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Ermittlungen US-Börsenaufsicht nimmt Nissan wegen Ghosn-Gehalt ins Visier

Wegen zweifelhafter Gehaltszahlungen sitzt Nissan-Renault-Chef Carlos Ghosn seit November in Untersuchungshaft. Nun ermittelt die SEC gegen den Autokonzern.
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US-Börsenaufsicht wittert Verstöße gegen amerikanisches Börsenrecht. Quelle: AFP
Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn

US-Börsenaufsicht wittert Verstöße gegen amerikanisches Börsenrecht.

(Foto: AFP)

Washington/DüsseldorfMehrere Jahre soll Carlos Ghosn, Chef der japanisch-französischen Autoallianz Nissan-Renault, sein Gehalt falsch ausgewiesen haben. Diesen Vorwurf machen ihm die japanischen Ermittler.

Seit November sitzt Ghosn deswegen in Tokio in Untersuchungshaft. Nun prüft auch die US-Börsenaufsicht SEC, ob die Zahlungen an Führungskräfte im US-Markt korrekt ausgewiesen wurden, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Montag.

Dabei wollen die Ermittler nicht nur herausfinden, ob die offiziellen Angaben zu Zahlungen an Führungskräfte nach Vorgaben offengelegt wurde, sondern auch, ob beim japanischen Autobauer ausreichend Kontrollmechanismen vorhanden waren, um mögliche illegale Zahlungen zu verhindern. Damit könnte der Autobauer gegen US-Gesetze verstoßen haben.

Nissan kündigte in einer ersten Reaktion an, vollumfänglich mit dem Behörden zusammenzuarbeiten. Weitere Details zu der Anfrage der SEC wollte der Autobauer aber nicht preisgeben. Die Anleger reagierten dagegen deutlich: Der Nissan-Kurs fiel um 2,7 Prozent – der größte Tagesverlust seit drei Wochen.

Ghosn und seine rechte Hand, der Nissan-Manager Greg Kelly, sollen über Jahre Zahlungen in zweistelliger Millionenhöhe verschleiert haben. Beide bestreiten die Vorwürfe. Kelly war im Dezember gegen Kaution entlassen worden, darf Japan derzeit aber nicht verlassen. Ghosn sitzt weiter in Untersuchungshaft und war vergangene Woche von seiner Position als Renault-Chef zurückgetreten.

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