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Erdgas Linde verflüssigt Gold der Barentsee

Direkt vor der nördlichsten Stadt der Welt, Hammerfest, entsteht derzeit Europas größte Flüssiggasanlage. Sie wird im Auftrag des norwegischen Energie-Konzerns Statoil größtenteils vom deutschen Gas-Spezialisten Linde gebaut.

HAMMERFEST. Für Wolfgang Reitzle, Vorstandschef der Wiesbadener Linde AG, ist die Welt trotz beißender Kälte in Ordnung. „Das hier ist unser Show-Room“, sagt der ehemalige BMW- und Ford-Manager und zeigt stolz auf die Insel Melkøya. Direkt vor der nördlichsten Stadt der Welt, Hammerfest, entsteht derzeit Europas größte Flüssiggasanlage. Sie wird im Auftrag des norwegischen Energie-Konzerns Statoil größtenteils vom deutschen Gas-Spezialisten gebaut.

Hier soll ab 2007 Erdgas aus dem riesigen norwegischen Snøvhit-Gasfeld verflüssigt werden. „Für uns ist das eines unserer wichtigsten Projekte“, sagt Reizle. Eine erfolgreiche Inbetriebnahme der LNG-Anlage (Liquified Natural Gas), so seine Hoffnung, könnte äußerst lukrative Folgeaufträge für die kleinste Linde-Unternehmenssparte, Linde Engineering, nach sich ziehen.

Reitzle hat allen Grund zum Optimismus. „Fast jede Woche kommen russische Delegationen, um sich den Bau dieser nördlichsten Gas-Verflüssigungsanlage der Welt anzuschauen“, bestätigt Statoil-Manager Odd Mosbergvik. Das Interesse des östlichen Nachbarn ist verständlich, liegt doch nahezu „um die Ecke“ von Hammerfest das russische Shtokman-Erdgasfeld, das mit geschätzten Erdgasreserven von 3,2 Bill. Kubikmetern zu den größten der Welt gehört.

Linde-Chef Reitzle hofft, dass die LNG-Anlage auf Melkøya zum Vorbild für das Shtokman-Feld wird. Für den Konzern wäre das ein Durchbruch: Noch wird der Markt für LNG-Anlagen vom US-Konzern Air Products beherrscht. Gelingt es Linde, hier einzudringen, warten viele Aufträge auf das Wiesbadener Unternehmen.

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