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Erneut weniger Aufträge Maschinenbauer driften weiter ab

Die Zahl der Aufträge ist im August zum zehnten Mal in Folge zurückgegangen. Denn auch die Auslandskunden können das schlechte Inlandsgeschäft nicht mehr ausgleichen. Um elf Prozent gingen die Bestellungen zurück.
01.10.2012 - 11:09 Uhr Kommentieren
Die konjunkturelle Unsicherheit hindert Kunden am Kauf neuer Maschinen und Anlagen. Quelle: dpa

Die konjunkturelle Unsicherheit hindert Kunden am Kauf neuer Maschinen und Anlagen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die deutschen Maschinenbauer haben im August den zehnten Monat in Folge weniger Aufträge eingefahren. Die Bestellungen seien um elf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag mit. Im Gegensatz zum Juli konnten die Kunden im Ausland das schwache Inlandsgeschäft der exportorientierten Branche nur ein wenig abfedern. Die Bestellungen jenseits der Landesgrenze gingen um sechs Prozent zurück, im Inland lag das Minus bei 18 Prozent. "Das Inlandsgeschäft enttäuschte abermals", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Der Branche, zu der neben zahlreichen Mittelständlern auch börsennotierte Konzerne wie ThyssenKrupp, Gea oder Gildemeister gehören, macht die Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung zu schaffen. Die Kunden halten sich mit Investitionen in neue Maschinen und Anlagen zurück. Die Bestellungen aus dem Euro-Raum fielen im August um neun Prozent, jenseits der Euro-Zone lag das Minus bei fünf Prozent.

Wiechers wertete dies als Zeichen einer "großen Verunsicherung". "Es bleibt abzuwarten, ob und wann der Befreiungsschlag von Europäischer Zentralbank und Bundesverfassungsgericht vom September bei den internationalen Maschinenbaukunden seine Wirkung entfaltet".

Die Branche mit mehr als 900.000 Bestellungen profitiert noch von dem hohen Auftragseingängen aus 2011, die erst im Laufe dieses Jahres abgebaut wurden. Die Produktion legte bis zur Jahresmitte 2012 um vier Prozent zu. Vor einem Monat hatten die Maschinenbauer daraufhin ihre Jahresprognose angehoben. Sie erwarten in diesem Jahr eine Steigerung der Produktion um zwei Prozent, nachdem sie zunächst von einer Stagnation ausgegangen waren. 2013 soll die Produktion um weitere zwei Prozent wachsen.

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