ESA-Rakete Airbus Safran baut neue Ariane

Das Gemeinschaftsunternehmen Airbus Safran erhält den Zuschlag für die neue europäische Trägerrakete Ariane 6. Die europäischen Staaten hatten über die Vergabe lange diskutiert – und der Konkurrenzdruck ist groß.
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Die Europäische Weltraumagentur Esa hat den Raketenbauer Airbus Safran Launchers mit der Entwicklung der neuen Trägerrakete Ariane 6 beauftragt. Quelle: ESA
Gemeinschaftsunternehmen baut Weltraumrakete

Die Europäische Weltraumagentur Esa hat den Raketenbauer Airbus Safran Launchers mit der Entwicklung der neuen Trägerrakete Ariane 6 beauftragt.

(Foto: ESA)

MünchenDie europäische Raumfahrtagentur ESA hat die neue Generation von Trägerraketen beim Gemeinschaftsunternehmen Airbus Safran bestellt. Nach zähem Ringen unter den europäischen Staaten habe die ESA nun den Entwicklungsauftrag für die Ariane 6 vergeben, teilte Airbus Safran am Mittwoch mit.

Der Initialvertrag umfasse eine verbindliche Zusage für die Entwicklungsarbeiten über etwa 680 Millionen Euro, hieß es. Insgesamt beliefen sich die Entwicklungskosten allerdings auf drei Milliarden Euro. Die Industrie hat nun zugesagt, davon 400 Millionen Euro selbst zu schultern.

Nasa zeigt den Mond von hinten
Der Mond von hinten
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Aus einer Distanz von etwa 1,6 Millionen Kilometern hat der Satellit DSCOVR (Deep Space Climate Observatory) faszinierende Fotos von Erde und Mond aufgenommen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte am 6. August 2015 Bilder, die Mitte Juli gemacht wurden und die Rückseite des Mondes zeigen. Auf der Website der Nasa ist dazu eine kleine Animation zu sehen, wie der Mond an der Erde vorbeigleitet.

Wegen seiner sogenannten gebundenen Rotation wendet der Mond der Erde immer die gleiche Seite zu. Erstmals wurde seine Rückseite 1959 von der sowjetischen Sonde Lunik 3 erkundet.

Der ältere Cousin der Erde
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Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa haben im Juli 2015 einen erdähnlichen Planeten entdeckt. Der „Kepler-452b“ (hier eine Illustration der Nasa) getaufte Himmelskörper sei eine Art „größerer und älterer Cousin“ der Erde, teilten die Forscher bei einer Pressekonferenz mit. Der mit dem Weltraumteleskop „Kepler“ entdeckte Planet befinde sich in der bewohnbaren Zone nahe eines anderen sonnenartigen Sterns.

Wasser könnte dort flüssig sein - eine der Grundvoraussetzungen für Leben. Von allen bislang entdeckten Planeten ähnele „Kepler-452b“ bislang am meisten der Erde, sagte Nasa-Manager John Grunsfeld. „Dieses aufregende Ergebnis bringt uns einen Schritt näher zur Entdeckung einer Erde 2.0.“

Kepler-452b
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Sein Durchmesser ist 60 Prozent größer als der der Erde. Gewicht und Zusammensetzung des Planeten haben die Forscher noch nicht genau bestimmen können, die Wahrscheinlichkeit sei aber hoch, dass er felsig sei. Der neu entdeckte Planet ist fünf Prozent weiter von seinem sonnenartigen Stern „Kepler-452“ entfernt, als die Erde von der Sonne. Er braucht 385 Tage, um den Stern einmal zu umrunden. Der Stern „Kepler-452“ ist sechs Milliarden Jahre alt - 1,5 Milliarden Jahre älter als unsere Sonne - und 20 Prozent heller.

Das „Kepler-452“-Sonnensystem liegt im Sternbild Schwan rund 1400 Lichtjahre von unserer Erde entfernt. „Es ist beeindruckend, wenn man sich vorstellt, dass dieser Planet sechs Milliarden Jahre in der bewohnbaren Zone eines Sterns verbracht hat, länger als die Erde“, sagte Nasa-Wissenschaftler Jon Jenkins. „Das ist eine wesentliche Möglichkeit für die Entstehung von Leben – wenn denn alle wesentlichen Voraussetzungen und Konditionen dafür auf diesem Planeten existieren.“

Die Erde voll im Blick
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Dieses Bild hat Seltenheitswert. Denn so vollkommen von der Sonne erleuchtet, kann die Erde nur ganz selten eingefangen werden. Das letzte Mal gelang das den Apollo-17-Astronauten 1972. Das Foto - "Blue Marble" genannt - ist legendär. Die neue Aufnahme wurde jetzt vom Satelliten Deep Space Climate Observatory (DSCOVR) aus einer Entfernung von über eine Million Kilometer gemacht. Die Kamera EPIC schoss dieses Farbfoto. Das ist die Abkürzung für "Earth Polychromatic Imaging Camera" - eine Kombination aus 4-Megapixel-Kamera und Teleskop. Das Bild ist zusammengesetzt aus drei Einzel-Aufnahmen mit unterschiedlichen Filtern (von Ultraviolett bis Nah-Infrarot).

Die Sonne in Ultraviolett
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Dieses beeindruckende Bild der Sonne vom 15. Juli 2015 wurde von Nasas Raumsonde Solar TErrestrial RElations Observatory Ahead (STEREO-A) mit einem Ultraviolet-Imager aufgenommen. Die Mission des Projekts ist genau das: Bilder von den Lichtwellen der Sonne einzufangen, die wir mit dem menschlichen Auge nicht erkennen können.

Pluto hat ein Herz
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Der Besuch der Raumsonde New Horizons beim Zwergplaneten am Rande unseres Sonnensystems war am 14. Juli 2015 ein Großereignis für Planetenforscher weltweit. Das erste Bild, das die Nasa der Welt dann von Pluto zeigte, beeindruckte und weckte Emotionen. Aus rund 12.000 Kilometer entstand das erste richtig nahe und scharfe Bild, auf dem auch Oberflächenstrukturen des einstigen neunten Planeten zu erkennen sind.

>>Hier sehen Sie weitere Pluto-Bilder

Skurrile Mars-Landschaft
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Aureum Chaos Region heißt das Gebiet auf dem Mars, das hier von einer Kamera des HiRISE, dem High Resolution Imaging Science Experiment, aufgenommen wurde. Diese faszinierende Aufnahme des hell-getönten Bodensatzes, das auf dem Mars ein Gebiet von 368 Kilometern ausmacht, wurde von Nasas Mars Reconnaissance Orbiter im Januar 2015 zur Erde geschickt.

Die europäische Raumfahrtbranche sieht sich wachsender Konkurrenz aus den USA und Russland ausgesetzt, wo Satellitentransfers in den Orbit inzwischen günstiger angeboten werden. „Unser Engagement und das unserer europäischen Partnerunternehmen verdeutlicht, dass wir entschlossen sind, unseren institutionellen und kommerziellen Kunden eine nach wie vor zuverlässige und gleichzeitig konkurrenzfähigere Trägerrakete zu liefern, die dem sich ständig verändernden Raumfahrtgeschäft angepasst ist“, beteuerte Firmenchef Alain Charmeau.

  • rtr
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