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Erfolg mit Nutzfahrzeugen Wie die Daimler-Trucksparte vom Sorgenkind zum Lichtblick wurde

Jahrelang enttäuschte die Lkw-Sparte von Daimler mit schlechten Ergebnissen, während die Pkws von Mercedes glänzten. Mittlerweile ist es umgekehrt.
14.02.2019 - 16:17 Uhr 1 Kommentar
Die Lkw-Sparte des Konzerns hat ihre Sparziele erfüllt. Quelle: dpa
Daimler im Aufwind

Die Lkw-Sparte des Konzerns hat ihre Sparziele erfüllt.

(Foto: dpa)

Gaggenau Modellwechsel, Qualitätsprobleme in Mexiko und eine schleppend anlaufende Produktion in den USA: Das Jahr 2019 hat für Daimler schlecht begonnen. Im Januar steht ein Absatzminus von fast sieben Prozent bei den Pkws im Vergleich zum Vorjahr. Außer in China war das Geschäft in allen großen Märkten in der Autosparte des Konzerns rückläufig. Das 167 Milliarden Euro Umsatz schwere Konglomerat Daimler hat aber noch eine zweite große Division: Trucks. Und hier sieht die Lage weit besser aus.

Beim Lkw-Absatz liegt Daimler im Januar „leicht über Vorjahr“, erklärte Spartenchef Martin Daum am Donnerstag. Der Manager blickt auf ein Rekordjahr zurück. Absatz, Umsatz und Ertrag von Daimler Trucks sind im vergangenen Jahr gestiegen. Der größte Nutzfahrzeughersteller der Welt erlöste 2018 rund 38,3 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zu 2017.

Die verkaufte Stückzahl stieg um ein Zehntel an, auf mehr als 517.000 Fahrzeuge. Vor Steuern und Zinsen verdiente Daimler Trucks 2,7 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite kletterte dadurch von 6,7 auf 7,2 Prozent.

2019 rechnet Daum mit weiter steigenden Verkaufszahlen. Er gehe mit einer „gewissen Zuversicht“ ins neue Jahr. Bei der Marge sieht der 59-Jährige „noch etwas Luft nach oben“. Daimler Trucks stellt dieses Jahr eine Umsatzrendite in der Bandbreite von sieben bis neun Prozent in Aussicht.

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    Unter den vier produzierenden Sparten von Daimler (Pkws, Lkws, Vans, Busse) wird Trucks damit die voraussichtlich margenstärkste Division sein. Das ist eine Trendwende. Daimler Trucks ist plötzlich der Lichtblick der Marke mit dem Stern.

    Dabei war die Sparte lange das große Sorgenkind des Konzerns. Noch 2016 schockierte der Hersteller von schweren Sattelschleppern mit einem Umsatz- und Ergebniseinbruch die Kapitalmärkte. Die Rendite sackte auf 5,9 Prozent ab. Die Kosten waren zu hoch, die Sparte musste kräftig sparen. Das 2017 ausgerufene Ziel, die Aufwendungen um 1,4 Milliarden Euro zu drücken, wurde jetzt erfüllt. Das zahlt sich aus. 2019 werden die Einsparungen erstmals „voll ergebniswirksam“, teilt der Konzern nun mit.

    Im Pkw-Bereich stellt Daimler seinen Anlegern erst für 2021 wieder eine Marge von mehr als acht Prozent in Aussicht. Damit wird der Konzern seinen eigenen Ansprüchen („Das Beste oder nichts“) kaum gerecht. Folglich arbeitet der Vorstand an Effizienzmaßnahmen.

    Ein Sparpaket, das der künftige Daimler-Chef Ola Källenius gerade mit ausarbeitet, soll den Margenschwund aufhalten. Auf absehbare Zeit dürfte aber nicht mehr die erfolgsverwöhnte Autodivision bei Daimler am hellsten strahlen, sondern Daimler Trucks.

    Dennoch ist auch bei den schweren Lkws die Lage fragiler, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Märkte können von heute auf morgen in sich zusammenbrechen und dem Nutzfahrzeughersteller das Geschäft verhageln. 2018 kämpfe Daimler Trucks etwa in der Türkei und Argentinien mit erheblichen Absatzproblemen. Passiert derlei in gewichtigeren Märkten wie den USA, Philippinen oder China werden sich die Planzahlen nicht halten lassen.

    Der Vergleich mit der Konkurrenz offenbart zudem bei Daimler Trucks trotz Rekordergebnissen immer noch erhebliche Schwächen. Obwohl kein anderer Nutzfahrzeughersteller solch immense Skaleneffekte erzielen kann wie Daimler, gelingt es dem Konzern nicht, eine höhere Rendite als beispielsweise Volvo Trucks zu erwirtschaften.

    „Ich kann nicht nach Prozenten zahlen“, entgegnet Daimler-Manager Daum. „Ich gehe lieber auf absoluten Profit.“ Es sei nicht sein Anreiz, bei der Rendite besser zu sein als andere. Daum will laut eigenem Bekunden lieber bei den Produkten und der Marktpositionierung führend sein. „Ob jetzt am Ende der eine 8,8 Prozent macht, der andere 8,4 Prozent und der nächste 0,2 Prozent, ist mir eigentlich egal“, lässt der Trucker wissen. Ob Investoren diese Sicht auf die Rendite teilen, ist allerdings fraglich.

    Einige Großaktionäre fordern vielmehr einen zügigen Teilbörsengang oder ein Spin-off von Daimler Trucks, damit der Bereich nicht nur bei Umsatz und Absatz, sondern auch bei der Marge an den Wettbewerbern vorbeizieht.

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    1 Kommentar zu "Erfolg mit Nutzfahrzeugen: Wie die Daimler-Trucksparte vom Sorgenkind zum Lichtblick wurde"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Toll, Daimler, schöner Erfolg... und
      Ich freue mich auf Ihr Angebot von Hybrid Autos wie z.B. den GLB - 70 km Reichweite reicht gut für Pendler und man kann den nötigen Strom auch gut ggf. aus der eigenen Photovoltaik Anlage beziehen!
      Klasse Autos, Klasse LKWs - weiter so!

      Übrigens: Die Umwelt freut sich, weil bei kleinen Batterien deutlich weniger Ressourcen verbraucht werden, als bei den manchmal 10 fach größeren Batterien.

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