten AKW Brunsbüttel sowie Krümmel ab und erhöht zugleich die Rückstellung für Rückbau und Entsorgung. Der Konzern bekräftigte, dass er das Votum von Bundestag und Bundesrat akzeptiere, aber auch „einen fairen Ausgleich für die finanziellen Einbußen“ erwarte. Ein weiterer Grund für den operativen Verlust sei, dass Vattenfall die hohen Produktions- und Umsatzzahlen des Vorjahres nicht habe wiederholen können.

Vattenfall betreibt das AKW Brunsbüttel in Schleswig-Holstein. Zudem hält der Konzern 50 Prozent am AKW Krümmel und 20 Prozent an Brokdorf. Nach Pannenserien sind die AKW Krümmel und Brunsbüttel aber bereits seit Jahren ausgeschaltet. Sie sollen im Zuge des Atomausstiegs auch vom Netz bleiben.

Die Bundesregierung hat nach der AKW-Katastrophe in Japan die Energiewende vollzogen. Anfang Juli nahm das Gesetzespaket mit dem Atomausstieg bis 2022 im Bundesrat die letzte Hürde. Die Versorger E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall prüfen Klagen gegen Teile davon.

  • rtr
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