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Ermittlungen gegen Winterkorn Justizsache VW-Affäre

Der zurückgetretene Volkswagen-Chef Martin Winterkorn war Held und Autokrat zugleich. Nun muss er sich wehren: gegen die Justiz – und auch gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber VW. Der könnte ihn in Regress nehmen.
28.09.2015 - 18:15 Uhr
Jeder fragt sich, was der detailverliebte Autokrat vom Abgasschwindel gewusst hat. Quelle: dpa
Martin Winterkorn

Jeder fragt sich, was der detailverliebte Autokrat vom Abgasschwindel gewusst hat.

(Foto: dpa)

München/Frankfurt/Düsseldorf Seine letzte öffentliche Botschaft war Reue. „Ich entschuldige mich“, sagte der einst mächtige Vorstandschef, er sei „fassungslos, dass Verfehlungen dieser Tragweite im Volkswagen-Konzern möglich waren“. Die Video-Beichte – im Internet inzwischen mehrere Hunderttausend Mal angeklickt – ließ Martin Winterkorn am vorigen Dienstag verbreiten. Tags darauf trat er zurück, gedrängt vom Aufsichtsrat.

Nun folgt der Klärung im Management die rechtliche Würdigung der skandalösen Vorgänge in Deutschlands größtem Industrieunternehmen, das die Besitzer von elf Millionen Dieselautos mittels einer speziellen Software über den wahren Schadstoffausstoß getäuscht hat. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig nimmt Ermittlungen gegen die VW-Größe Winterkorn, 68, auf. Basis sind mehrere Strafanzeigen, davon eine von der Volkswagen AG selbst.

„Damit hat der Konzern seine Bereitschaft zur Kooperation signalisiert“, sagt Oberstaatsanwältin Birgit Seel. Ziel sei, die Verantwortlichkeiten zu klären. In den USA sind bereits Staatsanwaltschaften in mehreren Bundesstaaten aktiv.

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