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Energiewende in Gefahr Windkraft-Ausbau hinkt massiv hinterher

Alarmstimmung in der Windkraftbranche: Der Ausbau der Offshore-Windparks ist stark im Verzug. Die Beteiligten reichen die Schuld von einem zum anderen weiter. Die Regierung muss dringend die wichtigsten Fragen klären.
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Windräder eines Offshore Windparks. Quelle: ap

Windräder eines Offshore Windparks.

(Foto: ap)

Düsseldorf/MünchenWenn RWE-Manager innerhalb von sieben Monaten gleich zweimal einen Brandbrief an die Bundesregierung schreiben, müssen die Sorgen sehr groß sein.

Schon im Dezember hatten Strategievorstand Leonhard Birnbaum und der Chef für erneuerbare Energien, Fritz Vahrenholt, Alarm geschlagen: Die Inbetriebnahme von RWEs erstem Offshore-Windpark in Deutschland (Nordsee Ost) verzögere sich, schrieben sie. Der ursprüngliche Termin Ende 2012 verschob sich bis weit in 2013. Die Schuld gab RWE Netzbetreiber Tennet, der die Stromleitungen zur Küste nicht rechtzeitig fertig bekommt.

Jetzt mussten Birnbaum und Vahrenholt die Bundesregierung über eine weitere Verzögerung "um mehrere Monate" informieren. Erst 2014 wird der Windpark vor Helgoland mit seinen insgesamt 300 Megawatt starken Windrädern knapp 300 000 Haushalte versorgen.

"Die Gesamtverzögerung des Netzanschlusses beträgt mittlerweile rund 15 Monate und der damit verbundene Schaden im dreistelligen Millionenbereich würde im Ergebnis dazu führen, dass die gesamte Investition von insgesamt mehr als einer Milliarde Euro unwirtschaftlich wird", schrieben die RWE-Manager an Umweltminister Peter Altmaier und Wirtschaftsminister Philipp Rösler. Und der Brief, der dem Handelsblatt vorliegt, geht noch weiter. Zum einen seien wegen der Probleme beim Netzanschluss geplante Investitionsentscheidungen über weitere Windparks von RWE "in höchstem Maße gefährdet". Zum anderen zögerten auch andere Unternehmen mit ihren Bauentscheidungen.

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