Engere Kooperation Renault und Nissan wollen gemeinsam Kosten senken

Schon jetzt sind Renault und Nissan Partner – nun verbandeln sie sich noch stärker: Die beiden Konzerne wollen künftig in Forschung, Entwicklung sowie Einkauf und Personalführung ihre Kräfte bündeln – und so Geld sparen.
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Der Renault Kangoo in der Elektro-Version: Die beiden Partner Renault und Nissan rücken noch enger zusammen. Den Massen-Herstellern macht die schwache Pkw-Nachfrage in Europa zu schaffen. Quelle: Reuters

Der Renault Kangoo in der Elektro-Version: Die beiden Partner Renault und Nissan rücken noch enger zusammen. Den Massen-Herstellern macht die schwache Pkw-Nachfrage in Europa zu schaffen.

(Foto: Reuters)

Paris/TokioRenault und Nissan rücken noch enger zusammen. Der französische Autobauer und sein japanischer Partner kündigten am Montag an, künftig in einem neuen Management-Team Produktion, Forschung, Entwicklung sowie Einkauf und Personalführung zu bündeln. Der gemeinsame Konzernchef Carlos Ghosn verspricht sich davon einen „sofortigen Anstieg der Effizienz“.

Die engere Zusammenarbeit soll vor allem Kosten senken und den Rückstand in der Produktion gegenüber Rivalen wie Volkswagen und Toyota wettmachen. Beide Konzerne haben bereits ihre Produktionsketten verzahnt und wollen neue Modelle für den Massenmarkt bauen. Bis 2016 will Ghosn die Ausgaben um mindestens 4,3 Milliarden Euro reduzieren.

Wie der Twingo zum Kraftzwerg wird
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Den zweisitzige Kompakt-Renner mit 3,68 Metern Länge treibt ein Sechszylindermotor mit 265 kW/320 PS an.

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Direkt hinter den Sitzen montiert, sorgt das V6-Triebwerk für eine ausgewogene Gewichtsverteilung und gute Traktion der angetriebenen, 18 Zoll großen Hinterräder.

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Das Triebwerk stammt aus dem Renault/Nissan-Konzernregal und findet sich unter anderem in braven Pkw wie Renault Laguna oder Latitude, im Twin Run ist es mit einem sequenziell geschalteten Sechsganggetriebe kombiniert.

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Scharfer Außenspiegel: Details des Renault Twin Run.

Der 3,5-Liter-Motor des Fahrzeugs stammt aus dem Markencup und ist in Mittelmotorposition eingebaut. Das Aggregat beschleunigt den Twin’Run in 4,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Sein Maximaldrehmoment von 380 Newtonmetern erreicht der Motor bei 4.850 Umdrehungen in der Minute.

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Über der Heckscheibe sorgt ein Spoiler für den nötigen Anpressdruck an der Hinterachse.

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Das Rennfahrwerk mit doppelten Dreieckslenkern (Double Wishbone) haben die Ingenieure mit Renn-Federbeinen ausgestattet.

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Der Fahrerplatz ist gekennzeichnet von dem weit oben angeordneten Schalthebel. Direkt daneben, in der optimalen Position für Schau-Manöver wie beispielsweise 360-Grad-Drehungen, befindet sich die Handbremse. Die Aluminiumpedalerie stammt vom Dacia Lodgy Glace aus der französischen Eisrennserie Trophée Andros.

Ein 5,5-Zoll-Display direkt im Blickfeld des Fahrers gibt in Rot und Blau Auskunft über die wichtigsten Fahrparameter. Hinzu kommen als Reminiszenz an den R 5 Turbo zwei rote Anzeigen für die Öl- und die Wassertemperatur.

Den Massen-Herstellern macht die schwache Pkw-Nachfrage in Europa zu schaffen. Viele von ihnen suchen deswegen ihr Heil in Allianzen, um die Kosten zu senken. Renault war im abgelaufenen Jahr operativ in die roten Zahlen gerutscht. Der japanische Partner profitierte hingegen vom schwachen Yen, der das Export-Geschäft beflügelt. Renault ist mit 43,4 Prozent an Nissan beteiligt, im Gegenzug hält Nissan 15 Prozent an Renault.

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