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Erst angespannt, später souverän: Wie Jürgen Schrempp das Kreuzverhör im Kerkorian-Prozess meisterte. Erfolgreiche Rückkehr am dritten Tag

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Er habe das alles so nicht gemeint, sagt Schrempp nun unter Eid. Und nein, eine Richtigstellung habe es trotzdem nicht gegeben. Mühsam versucht er, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. In dem Interview sei es ihm allein um die Struktur des operativen Geschäfts gegangen. Als der Deal bekannt gegeben wurde, hätten beide Seiten zunächst betont, dass die Unternehmensführungen als gleichberechtigte Partner zusammengeschlossen werden. Diese „Fusion unter Gleichen“ sei, als er mit der Zeitung sprach, bereits erfolgreich abgeschlossen gewesen.

Immer wieder versucht Christensen, Widersprüche zwischen Schrempps Aussage und denen anderer Zeugen nachzuweisen. „Ich weiß nicht, in welchem Zusammenhang das gesagt wurde“, sagt Schrempp darauf, oder „da müssen Sie die Person selbst fragen, wie sie das gemeint hat.“

Die früheren Chrysler-Manager James Holden und Robert Eaton hatten die Version Schrempps in der Vorwoche im wesentlichen bestätigt. Bis zum Prozessende am 17. Dezember sollen nun unter anderem Daimler-Chrysler-Finanzchef Manfred Gentz sowie der damalige Strategie- und derzeitige Nutzfahrzeug-Chef Eckhard Cordes aussagen. Das Urteil wird allerdings erst im Frühjahr erwartet.

Das Kreuzverhör ist für Schrempp keine Eigeninszenierung wie die Befragung durch Daimler-Anwalt Tom Allingham am Dienstag. Der hatte ihm brav die Bälle zugespielt. Ließ Schrempp berichten, wie er über den zweiten Bildungsweg die Grundlagen für seinen Aufstieg legte. Und dass ihm Nelson Mandela für seine Verdienste im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika einen Orden überreichte.

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