Enttäuschte Börsianer Ford senkt Gewinnziel

Der Autobauer Ford geht eher pessimistisch ins neue Jahr. Das Gewinnziel von 2013 könne wohl im kommenden Jahr nicht wiederholt werden, heißt es in einer Prognose. Für den rein europäischen Markt soll das nicht gelten.
Update: 18.12.2013 - 17:46 Uhr Kommentieren
Autohersteller in Schieflage? Vielleicht liefert die Entwicklung neuer Automodelle Impulse für das neue Geschäftsjahr. Quelle: obs

Autohersteller in Schieflage? Vielleicht liefert die Entwicklung neuer Automodelle Impulse für das neue Geschäftsjahr.

(Foto: obs)

New YorkFord hat mit der Aussicht auf einen Gewinnrückgang im kommenden Jahr die Anleger verschreckt. Für das laufende Geschäftsjahr 2013 prognostizierte Ford am Mittwoch vor Steuern und Sonderposten einen Gewinn von rund 8,5 Milliarden Dollar. Im kommenden Jahr will der Autobauer sieben bis acht Milliarden Dollar verdienen und damit weniger als die bisher angepeilten acht Milliarden Dollar. Als Gründe nannte das Unternehmen die höheren Kosten für neue Modelle sowie die schwache Marktentwicklung in Europa und Südamerika.

In Europa erwartet Ford 2014 Belastungen in Höhe von 400 bis 500 Millionen Dollar, die vor allem mit Abfindungen im Zusammenhang stünden. "Das Unternehmen geht davon aus, dass sich 2014 die Ergebnisse in Europa im Vergleich zu 2013 verbessern", erklärte Ford. 2015 wolle der Konzern in Europa dann profitabel arbeiten.

Die Aktien verbilligten sich um gut sieben Prozent auf 15,50 Dollar. Zudem stellte Ford sein bisheriges Renditeziel von acht bis neun Prozent bis zur Mitte des Jahrzehnts in Frage. Auch auf dem Heimatmarkt USA, wo der Konzern für dieses Jahr einen Gewinn von 8,34 Milliarden Dollar erwartet, werde die Marge 2014 geringer ausfallen als bisher versprochen. Statt mit zehn Prozent rechnet Ford nur noch mit acht bis neun Prozent.

Unterdessen brodelt die Gerüchteküche über die Zukunft von Ford-Chef Alan Mulally weiter. Seit Monaten wird der 68-Jährige als neuer Chef des Software-Riesen Microsoft gehandelt. Ford-CFO Bob Shanks sagte, Mulally engagiere sich noch voll und ganz im operativen Geschäft des Autokonzerns. Er gehe auch nicht davon aus, dass die bisherige Nummer zwei, Chief Operating Officer Mark Fields, im kommenden Jahr auf dem Chefsessel Platz nehmen würde.

  • rtr
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