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Engere Kooperation Renault und Mercedes tauschen die Motoren

Daimler und Renault-Nissan bauen ihre Partnerschaft aus: Künftig wollen sie auch bei Kompaktwagen kooperieren. Mit skurrilen Folgen: Nissans Nobelmarke Infiniti wird Daimler mit Mercedes-Technik Konkurrenz machen.
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Daimler-Chef Dieter Zetsche (links) and Nissan-Renault-Boss Carlos Ghosn verkündeten heute eine weitreichende Zusammenarbeit. Quelle: Reuters

Daimler-Chef Dieter Zetsche (links) and Nissan-Renault-Boss Carlos Ghosn verkündeten heute eine weitreichende Zusammenarbeit.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDaimler-Chef Dieter Zetsche und Renault-Nissan-Boss Carlos Ghosn präsentieren sich am Rande der Internationalen Automobil-Ausstellung in demonstrativer Eintracht. Sie sitzen in einem Konferenz-Saal des Maritim-Hotels in Frankfurt auf einer Bühne und unterhalten sich im Plauderton.

Die beiden hatten nach fast anderthalb Jahren eine Zwischenbilanz ihrer im April 2010 beschlossenen Zusammenarbeit angekündigt. Sie nutzen die Gelegenheit vor allem, um sich gegenseitig verbal auf die Schulter zu klopfen. Zetsche sagt: „Wir verstehen uns immer besser.“ Das gelte auch in sprachlicher Hinsicht. Er gibt der Zusammenarbeit die Schulnote „Eins mit Sternchen“. Ghosn erwidert die Komplimente höflich und spricht von einer „sehr erfolgreichen strategischen Allianz“.

Doch auch Neuigkeiten haben die Konzernlenker dabei: Sie wollen ihre Zusammenarbeit erweitern, und zwar bei den Kompaktwagen. Die fünf Einstiegsmodelle der Mercedes A- und B-Klasse bekommen künftig Renault-Motoren. Neue Motoren, die auf Renault-Nissan-Konzepten basieren, sollen von 2014 an auch in der B-Klasse mit sogenanntem Range Extender eingesetzt werden. Dabei lädt ein Verbrennungsmotor als Reichweiten-Verlängerer (Range Extender) mit einem Generator die Batterien auf, wenn diese weitgehend leer sind. „Der Motor von Renault-Nissan ist die perfekte Komponente dafür“, sagte Zetsche.

Nissans Nobelmarke Infiniti wird für ihren Kompaktwagen nicht nur Motoren von Mercedes beziehen, sondern ihn komplett auf Basis der B-Klasse bauen.

Außerdem prüfen die beiden Konzerne laut ihm eine mögliche Zusammenarbeit bei elektrisch angetriebenen Lieferwagen. Renault bringt hier seinen E-Kangoo noch dieses Jahr auf den Markt. Auch Daimlers herkömmlich angetriebener Klein-Transporter City-Van, der im Herbst 2012 auf Basis des Renault Kangoo kommen soll, wird einen Motor aus Frankreich unter der Haube haben.

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1 Kommentar zu "Engere Kooperation: Renault und Mercedes tauschen die Motoren"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Bildunterschrift: ,,Daimler-Chef Dieter Zetsche (links) and Nissan-Renault-Boss Carlos Ghosn verkündeten heute eine weitreichende Zusammenarbeit. "
    Vielleicht ein wenig zu viel Denglisch :)

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