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Engagement in der Autobranche Fischer berät künftig BMW

Der frühere Außenminister und Grünen-Politiker Joschka Fischer tummelt sich in der Berater-Branche. Im Erdgas-Geschäft ist er bereits aktiv. Nun soll noch ein Engagement in der Autobranche dazukommen. Fischer wird Berater für BMW. Für weitere Jobs hat er eigens eine Beraterfirma gegründet.
Joschka Fischer hat eine Beraterfirma gegründet. Quelle: Reuters

Joschka Fischer hat eine Beraterfirma gegründet.

(Foto: Reuters)

HB BERLIN. Fischer soll den Münchner Konzern bei der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie unterstützen, wie verschiedene Medien am Samstag berichteten. Für Schlagzeilen sorgte er bereits Anfang Juli mit seiner Rolle als Lobbyist der Nabucco-Pipeline, mit der künftig Erdgas von Zentralasien nach Europa transportiert werden soll.

Der "Spiegel" berichtete unter Berufung auf BMW-Konzernkreise, Fischer solle "Ideen und Denkanstöße" geben, wie das Öko-Bewusstsein bei allen Mitarbeitern des Konzerns weiter gestärkt werden könne. Der frühere Vizekanzler und Taxifahrer sei aus Sicht von BMW die erste Wahl für den Job: Kaum jemand sonst könne "gewichtiger" und "glaubwürdiger" über Nachhaltigkeit sprechen. Zudem verfüge er aufgrund seiner internationalen Erfahrung über einen reichen Schatz an Ideen.

"Bild am Sonntag" meldete, sowohl der Energiekonzern RWE als auch BMW seien Kunden von Fischers neu gegründeter Beratungsfirma "Joschka Fischer & Co.", die in diesem Herbst ihr Büro in Berlin eröffnen werde. Partner des Ex-Außenministers sei ein alter Weggefährte, der ehemalige Grünen-Fraktionssprecher Dietmar Huber. BMW-Kommunikationschef Maximilian Schöberl bestätigte dem Blatt zufolge, dass Fischer den Konzern bei der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie unterstütze.

BMW hatte im ersten Halbjahr zweistellige Absatzeinbrüche einstecken müssen. Einsparungen sollen dem Konzern bei der Erfüllung der Renditevorgabe helfen. Zudem soll der Spritverbrauch der Edelkarossen mit neuen Techniken gesenkt werden.

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