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Erneuerbare Energien Finanzkrise erreicht die Solarbranche

Erstmals hat ein Solarkonzern die Prognose mit Verweis auf die Finanzkrise gesenkt. Die Berliner Solon AG schraubte ihr Umsatzziel für 2008 auf 800 bis 850 Mio. Euro zurück – ursprünglich hatte der Solarmodul-Hersteller einen Erlös von rund 900 Mio. Euro angepeilt.
  • Wolfgang Gillmann und Martin Murphy
Monteur auf einer Photovoltaik-Anlage: Jetzt zeigt auch die erfolgsverwöhnte Branche erste Krisenerscheinungen.

Monteur auf einer Photovoltaik-Anlage: Jetzt zeigt auch die erfolgsverwöhnte Branche erste Krisenerscheinungen.

DÜSSELDORF. Die Prognose für das kommende Jahr reduzierte das Unternehmen um fast ein Drittel auf eine Mrd. Euro. Die operative Marge soll um einen Prozentpunkt auf sechs Prozent sinken. Nach der Ankündigung fielen fast alle Kurse von Solarwerten stark ab.

Nach Angaben von Solon halten sich viele Kunden wegen der unsicheren wirtschaftlichen Lage derzeit beim Kauf von Solaranlagen zurück. Zusätzlich sieht sich die im Tec-Dax notierte Firma durch einen Absatzeinbruch in Spanien belastet. Nach einem Ende September beschlossenen Gesetz dürfen im kommenden Jahr in Spanien nur Solaranlagen mit einer Leistung von insgesamt 500 Megawatt installiert werden. 2008 lag die installierte Leistung allein bis Anfang September bei 926 Megawatt. Spanien war der wichtigste Auslandsmarkt für Solon.

Solon hofft nun auf ein Anziehen der Märkte in Italien und Griechenland sowie auf höhere Verkäufe im Heimatmarkt, um den Rückgang in Spanien abzufedern. „Im kommenden Jahr wird der Anteil von Deutschland am Gesamtumsatz steigen“, sagte eine Sprecherin. Im abgelaufenen Quartal hatte die Gesellschaft noch von einem höheren Auslandsabsatz profitieren und den Umsatz um rund 50 Prozent auf 226,4 Mio. Euro steigern können. Der operative Gewinn (Ebit) kletterte von 11,2 Mio. auf 17,9 Mio. Euro.

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