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Energiekonzern OMV-Produktion legt deutlich zu

Durch die wiederanlaufende Produktion in Libyen konnte der Konzern sein Ergebnis im zweiten Quartal wieder steigern. Die Produktion liegt nun wieder nahe dem Vorkrisenniveau.
20.07.2012 Update: 20.07.2012 - 12:54 Uhr Kommentieren
Eine OMV-Tankstelle. Quelle: Reuters

Eine OMV-Tankstelle.

(Foto: Reuters)

Wien Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV hat im zweiten Quartal dank der wieder anlaufenden Produktion in Libyen mehr Öl und Gas gefördert. Von April bis Juni stieg die Gesamtproduktion im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund ein Zehntel auf 305.000 Barrel pro Tag, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Wegen des Bürgerkriegs im vergangenen Jahr hatte sich die OMV vorübergehend aus Libyen zurückgezogen. Mittlerweile liege die Produktion dort wieder nahe dem Vorkrisenniveau, erklärte die OMV. Vor den politischen Umwälzungen durch den Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi hatte die österreichische Firma rund zehn Prozent ihrer konzernweiten Fördermenge aus dem nordafrikanischen Land bezogen.

Die OMV ist neben Österreich und Süddeutschland vor allem in Südosteuropa und dort in Rumänien und der Türkei tätig. Längerfristig will das Unternehmen vor allem das profitable Geschäft mit der Förderung von Öl und Gas ausbauen und Teile ihres Raffinerie- und Tankstellengeschäfts verkaufen.

Die Raffineriemargen, die die Profitabilität des Öl- und Gasgeschäftes messen, stiegen deutlich auf 4,15 von 1,51 Dollar je Barrel im Vorjahreszeitraum. Die Kennzahl setzt die Kosten für die Förderung von Öl und Gas in Relation zu den Gewinnen, die OMV damit erzielt. Grund für den Anstieg waren niedrigere Kosten für den eigenen Energieverbrauch durch sinkende Ölpreise. Zudem profitierte die OMV von höheren Preisen in der Petrochemie, für die Öl der Grundstoff ist. Im Tankstellengeschäft kam der OMV der Start der Urlaubssaison zugute.

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    Den kompletten Quartalsbericht will die OMV am 8. August veröffentlichen. In den Ergebnissen seien negative Sondereffekte von netto 140 Millionen Euro enthalten. Grund dafür sind unter anderem Abschreibungen beim einem Gasfeld in Strasshof nahe Wien. Zudem musste die OMV im Betriebsergebnis (Ebit) negative Auswirkungen aus Sicherungsgeschäften im Umfang von 32 Millionen Euro verdauen.

    • rtr
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